Tierversuche

Uni Mailand: 200 Mäuse und 1 Kaninchen am hellichten Tag aus Tierversuchslabor geholt

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Gentechnisch veränderte Mäuse im Psychiatrielabor, um ein Krankheitsmodell für Autismus zu liefern

Manchmal werden Träume wahr. Wie oft denkt man, denke ich, an die Versuchstiere in den Labors, wie hoffnungslos ihr Schicksal, wie unerreichbar ihre Freiheit. Am 28. April 2003 holten wir 16 Ratten aus den Versuchslabors des Krebsforschungszentrums in der Borschkegasse in Wien. Die 16 Nager waren zum Glück gleich am Anfang der Aktion abgehauen, zu dritt blieben wir Menschen zurück, blockierten den Eingang zum Labor von innen und wurden dann festgenommen und eingesperrt. Immerhin konnten wir alle Prozesse letztlich gewinnen, bis die Sache als Aktion einer kriminellen Organisation im Rahmen der Tierschutzcausa wieder aufgerollt wurde.

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Zu Besuch in Tübingen, Deutschland: Diskussion über Tierversuche

P1460447Ich habe mich schon gewundert, warum ich aus Österreich von der Gruppe „SchülerMitVerantwortung“ nach Tübingen in Deutschland anlässlich des Weltversuchstiertages zu einer Podiumsdiskussion über Tierversuche eingeladen werde. Wären nicht deutsche TierversuchsgegnerInnen dazu besser geeignet, die mit der Situation in Deutschland näher vertraut sind? Auf meine Frage wurde mir erklärt, dass sowohl die lokalen als auch die bundesweiten TierversuchsgegnerInnen die Anfrage zur Teilnahme abgelehnt hätten. So habe man eben auf einen Tierschützer im Ausland zurückgreifen müssen.

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Medizinische Versuche an Menschen – können wir daraus lernen?

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Die Krankenbaracken RI und RII des KZ Sachsenhausen, in denen medizinische Experimente an Menschen durchgeführt wurden

Momentan in Berlin auf dem Globale Filmfestival, nutze ich die Zeit zwischen interessanten Filmen mit dem Besuch der wirklich exzellent aufgearbeiteten Museen und Gedenkstätten hier. So war ich auch im ehemaligen KZ Sachsenhausen, das dermaßen viele Ausstellungen umfasst, sodass man gut und gern zwei ganze Tage dort verbringen könnte. Besonders erschüttert hat mich dabei eine Sonderausstellung über medizinische Experimente an Menschen, die in den beiden original erhalten gebliebenen Krankenrevierblöcken RI und RII durchgeführt worden waren. Eines der dort dargestellten historischen Beispiele umfasst einen Versuch vom Sommer 1943, in dessen Verlauf 11 kleine gesunde Buben mit Hepatitis-Viren infiziert wurden und letztlich daran starben. Auch die Gefängniszelle dieser Kinder ist völlig erhalten und führt einem diese erschreckenden Ereignisse vor Augen.

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Ein Symposium über Kriterienkataloge zur Schaden/Nutzen Abwägung bei Tierversuchen

Bild0038Anfang 2012 haben wir in zahlreichen Workshops mit internationalen ExpertInnen, die wir dafür eingeladen hatten, ein Ziel für unsere Tierversuchskampagne erarbeitet. Übereinstimmend kamen wie dabei zu dem Schluss, dass wir einen objektiven Kriterienkatalog für eine ethische Schaden/Nutzen aller Tierversuchsanträge fordern müssen, der die Zulässigkeit dieser Versuchsvorhaben analog zum Tiergerechtheitsindex (TGI) in der Nutztierhaltung festlegt. Und dieses Ziel konnten wir vollständig umsetzen. Österreich ist jetzt das einzige Land der Welt, das einen solchen Katalog für diesen Zweck vorschreibt. Allerdings gibt es noch keinen, und deshalb wurde das Wiener Messerli-Institut damit beauftragt, bis Ende 2015 einen zu erstellen, der ab Mitte 2016 für alle Tierversuchsanträge vorgeschrieben wird. Und um dieses Vorhaben einzuleiten wurde am 27. März 2013 an der Vet Med Uni Wien ein hochkarätig besetztes Symposium zu dieser Frage abgehalten.

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Wie gut sind wissenschaftliche Argumente gegen Tierversuche?

Unsere Kampagne für ein besseres Tierversuchsgesetz im letzten Jahr hat mich mit vielen Personen zusammengebracht, die auf wissenschaftlicher Basis Für oder Wider Tierversuche argumentiert haben. Das ethische Argument gegen Tierversuche, jedenfalls wenn man Bewusstsein bei Tieren anerkennt, ist ziemlich klar. Doch insbesondere der Schweizer Hans Ruesch wird mit dem Bemühen verbunden, wissenschaftlich statt ethisch gegen Tierversuche zu argumentieren, wenn auch insbesondere Ruesch seine Aversion gegen ethische Argumente in pathologische Dimensionen trieb.

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Das war die Tierversuchskampagne 2012

Tierversuche haben wir in der österreichischen Tierschutzbewegung in den letzten Jahren eher stiefmütterlich behandelt. Deshalb stand schon lange im Raum, endlich eine Kampagne für einen konkreten Fortschritt im Tierversuchsgesetz durchzuführen. Die EU-Richtlinie 2010/63 kam dazu als willkommener Anlass, aber gleichzeitig als große Einschränkung.

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Tierschutz-Aktivismus-Boom in Österreich!

 

Wie ich in einer Anfang November durchgeführten Tierrechtsradiosendung auf Orange 94,0 herausarbeiten konnte, boomen Vegetarismus und Veganismus momentan in Österreich: http://www.veggies-linz.at/tierrechtsradio/TRR_November_02_2012.mp3

Doch nicht nur Veg#ismus boomt, offenbar auch der Tierschutz- und Tierrechts-Aktivismus. Insbesondere in unserer bundesweiten Tierversuchskampagne gibt es dermaßen viele Aktivitäten, dass selbst ich das nicht mehr ganz mitverfolgen kann. Zu keiner Kampagne, an die ich mich erinnern kann, wurden so viele Aktionen in so vielen verschiedenen Städten selbstorganisiert durchgeführt, wie momentan zum Tierversuchsgesetz.

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Diesen Freitag Menschen-Tierversuch am Stephansplatz in Wien

Drastische Situationen verlangen drastische Maßnahmen. Es sind nur noch 8 Tage bis zur Diskussion und Abstimmung im Wissenschaftsausschuss des Parlaments zum neuen Tierversuchsgesetz. Und es gibt noch einiges nachzubessern. Email-Proteste dazu werden hier koordiniert: https://vgt.at/actionalert/tierversuche/appell/index.php.

Die Regierungsvorlage will sich um die Veröffentlichung von Tierversuchen drücken. Das Volk soll nichts wissen, dumm sterben. Die EU-Vorgabe, den „Schaden“ jedes einzelnen Tierversuchs angeben zu müssen, wird in den Erläuterungen des Regierungsentwurfs vom Wissenschaftsministerium mit der Auflage versehen, dass das Leid der Tiere dabei nicht erwähnt werden darf!

Deshalb werden jetzt wir zur Veröffentlichung eines Tierversuchs schreiten:

WANN: Freitag 23. November 2012, ab 11 Uhr
WO
: am Stephansplatz in 1010 Wien

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