Abolitionismus gegen Reformismus: Klaus Petrus in Wien

_DSC4215kleinAls Klaus Petrus am 22. April 2013 in Wien sein neues Buch „Tierrechtsbewegung“ vorstellte, hatte er angekündigt über Tierrechte versus Tierbefreiung und die Tierrechtsbewegung in liberalen Gesellschaften zu sprechen. Doch schließlich wurde es ein Vortrag über sein Steckenpferd Abolitionismus und warum Reformismus, und da insbesondere jener, den der VGT praktiziert, zu kritisieren ist. Petrus bezieht sich dabei auf die Ausführungen eines US-amerikanischen Universitätsprofessors für Rechtsphilosophie, Gary Francione. Dieser Mann erfand vor einigen Jahren den abfällig gemeinten Begriff „New Welfarism“ für jede Art von Aktivismus, die sich nicht darauf beschränkt, einzelne Menschen zur veganen Lebensweise zu überreden. Dabei bezeichnete er den VGT aufgrund unserer Reformkampagnen z.B. gegen Kastenstände oder gegen Legebatterien als stärkste Kraft in der Gesellschaft gegen Veganismus und Tierrechte. Ich nannte daraufhin diese Position in meiner Reaktion als „Mad Abolitionism“. Im Detail kann man meine Ausführungen hier nachlesen:
http://www.vegan.at/warumvegan/tierrechte/abschaffung_vs_reform.html

In Österreich gibt es eigentlich diesen Konflikt gar nicht. Vereinzelt wird natürlich über den Wert dieser oder jener Kampagne diskutiert, aber niemand hat ein Problem mit einem reformistischen Ansatz. Spätestens seit meiner Zeit in einer winzigen Zelle in U-Haft weiß ich, wie sehr jede kleinste Verbesserung der Haltungsbedingungen die Lebensqualität erhöht. Abgesehen davon haben auch alle Befreiungsbewegungen für Menschen mit reformistischen Schritten agiert, jedenfalls in dem Sinn von Reformismus, den Francione so vehement ablehnt. Francione sitzt nämlich in Wirklichkeit lediglich in einem Elfenbeinturm der akademischen Diskurse, weitab von der politischen Realität und dem täglichen Kampf für Verbesserungen im Sinne der Tiere. Da lässt sich nicht nur leicht theoretisieren, da werden politische Theorien zu ideologischen Hirngespinsten.

Petrus ist aber kein Jünger von Francione, auch wenn er ihn seitenweise positiv in seinem Buch zitiert. Petrus geht einen anderen Weg. Er meint, gewisse Reformen hätten durch ihre ideologische Nähe zum Abschaffungsprozess von Tiernutzung eine Berechtigung, wie z.B. das Verbot von Pelzfarmen oder das Verbot vom Gänsestopfen. Sie lässt er als „Abolitionismus“ oder „gute Reformen“ gelten. Verpönt sind aber in seinen Augen Reformen wie ein Verbot von Legebatterien oder ein Verbot von Kastenständen. In der Praxis habe sich bisher nicht gezeigt, argumentiert er, dass derartige Verbote zur vollständigen Abschaffung von Tierausbeutung führen.

Bisher ist in keinem Land die vollständige Abschaffung von Tierausbeutung gelungen, daher kann das auch noch kein Kampagnenerfolg bisher gezeigt haben. Ich kritisiere bei Petrus wie bei Francione die theoretische Abgehobenheit von der Praxis: eine ideologische Nähe eines Kampagnenziels zu Veganismus bedeutet in der praktischen Politik noch lange nicht, dass das und nur das ein Schritt in die richtige Richtung sein kann. Menschen sind soziale Tiere und so kann eine Politik der kleinen Schritte zum Erfolg führen, selbst wenn der Weg ideologisch gesehen „um die Ecke“ führt. Aber entlarvend fand ich Petrus‘ Antwort auf meine Frage, welche für ihn akzeptablen Kampagnenziele es denn z.B. in der Schweinehaltung gebe. Er meinte dazu: keine. Man könne nur den vollständigen Verzicht auf Schweinefleisch propagieren, aber z.B. zu verlangen, dass Kastenstände verboten werden oder dass Schweine wenigstens Stroh bekommen müssen, sei kontraproduktiv.

Kontraproduktiv? Wegen einem derartigen Ideologie-Argument sollen wir zuschauen, dass Millionen von Schweine für die nächsten Jahre und Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte in körpergroßen Käfigen und ohne jede Stroheinstreu dahinvegetieren müssen? Dieser eiskalte Standpunkt soll im Sinne der Schweine sein? Nicht mit mir!

Es gibt überhaupt keine Alternative zu reformistischen Schritten. Die bereits bestehenden Mehrheiten unter den WählerInnen nicht gegen Tierfabriken zu nutzen wäre ein Verbrechen. Welche Gesellschaft wird eher die Tierausbeutung abschaffen, eine, die Schweine ohne jede Rücksicht am biologischen Limit nutzt, oder eine, die Schweinen wenigstens eine gute Lebensqualität bietet, bevor sie getötet werden? Und wenn die Tierindustrie so von besseren Haltungsbedingungen dieser Tiere profitieren würde, wie von Petrus und Francione behauptet wird, warum bekämpft sie dann mit allen Mitteln jede Reform und versucht laufend, die bereits erreichten Mindeststandards wieder runter zu setzen, wie z.B. gerade eben bei der Besatzdichte von Mastgeflügelfabriken oder der Auslaufgröße in der Freilandhaltung von Hühnern?

Aber abgesehen davon und neben vielen anderen Argumenten blieb Petrus ein Faktum schuldig zu erwähnen, das in meinen Augen auch eine wesentliche Rolle spielt. Je schlechter die Haltungsbedingungen für die sogenannten Nutztiere, desto mehr sterben, bevor sie im Schlachthof landen. Wenn man in Österreich z.B. jährlich 70 Millionen Masthühner verkaufen kann, aber 4 Millionen während der Mastperiode sterben, dann werden eben 74 Millionen eingestallt. Würden wir zuschauen, wie die Geflügelindustrie nun die Besatzdichte um 30% erhöht, dann würden jährlich 7 Millionen Hühner an den Haltungsbedingungen sterben, bevor sie in den Schlachthof gelangen, es würden also 77 Millionen eingestallt. Können solche AbolitionistInnen wirklich einfach hinnehmen, wie 3 Millionen Hühner pro Jahr zusätzlich sterben, nur weil ihnen ihre Ideologie verbietet, die Realität zu sehen?

Ich bin froh, dass die Tierschutzbewegung in Österreich dieser praxisfernen Ideologiediskussion nichts abgewinnen kann.

7 thoughts on “Abolitionismus gegen Reformismus: Klaus Petrus in Wien

  1. Bevor man sich für die Tiere einsetzt, sollte man begreifen, warum Tiere menschlich behandelt werden und das setzt wiederum voraus, daß es notwendig ist, die eigene Sprache zu verstehen. Menschen können sich niemals „unmenschlich“ verhalten,so, wie Tiere sich nicht untierisch benehmen können. Was ist das: Abolitionismus? Aboli-Zionismus… „Nazi“ sind Nazional Zionisten… Solange keine Klarheit im Kopf vorhanden ist wird es auch keine mit den Tieren geben Wanja

  2. susanne v. says:

    Ich denke man kann doch beides gleichzeitig machen. Ein Sprichwort sagt: „Man muss sich nach der Decke strecken!“ Sich für Verbesserungen in der Tierhaltung einsetzen UND Tierhaltung abschaffen wo, bzw. soweit es möglich ist.

    Tierhaltung abschaffen kann man nicht mit Aktionen. Dazu müsste man die Einstellung der Menschen ändern und das könnte nur eine Religion. Über die Vernunft, oder Moral kann man man das nicht erreichen, denn Menschen halten sich an das was sie „glauben“. Schon bei den alten Griechen gab es Philosophen die sich gegen Tieropfer und für ein veganes Leben einsetzten. Sie blieben eine Minderheit und hatten kaum Einfluss.

    Wirklich alle würde man auch mit einer Religion nicht erreichen, da müssten schon die Gene mutieren.

    Aber wenn ihr überzeugen wollt, gründet eine neue Religion, oder etabliert eine alte, etwa den Jainismus, dann könnt ihr vielleicht größeren Erfolg haben. Ansonsten wird es eine Zeiterscheinung am Rande der Gesellschaft bleiben was ihr tut. Sobald es den Leuten schlecht geht – und das kommt früher als man glaubt – werden sich nur noch wenige um Tierschutz kümmern.

    Der Tierrechtler Herbert Becker der sich mit Schopenhauer beschäftigt, hat in seinem Blog auch etwas über den Jainismus veröffentlicht. Lesenswert.

  3. veganella says:

    Inspirierend finf ich diesen Vortrag: http://m.youtube.com/watch?feature=related&v=sdPktWf5Caw

    Ich meine das könnte einige Hilfreiche Inputs bescherren.

  4. veganella says:

    Ich denke schon lange: schön wärs wenn nach der abschaffung der Sklaverei die Menschen diesen Schritt weiter wären und den gleichen Fehler nicht bei einer anderen Spezies machen würden. Doch die Wahrheit ist gewisse Menschen machen die gleichen Fehler sogar bei der gleichen Spezies, wenn man sie nur lässt. Viele Menschen lernen wiederum durch die Gesellschaft was “ Ethik“ ist oder durch die Familie. Andere lernen etwas indem sie es oft genug hören wird es zur Wahrheit. Übertragbarkeit und selbststä.diges Denken ist für die Vielzahl der Menschen keine
    gewählte Option wenn es nicht unmittelbar um die eigenen Bedürfnisse geht. Psychogis ch gesehen kann der Mensch kleine Schritte ( Reformen)besser mitgehen, dafür gibt es Beweise! Wenns anders wär würds mich auch freuen. Wir müssen uns jedoch Gedanken machen welche Strategie realisierbar und Erfolg versprechend ist, und nicht sturheil auf irgendein weit entferndes Ziek beharren das keinenErfolg verspricht, und unserer Phantasie entspringt. Der Weg ist das Ziel und nicht umgekehrt.

  5. Lilly says:

    Grotesk!
    Ich muss es ob der merkwürdigen Verdrehung nochmal durchlesen, bin heute müde, jedoch eine spontane Frage wirft sich schon auf : Ist er gekauft? und dieser Francione gleich dazu?
    Ein beliebter Trick, sich als Kamerad einschleichen und aus der Hintertür falsche Botschaften setzen. (Oft) leicht zu durchschauen, weil sie die äusserst komlizierte (Feindes-)Sprache Liebe, die einen fremdartig hohen IQ voraussetzt,
    nicht „beherrschen“.

    „Verpönt sind aber in seinen Augen Reformen wie ein Verbot von Legebatterien oder ein Verbot von Kastenständen.“
    (…)
    Wenn er sich bewegen kann, dann ist ja alles gut.

    „z.B. zu verlangen, dass Kastenstände verboten werden oder dass Schweine wenigstens Stroh bekommen müssen, sei kontraproduktiv.“
    (…)
    Kontraproduktiv für wen?

    Entweder sind beide gekauft oder strohdumm, wegen Realitätsferne (darunter leiden viele.) Velleicht beides, geht ja immer Hand in Hand.
    ………………….

    Reformen Visonen Ideen
    Ich habe einmal im Web von einem deutschen Architekten die Idee und gut durchdachte, tierfreundliche Umsetzung, die Zeichnung eines Schweineturmes mit vielen Stockwerken, Liegeplätzen, Freiläufen, sogar mit Balkon! für jede Gruppe, gesehen. FÜR glückliche Tiere, die sich autonom bewegen dürfen.
    Und, weil´s sein muss, mit Lift, unterirderisch nah, (schmerzhaft aber kurz) der Schlachtraum.

    Ich weiß nicht wie der Architekt heißt und ich finde es nicht mehr im Web.
    Turm-Gegenargument könnte sein: Dann werden alle Menschen aufmerksam und entwickeln noch mehr Tierliebe, wo kämen wir da hin mit Liebe. Ja, wohin!

    Ich bin dafür, mit kleinen Tierfabrikanten zu kooperieren, reden, fragen, miteinander nachdenken, Lösungen suchen.
    Nicht rigoros verbieten, miteinander Verbesserungen suchen, natürlich mit Stroh! Und sei´s nur ein Fitzerl! Meine Güte..

  6. caroline says:

    Warum Abolitionismus Mist ist

    So geht das nämlich schon aus der bloßen Begrifflichkeit hervor. Vorausgeschickt: Ja, natürlich bin ich ein Tierbefreier. Oder nein, bloß nicht. Befreien ist ein transitives Verb: ICH befreie JEMANDEN oder ETWAS. Der, die oder das dadurch zum Objekt meines Handelns wird. Tierbefreiung ist schlimmster Speziesismus, macht Tiere zum willenlosen Objekt meiner Willkür. Ich kann sie befreien oder es lassen. Haben sie das verdient?

    Seltsam, dass Tierbefreier, die sich jeden Tierschutz als speziesistisch verbitten, diese Verobjektivierung anscheinnd nicht als Problem sehen. Ich befreie das Tier, aus eigener Machtvollkommenheit; will es das überhaupt? wovon und zu was befreie ich es?

    Wie problematisch die Diskussionen ist, hat nicht zuletzt der Tierschützerprozess in Wiener Neustadt gezeigt, als allen Ernstes disktiert wurde, ob es nicht viel mehr Tierquälerei sei, Schweine aus ihren Schweinebuchten zu befreien und auf eine Wiese zu lassen, wenn sie dabei aufgeregt sind und sich zB beim gegenseitigen Aufreiten Kratzer zufügen.

    Ähnliches spielt sich im Nachklang jeder Nerzbefreiung ab; nicht nur wird behauptet, die Tiere paßten nicht in die einheimische Fauna, sondern hätten überdies in der Wildnis kaum Überlebenschancen – als ob sie im Käfig welche hätten. Davon abgesehen hätten sowohl Schweine als auch Nerze in der Regel die Wahl, ihre Buchten oder Käfige zu verlassen oder drin zu bleiben. Dennoch: so einfach ist das mit der Befreiung nicht. Schon gar nicht sprachlich.

    Ernsthaftere Folgen hat der zweite Punkt, den ich ansprechen möchte. Abolitionismus ist antispe -? ach ja?! Meiner naiven Vorstellung zufolge heißt gegen Speziesismus sein: gegen jede Vorstellung von Höherwertigkeit der eigenen Art gegenüber einer anderen auszugehen. Dies schließt auch Gewalt einer Art gegen eine andere Aus. Es erlaubt Gewalt zwischen Individuen allenfalls dann, wenn das individuelle Leben bedroht ist, unabhängig ob durch ein menschliches oder nichtmenschliches Tier.

    Gegen Speziesismus zu sein heißt aber auch und vor allem, dass ich das Wohl und Wehe jedes anderen menschlichen oder nichtmenschlichen Tiers so hoch einzuschätzen habe wie mein eigenes, denn es gibt keine Höherwertigkeit meiner Art gegen einer anderen und also auch keine Höherwetigkeit eines Individuums gegenüber einem anderm: Das Leben, Wohl und Wehe jedes anderen Tieres ist mir ebenso wichtig wie meins.

    Mein Ziel ist, nicht aufzuhören zu kämpfen, bis alle Käfige leer sind. Nicht nur größer, sondern leer. Aber werde ich das je erreichen? Nein. So lange ich lebe, wird es Käfige geben. Vielleicht nicht mehr in Deutschland, der Schweiz und Österreich, wenn wir viel erreichen. Dafür aber gewiß immer noch oder sogar immer mehr woanders, vielleicht in Südostasien, Lateinamerika oder China.

    Wie verhalte ich mich, wenn ich die Käfige nicht abschaffen kann? Darf ich mich abwenden, wenn ich keinE SpeziesistIn bin?

    Wenn nun ich in einem der Käfige säße und vor mir steht jemand, der mir sagt, sorry, ich kann dich nicht herausholen; ich könnte mich zwar dafür einsetzen, dass dein Käfig größer und wohnlicher wird, oder dafür, dass deine Ausbeuter besser auf deine Gesundheit achten, damit du länger und gesünder lebst – aber ich tue es nicht, weil ich mich nur damit zufriedengebe, deinen und alle anderen Käfige zu zerstören, und wenn ich dies nicht kann, dann bin ich auch nicht an Verbesserungen deiner Lage interessiert – wie würde ich von meiner Perspektive hinter den Gittern aus das finden?

    Ist das egalitär? Würde ich das akzeptabel finden, wenn ich der/diejenige bin, der/die im Käfig säße – oder mein Bruder, meine Mutter oder mein Kind? Würde ich dem abolitionistischen Primaten auf der anderen Seite des Gitters, mit seinen hehren Idealen, freundlich und verständnisvoll zunicken, voller Hochachtung für seinen hohen ethischen Anspruch? Dem antispieziesistischen Primaten, dem mein Befinden egal ist, so lange er mich und alle anderen nicht gleich ganz aus dem Käfig holen kann? Oder vielmehr: dem, der mich nicht aus dem Käfig holen w i l l (und der auch kein Interesse daran hat, den Käfig zu vergrößern oder auszugestalten), so lange noch irgendwo auf der Erde ein Käfig herumsteht?

    Nein, ich würde ihm nicht verständnisvoll zunicken und ihn bewundern ob seiner hochethischen Haltung und seinem konsequenten Antispeziesismus. Ich würde ihn hassen ob seiner Verachtung, die er mir angedeihen läßt. Ob des Speziesismus und der Gleichgültigkeit, die aus dieser Haltung herausspricht.

    Ich bin das Huhn im Käfig, das Schwein im Kastenstand, und ja, auch wenn ich vielleicht lieber von einer grünen Wiese und einem friedlichen Lebensabend träume, auch wenn ich nie eine Wiese gesehen habe: ich bin dir, dem menschlichen Tier unendlich dankbar, wenn es mir Stroh statt Vollspaltenboden verschafft. Freilandhaltung statt Käfig. Buchten statt Kastenstand. Ich bin dir dankbar, wenn du mir dazu verhilfst, dass ich mein Kälbchen nach der Geburt behalten darf statt es sofort weggenommen zu bekommen. Für all dies bin ich dankbar, weil es mein Leben schmerzärmer macht.

    Und du abolitionistischer Primat stehst noch immer vor meinem Käfig, meiner Bucht und hast die Hände in den Hosentaschen, nur weil du den Käfigschlüssel nicht kriegst? Was wäre ich jetzt froh, wenn ein Reformist mit einem bisschen Stroh in der Hand an deiner Stelle wäre. Oder ein anderes menschliches Tier meinen Käfig durch einen größeren ersetzte. Sich dafür eingesetzt hätte, dass niemand meinen Schnabel gekürzt hätte oder mich ohne Betäubung kastriert.

    Aber nein, vor meinem Stall steht ein Abolitionist. Dem sind meine Schmerzen und mein Schnabel egal, so lange er mich nicht aus meinem Käfig holen kann. Dem geht geht es nur um seine Moral. Sind ja meine Eier und nicht seine. Abolitionismus ist Speziesismus ist Scheiße.

  7. gut says:

    >Spätestens seit meiner Zeit in einer winzigen Zelle in U-Haft weiß >ich, wie sehr jede kleinste Verbesserung der >Haltungsbedingungen die Lebensqualität erhöht.

    sicher, macht es einen unterschied, wenn die zelle etwas größer ist, aber daran, ob du am ende umgebracht wirst oder nicht (wenn wir bei dem sehr hinkenden vergleich bleiben) ändert das dann leider nicht viel

    kann man das nicht als menschen-, oder im konkreten fall, tierverachtend bezeichnen?

    deine positiven anliegen will ich nicht in frage stellen, aber natürlich rechtfertigt man immer, was man grade selbst macht….

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