Allgemein

Helfen oder hindern social media demokratiepolitische Prozesse?

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Sind physische Demos ein Ding der Vergangenheit und wird in Zukunft nur mehr auf facebook protestiert?

Zunächst war ich wirklich begeistert von den Möglichkeiten von facebook, Twitter und Co. Mit einem kostenlosen Klick sind tausende Menschen informiert, können sich engagieren, bei Aktionen und Demos teilnehmen, oder auch Protestemails abschicken und Petitionen unterschreiben. Zweifellos spielt aber der Funfaktor bei social media eine große Rolle, wenn man die Postings und die gefällt-mir Statistiken betrachtet. Kann politisches Engagement durch „Fun“ auch wirklich wirksam sein?

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Polizei in Innsbruck wegen Festnahme von TierschützerInnen verurteilt!

Das Urteil zur Verhandlung gegen die Innsbrucker Polizei am 3. April 2013 wegen der rechtswidrigen Festnahmen von TierschützerInnen (https://martinballuch.com/?p=2359) ist da: unserer Beschwerde wurde Folge gegeben und sowohl die Festnahme an sich, als auch das Tragen zum Polizeiauto und das Einsperren in einer Polizeizelle für rechtswidrig erklärt!

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Ag-Gag Gesetz, d.h. Verbot in Tierfabriken zu filmen, in Tennessee aufgehoben!

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Das Filmen in Tierfabriken soll in den USA zu einem „Verbrechen“ werden, das mit Gefängnis bestraft wird!

In Österreich mobilisiert die Landwirtschaftskammer gegen TierschützerInnen, die heimlich in Tierfabriken filmen und damit den Skandal über die Haltungsformen dort an die Öffentlichkeit bringen. Auch im Tierschutzprozess war ein wesentlicher Teil des Vorwurfs – konkret 2 der 27 Anklagepunkte nach §278a gegen mich – ich hätte in einer Legebatterie und einer Pelztierfarm heimlich gefilmt. Im Tierschutzprozess folgte der Freispruch, die Pressefreiheit, deren Kern die Veröffentlichung von Missständen dieser Art umfasst, konnte gegen den politischen Einfluss der Tierindustrie gewinnen.

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„Militante Tierschützer sind rechtlich gut geschult und begehen selten strafrechtliche Delikte“

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Eine Broschüre der Landwirtschaftskammer NÖ, finanziert vom EU-Landwirtschaftsfonds, der nö Landesregierung und dem Landwirtschaftsministerium

Dieser Satz erinnert an eine Aussendung des steirischen Amtes für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung, https://martinballuch.com/?p=1482, doch diesmal stammt er von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Es bleibt die Frage – was macht diese TierschützerInnen denn zu „Militanten“ und einer Bedrohung für die Verfassung, wenn sie gar keine strafrechtlichen Delikte begehen? Ist es bereits militant, wenn man Verwaltungsübertretungen wie Falschparken in Kauf nimmt oder zivilrechtliche Klagen provoziert? Liest man den letzten Verfassungsschutzbericht, dann könnte man zu dieser Meinung gelangen, werden dort doch in einem Kapitel „Militante Tierrechtsgruppen“ 89 Verwaltungsübertretungen angeführt, siehe Wenn dem Verfassungsschutz die Tierschutzstraftaten ausgehen.

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„Sekte“ als historischer Kampfbegriff, ein menschenrechtliches Problem

Ein hostorischer Zeitungsartikel aus DDR-Zeit: die Losung der Regierung

Ein historischer Zeitungsartikel aus DDR-Zeit: die Losung der Regierung

Wikipedia: Sekte ist eine ursprünglich wertneutrale Bezeichnung für eine philosophische, religiöse oder politische Gruppierung, die sich durch ihre Lehre oder ihren Ritus von vorherrschenden Überzeugungen unterscheidet und oft im Konflikt mit ihnen steht. […] Aufgrund seiner Geschichte und Prägung durch den kirchlichen Sprachgebrauch bekam der Ausdruck abwertenden Charakter und verbindet sich heute mit negativen Vorstellungen, wie der möglichen Gefährdung von etablierten religiösen Gemeinschaften oder Kirchen, Staaten oder Gesellschaften. […] Im landläufigen Sprachgebrauch werden als Sekten oft religiöse Gruppen bezeichnet, die in irgendeiner Weise als gefährlich oder problematisch angesehen werden.

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Erfolg: Versuch der Hühnerindustrie das Tierschutzgesetz zu verschlechtern abgewehrt!

Masthuhn11Vielen Dank an alle, die meine Aufrufe hier zu Protesten gefolgt sind! Es ist jetzt tatsächlich gelungen, diesen 4. Anlauf der Hühnerindustrie, insbesondere die Besatzdichten in der Hühner- und Putenmast aber auch in der Junghennenaufzucht dramatisch zu vergrößern, und gleichzeitig die Weidefläche für Freilandhühner zu halbieren, zu verhindern! Hier die Details des Antrags der Hühnerindustrie vom Oktober 2012:
Achtung: Die Hühnerhaltung soll auf allen Ebenen verschlechtert werden!

Und hier ein Zwischenbericht über den Konflikt:
Geflügelindustrielobby-Propaganda, um Intensivierung von Tierfabriken zu erreichen

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Uni Mailand: 200 Mäuse und 1 Kaninchen am hellichten Tag aus Tierversuchslabor geholt

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Gentechnisch veränderte Mäuse im Psychiatrielabor, um ein Krankheitsmodell für Autismus zu liefern

Manchmal werden Träume wahr. Wie oft denkt man, denke ich, an die Versuchstiere in den Labors, wie hoffnungslos ihr Schicksal, wie unerreichbar ihre Freiheit. Am 28. April 2003 holten wir 16 Ratten aus den Versuchslabors des Krebsforschungszentrums in der Borschkegasse in Wien. Die 16 Nager waren zum Glück gleich am Anfang der Aktion abgehauen, zu dritt blieben wir Menschen zurück, blockierten den Eingang zum Labor von innen und wurden dann festgenommen und eingesperrt. Immerhin konnten wir alle Prozesse letztlich gewinnen, bis die Sache als Aktion einer kriminellen Organisation im Rahmen der Tierschutzcausa wieder aufgerollt wurde.

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„Dem Braunbären auf der Spur“ – ein Buch von Michaela Skuban

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Von Bären sieht man meistens nur das Hinterteil, wenn sie reißaus nehmen

Nachdem 1932 in der Slowakei nur noch 20-30 Bären den Ausrottungsversuchen der Jägerschaft widerstanden hatten, mit wenig Aussicht auf einen längerfristigen Erfolg, wurde am 1. September 1932 ein totales Abschussverbot erlassen. Seit 1968 werden wieder einzelne Bären zum Abschuss freigegeben. Im Jahr 2009 geben Forstbehörde und Jägerschaft eine Population von 1940 Individuen an, von denen 26 erschossen wurden. Diese Bären zu erforschen ist das Ziel der Wissenschaftlerin Michaela Skuban, die mit ihrem Buch „Dem Braunbären auf der Spur“ aus dem Jahr 2011 im Leopold Stocker Verlag einen umfassenden Bericht vorlegt. Allerdings hält sie die Zahl von 1940 Bären für weit übertrieben, kommen die Bären in der Slowakei doch nur in der Tatraregion vor, einem vielleicht 200 x 120 km großen Areal.

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Steinböcke auf der Hohen Wand: Umsiedlung oder Abschuss?

P1050908Am 18. April 2013 trafen sich die Bezirkshauptleute, die nö Umweltanwaltschaft, die GrundbesitzerInnen und die JägerInnen in Zweiersdorf an der Hohen Wand, um über das Schicksal der dortigen Steinböcke zu entscheiden. Diese waren vor mehr als 10 Jahren aus einem Gehege entkommen und sollten nun getötet werden. Die Vorgeschichte habe ich bereits skizziert, siehe
https://martinballuch.com/?p=1495
https://martinballuch.com/?p=1331

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