Bohrn-Mena droht Kritiker:innen mit Klagen

Oben ein Foto einer österreichischen Massentierhaltung, die es laut dem alleinigen Sprecher des Tierschutzvolksbegehrens, Bohrn-Mena, überhaupt nicht gibt. Und weil dieser Mensch so dubios vorgeht, einmal das und einmal das Gegenteil sagt, und niemandem in seine Finanzgebarung Einsicht gibt, ist es besonders auffällig, dass er ständig Kritiker:innen mit Klagen droht. Mir wurden sehr viele solche Geschichten zugetragen. Hier nur die Spitze des Eisbergs.

Auf diesem Screenshot kritisiert jemand in einer Nachricht an Florian Klenk, dass Bohrn-Mena auf seiner Facebookseite innerhalb von 2 Stunden 2000 Likes aus Asien, Afrika und Indien bekommen hat.

Diese Menschen können nicht einmal deutsch, liken aber Bohrn-Menas Seite, auf der nur deutsch geschrieben wird? Als die Kritik laut wurde, dass es sich um gekaufte Likes von sogenannten Klickfarmen gehandelt haben könnte, drohte Bohrn-Mena sofort mit Klagen. Dabei kam es, wie man hört, zu einer außergerichtlichen Einigung, die auch Stillschweigen über die Vereinbarung selbst umfasste. Wieso sich in so kurzer Zeit so viele Menschen aus fernen Ländern ausgerechnet für Bohrn-Mena interessieren, blieb er allerdings schuldig zu erklären.

Ein Beispiel von vielen. Eine ehemalige Mitarbeiterin packt aus:

Daraufhin kam prompt die Klagsdrohung von Bohrn-Mena:

Und die Reaktion der Whistle Blowerin:

Ich habe vor Bohrn-Mena und seinen Klagsdrohungen keine Angst. Ich habe mir seine Prüfberichte angeschaut, die seit 2018 „durchgehend“ online sein sollen. In Wahrheit sind nur die Prüfberichte von 2018 und 2019 online. Im Prüfbericht von 2019 findet sich das:

Kein Wort davon, wer entscheiden darf, wofür Geld ausgegeben wird. Kein Wort davon, wer Fahrt- und Reisekostenzuschüsse wem wann bewilligt hat. Es gibt ja auch kein Spendengütesiegel. Miete zahlt das Tierschutzvolksbegehren auch? Wofür und an wen? Fürs Home Office bei Bohrn-Mena zu Hause vielleicht? Miete für die Benützung seines eigenen Schreibtischs? Aus dem Prüfbericht kann man jedenfalls nicht entnehmen, was damit gemeint ist. Für mich ist daraus gar nichts ersichtlich. Außer, dass € 17.500 für die Gründung einer Gesellschaft ausbezahlt worden sind, die Unternehmen berät, Herrn Bohrn-Mena als Geschäftsführer bezahlt und auf den ersten Blick absolut nichts mit Tierschutz zu tun hat. Trotzdem das Volksbegehren nun vorbei ist, wird diese Gesellschaft mit dem Geld des Volksbegehrens weitergeführt und Bohrn-Mena wird weiterhin als Geschäftsführer bezahlt. Das soll eine durchsichtige Finanzgebarung sein?

Ein weiteres Beispiel von einem absolut unfassbaren Vorgehen des Herrn Bohrn-Mena gegen Kritiker:innen:

Was ist das, bitte schön, für ein Stil? Wer macht sowas? Unfassbar!

Besonders ekelerregend finde ich diese Art von Postings des Herrn Bohrn-Mena an jemanden aus der SPÖ:

Wie niveaulos kann man sein!

Und warum er sich von allen NGOs distanziert, hat er in diesem Post kürzlich dargestellt:

Offenbar ist er der Meinung, er ist nicht weiß. Sollte einmal in den Spiegel schauen. Aber selbst wenn. Österreich hat eben in der Vergangenheit keine Persons of Colour aus Kolonien als Sklav:innen ins Land gebracht. Daher gibt es erst seit relativ kurzem relevant große Minderheiten von PoCs, weshalb sie in den NGOs noch nicht wirklich vertreten sind. Dieser „Vorwurf“ ist also nur ein weiterer Versuch, die Tierschutz- und Umwelt-NGOs, die durchwegs Bohrn-Mena durchschauen und sich distanzieren, zu diffamieren.

Das Tierschutzvolksbegehren ist vorbei. Man hofft in der Szene, dass Herr Bohrn-Mena, der ja von sich sagt, kein Tierschützer zu sein, nun weiterwandert und andere soziale Bewegungen belästigt. Doch so schnell sind wir ihn offenbar noch nicht los:

Liebe Leute, die ihr für Tierschutz spenden wollt. Bitte spendet direkt an diejenigen Organisationen, die selbst etwas tun. Und nicht an Menschen, die Geld sammeln, um es anderen zu geben, die etwas tun. Weil solche Zwischenschritte bedeuten in der Regel, dass nicht alles an Spendengeld auch wirklich bei denen ankommt, die damit Tieren helfen. Fragt Euch doch, warum sammelt jemand Geld, der selbst nicht Tieren hilft, sondern es anderen geben will, die das tun? Wozu ist das gut?

Bohrn-Mena hat bereits ein zweites Standbein, das Lieferkettengesetz. Wieder platzt er in eine etablierte NGO-Szene rücksichtslos hinein, wie beim Tierschutz, ohne auf die Menschen zu hören oder sie zu beachten, die da bereits seit langem aktiv sind. Auf entsprechende Kritik reagiert er wie wir das im Tierschutz ununterbrochen gesehen haben: er schafft sich seine eigene Bubble, indem er Kritiker:innen rigoros löscht:

Und die altbekannte Masche, sich an die Arbeitgeber:innen von Kritiker:innen zu wenden, wird auch wieder angewandt:

Ich kann der Zivilgesellschaft nur empfehlen, frühzeitig und sehr deutlich öffentlich klar zu machen, was für ein Spiel Bohrn-Mena spielt!

3 thoughts on “Bohrn-Mena droht Kritiker:innen mit Klagen

  1. Alex Winter says:

    Das ist alles tiefstes Niveau. Auch ich wurde sofort von ihm blockiert, sowohl auf facebook als auch auf twitter. Der unseriöseste Pseudotierschützer aller Zeiten! Sehr traurig.

  2. Milena says:

    Unfassbar, dass Herr SBM kritisiert, dass Tierschutzvereine wie der VGT zuwenige People of Color als Mitarbeiter haben. Das ist doch nur noch irre. Wichtig sind Ergebnisse wie im Burgenland das Gatterjagdtverbot. Den so geretteten Tieren ist es sicher schnurzegal, ob das weiße schwarze grüne oder bunte Tierschützer erreicht haben.

  3. Peter Voitsgruber says:

    Danke für diese Infos. Alle sollten es wissen. Nie mehr wieder sbm!

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