„Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka“

Als der jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer diese Worte schrieb, war er dem Holokaust entkommen, hatte aber die tödliche Verfolgung am eigenen Leib verspürt, das Haus seiner Familie war angezündet worden. Charles Patterson skizziert in seinem gleichnamigen Buch die Entwicklung der industrialisierten Tötung von Tieren. Gary Yourofsky, amerikanisch-jüdischer Tierbefreiungsaktivist, streitet im israelischen Fernsehen mit ReporterInnen über die Berechtigung des Vergleichs zwischen der Fleischindustrie und dem Holokaust (http://www.youtube.com/watch?v=6S_8ARYTnE0). Alex Hershaft, polnischer Jude, der den Zügen aus dem Warschauer Getto nach Treblinka durch Flucht entkommen konnte, dessen Vater aber dabei umkam und der letztlich zusammen mit seiner Mutter von den Alliierten befreit wurde, in die USA auswanderte und dort das Farm Animal Rights Movement gründete, zieht diesen Vergleich ebenfalls. Jill Phipps starb bei einer Tiertransportblockade vor dem Flughafen Coventry in England quasi mit einer Tafel „Auschwitz“ in der Hand, die sie oft verwendet hatte, bevor sie der LKW überrollte.

Auf dem Weg aus der Taiga zurück nach Österreich kam ich heuer im Sommer erstmals in Treblinka in Polen vorbei und besuchte das Mahnmal. Es war ein zutiefst erschütterndes Erlebnis. Zwar hatten die Nazis im Herbst 1943 das Lager aufgelöst und dem Erdboden gleichgemacht, um ihre Spuren zu verwischen, doch es gab einige Überlebende, deren Informationen eine Rekonstruktion des Orts in Form einer Erinnerungsstätte ermöglichten. Ich habe nun 3 Bücher von Überlebenden dieses Vernichtungslagers (Richard Glazar, Chil Rajchman, Samuel Willenberg) sowie den Klassiker von Gitta Sereny über das Interview mit dessen Lagerkommandanten Franz Stangl gelesen. Die Eindrücke sind überwältigend. Das Entsetzen verschlägt einem die Sprache. Mindestens 900.000 Menschen sind dort vergast und verbrannt worden, der Bahnhofsvorstand von Treblinka, der über die Zahlen auf den ankommenden Zügen Buch führte, spricht sogar von 1,2 Millionen. Sie kamen an, wurden mit Peitschen aus den Zügen getrieben, mussten sich nackt ausziehen, dann wurden die Haare geschnitten um sie industriell zu verwerten, sie wurden ihrer Wertsachen beraubt und innerhalb von 1 bis maximal 2 Stunden waren alle tot. Eine reine, industrialisierte Tötungsmaschinerie. Für Menschen.

Szenenwechsel. Ich stehe vor dem Grazer Schlachthof in einer Demo, es rauschen mit Schweinen voll beladene Lastwägen vorbei. Flüchtig kann man den Tieren in die Augen sehen, die da in ihren Tod gehen. Die Lastwagenfahrer zeigen uns den Stinkefinger; die PassantInnen eilen den Gehsteig entlang, ohne aufzublicken, als würde sie das alles nichts angehen. Sind diese Schweine nicht auch Lebewesen, wie wir Menschen? Ist ihr industrialisierter Massenmord nicht ebenfalls schrecklich, wie der von Menschen in Treblinka? Wenn Treblinka entsetzt, aber der Grazer Schlachthof die Leute kalt lässt, ist es dann nicht nachvollziehbar, dass diejenigen, die auf Seite der Tiere stehen, „Treblinka!“ rufen? „He, aufwachen, was hier passiert ist ein neues Treblinka!“.

Diese Assoziation hatte sogar der Lagerkommandant von Treblinka, Franz Stangl. Im Gespräch mit Gitta Sereny („Am Abgrund: Gespräche mit dem Henker“, Ausgabe München 1995, Serie Piper, Seite 236) sagt er wörtlich: Jahre später, auf einer Reise in Brasilien hielt mein Zug in der Nähe eines Schlachthofs an. Die Viecher trotteten an den Zaun heran und starrten auf den Zug. Sie waren ganz nahe vor meinem Abteilfenster, dicht gedrängt, und sie starrten mich durch den Zaun an. Da dachte ich: Schau dir das an; das erinnert dich an Polen; genauso vertrauensvoll haben die Leute dort geschaut – gerade bevor sie in die Konservenbüchsen gingen. Nachher konnte ich nie mehr Büchsenfleisch essen. Diese großen runden Augen … die mich treuherzig anstarrten … ohne zu ahnen, dass sie nur Augenblicke später alle tot sein würden. Sereny kommentiert: Er brach ab. Sein Gesicht war blass und erschöpft. In diesem Augenblick sah er alt, verbraucht – und wahrhaftig aus. Stangls Frau bestätigte der Autorin später (Seite 406), dass er tatsächlich danach kein Fleisch mehr essen konnte.

Ist der Vergleich nun zynisch oder konstruktiv, verständlich oder eine bodenlose Frechheit, politisch erforderlich oder eine an Antisemitismus grenzende Relativierung? Historisch singulär oder nicht: wenn mein Bruder ermordet wird und mir jemand in meiner Trauer erklärt, ich hätte doch auch einmal Fleisch gegessen und dadurch den Tod zahlreicher Tiere verschuldet und überhaupt sei Mord in der Fleischindustrie alltäglich, was reg ich mich auf, dann hätte ich trotz meiner tierrechtlerischen Einstellung kein Verständnis. So aufzutreten ist sehr unsensibel und respektlos. Und der Vergleich wird in neonazistischen Kreisen manchmal instrumentalisiert.

Ich für meinen Teil komme deshalb ohne diesen Vergleich aus, allerdings verurteile ich andere dafür nicht. Der VGT hat im Jahr 2002 entschieden, ihn grundsätzlich nicht zu verwenden. Insbesondere in der Tätergesellschaft darf mehr politische Sensibilität erwartet werden, auch wenn der massenhafte, industrialisierte Mord an Tieren nach harten Worten der Verurteilung schreit. Als die Diskussion darüber Ende der 1990er Jahre virulent wurde, habe ich dazu eine Stellungnahme verfasst, die ich heute noch unterschreiben würde: https://martinballuch.com/ueber-den-sogenannten-kz-vergleich/

Doch andere Menschen, die diesen Vergleich dennoch anbringen, auszugrenzen und als antisemitisch und rechtsradikal zu beschimpfen, ist mindestens ebenso unsensibel und respektlos. Und es ist gegen Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Wenn uns letztere so wenig wert ist, dass wir sie derartig rasch verwerfen, dann haben wir gerade als Tierrechtsbewegung, die ständig darauf angewiesen ist, anderen unangenehme Wahrheiten entgegenhalten zu können, keine Chance.

35 thoughts on “„Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka“

  1. Hugo says:

    Ein kleiner Test für alle.
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    1) Schließt die Augen und visualisiert Wörter wie Fabrik. Was seht und hört ihr?
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    2) Schaut euch ein paar Videos an bzgl. wie Nutztiere in Österreich leben. Schließt danach die Augen und überlegt euch was für Wörter euch einfallen.
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    3) Passen 1 + 2 zusammen?

  2. Petra says:

    Leider funktioniert der Link zu Martin Balluch‘s alter Stellungnahme zum Holocaust Vergleich nicht. Ich würde die Stellungnahme sehr gerne lesen.
    Viele Grüße Petra

  3. Martin Balluch says:

    Habe den Link durch einen gültigen ersetzt. Danke für den Hinweis.

  4. Hugo says:

    @Veronika
    Danke für die lange Erklärung. Ich verstehe tatsächlich wie ich will, mir ist aber auch trotz der Missverständnisse klar, dass keiner von uns schlechte Absichten hat (absichtlich falsch versteht oder argumentiert). In diesem Fall denke ich, dass sie den Kontext von Martin’s Posts falsch verstanden haben, aber vielleicht habe ich sie selber falsch verstanden. Sie schreiben:
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    „Es geht nicht um das was bestimmte Personen die ernsthafte Tierschützer sind gesagt oder geschrieben haben. Worum es geht ist – zumindest verstehe ich das so – dass manche Tierrechtler (da ich diese Leute eigentlich alle nicht kenne und ich mir nur jetzt schnell einige Sachen aus dem Internet geklaubt habe kann ich gar nicht viel zu diesen Personen sagen) sich auf Leute einlassen, die keine Tierschützer sind, sondern den Tierschutz nur vorschieben um salonfähig zu werden…“
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    Hier liegt unser Missverständnis. Es geht hier explizit um die Ausgrenzung and Verleumdung von TR Gruppen die Martin erwähnt hat: Kaplan (KZ Vergleich), UL (undemokratische Nicht-Atheisten Organisation), PETA (Sexism Sells), etc und NICHT um Rechts-Radikale Gruppen die so tun als ob sie Tierrechtler seien. Lesen sie doch bitte die 3 Posting von Martin zu diesem Thema und sie werden sehen, dass sich 99% auf diesen einen Punkt beziehen – so wie ich mich auch nur auf diesen einen Punkt beziehe.
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    Aussenstehende, die unser Diskussion lesen, können so wie ich selber das Gefühl bekommen sie meinen Kaplan, UL, PETA und das wäre sehr schade! Dann würde man nämlich große Tierrechtler wie Kaplan/UL/PETA/VGT auf die gleiche Ebene stellen wie rechts-extreme Nazis und das gilt es zu vermeiden weil genau das Gegenteil der Fall ist.
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    Ihr Vorschlag ist sich bei dem Tierrechtskongress von jedem fern zu halten, der zB von Nazi-Gruppen zitiert oder angesprochen wurde? Mein Vorschlag und der von Martin ist es, die Nazi-Gruppen aber nicht den Tierrechtlern selbst auszugrenzen. Schon gar nicht sollte man, wie Martin schreibt, diese Tierrechtler verleumden. Hier geht es einzig um die unnötige Ausgrenzung und Verleumdung von echten Tierrechtlern (also die, die mehr als sie oder ich oder die Verleumder für Tiere erreicht haben).
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    Wir wollen doch nicht ernsthaft diskutieren, dass echte Nazis „schlecht“ sind um man sich von denen ausgrenzen sollte? Keiner hier ist so paranoid, dass man sich überlegt, wie man verhindern kann, dass sich Nazi’s einschleichen und so tun als ob sie Tierrechtler sind – das geht per Definition langfristig nicht. Es gibt echte Probleme was die Ausgrenzung von guten Tierrechtlern betrifft – wir werden das nicht mit theoretischen Probleme wie „getarnten“ Nazis , die es gar nicht gibt, verwässern und dabei die echten Tierrechtler, die unnötig attackiert werden, im Stich lassen (zB BAT)?

  5. Veronika says:

    @Hugo Sie verstehen anscheinend alles so wie sie es gerne verstehen wollen. Da wird eine Diskussion mühsam und in Hinkunft werde ich mir diese Mühe ersparen.

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    Erstens: Was ich hier schreibe ist ein Kommentar zu dem was ich im Internet gelesen habe – und was hier diskutiert wird. Irgendwie habe ich das Gefühl, manche Leute haben geistige Scheuklappen und deshalb verstehen sie nicht was andere meinen. Damit meine ich nicht nur sie. Das stört mich, aber an sich kann es mir egal sein. Ich versuche lediglich zu erklären weshalb meiner Meinung nach manche Leute und Organisationen ins rechte Eck gedrängt werden. Wenn die das nicht stört, kanns mir auch egal sein. Außer dass ich hier Beiträge lese und auch kommentiere, habe ich nichts mit Tierschützern und Tierrechlern zu tun. Jeder muss selbst wissen was er tut.

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    Zweitens: Es geht nicht um das was bestimmte Personen die ernsthafte Tierschützer sind gesagt oder geschrieben haben. Worum es geht ist – zumindest verstehe ich das so – dass manche Tierrechtler (da ich diese Leute eigentlich alle nicht kenne und ich mir nur jetzt schnell einige Sachen aus dem Internet geklaubt habe kann ich gar nicht viel zu diesen Personen sagen) sich auf Leute einlassen, die keine Tierschützer sind, sondern den Tierschutz nur vorschieben um salonfähig zu werden. Diese Menschen – also die „Nicht-Tierschützer“ sind gemeint – wenn ich schreibe: “Es geht aber um Menschen die schon zu Rassismus aufrufen und sich gegen Menschenrechte einsetzen. ”

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    Wenn ein ernsthafter Tierschützer, oder wenn sie wollen Tierrechtler (es ist für mich auch mühsam das immer extra zu benennen, damit niemand beleidigt ist) sich mit Menschen die Rassisten sind auf eine Ebene stellen, helfen sie diesen Rassisten, ebenfalls als „ernsthafte Tierrechtler“ anerkannt zu werden. Man kann mit jedem reden, weil man nur dadurch auch überzeugen kann. Es ist aber ein Unterschied ob man ein privates Gespräch mit jemandem führt, oder ob man sich öffentlich interviewen lässt und man vielleicht diese Nicht-Tierschützer dort verbal unterstützt, wo diese das für sich ausnützen.

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    Drittens: Wenn ein Jude einen KZ-Vergleich anstellt, ist das anders als wenn ein Nazi das tut. Der Jude (der das selbst erlebt hat) tut es, weil er Mitleid mit den Tieren hat. Im Prinzip stellt er einen Vergleich zwischen sich und dem Tier her. Für ihn ist das Tier genauso wichtig, leidensfähig und zu respektieren wie ein Mensch. Macht dasselbe ein Nazi, tut er das ja nicht aus Mitleid. Er tut das, weil er Juden als minderwertig empfindet – auf der Stufe eines Tieres stehend das für ihn auch unter dem Menschen steht – oder sogar noch darunter. Singer wertet das Tier auf, der Nazi wertet den Menschen ab. Die KZs im 3. Reich werden von Singer als Verbrechen empfunden, der Nazi aber möchte sich von diesem Vorwurf ein vERbrechen für gut zu halten reinwaschen. Deshalb kommt es immer darauf an wer etwas sagt und in welchem Zusammenhang er es tut. Wenn der Herr Singer diesen Vergleich in einem neutralen Umfeld zieht, ist das auch anders als würde er ihn in einem Nazi-Blatt herstellen.

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    Ich habe die Kritik am VGT und an manchen Tierrechtlern zumindest so verstanden, dass davor gewarnt wird, sich zu sehr auf Leute einzulassen, die sich als Tierrechtler tarnen, weil sie auf diese Weise Einfluss auf die Gesellschaft nehmen können. Die betroffenen Personen (also die Tierschützer) fühlen sich durch diese Kritik – meiner Meinung nach – zuunrecht angegriffen.

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    Deutlicher kann ich mich nicht ausdrücken. Wenn sie das wieder nicht verstanden haben gehe ich davon aus, dass sie mich entweder nicht verstehen wollen, oder unfähig sind mich zu verstehen. So oder so – mir ist das zu mühsam.

  6. Hugo says:

    @Hund
    Nur Menschen, die sich nicht gegen unnötiges Töten von Mensch und Tier, in der Gegenwart und nicht Vergangenheit, einsetzen, tendieren dazu Mord (auch Massenmord) zu verharmlosen? Realität heute, keine 30 Minuten weit weg von ihnen: http://www.meat.org
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    Wenn gewaltfreies Leben als dekadent, unmenschlich, oder sogar illegal, angesehen wird, wissen wir mit wem wir reden.
    Die meisten Tierschützer, die ich kenne, hätten den Mut gehabt zur Resistance anzugehören in WWII. Mir ist nur all zu klar auf welcher Seite die heutige „ich-töte-zum-spass-oder-profit“ Industrien und „Konsumenten Bürger“ wären.
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    Tierrechtler, für mich, sind nicht Menschen, die „Tiere mehr mögen als Menschen“, sondern Menschen, die „tatsächlich was von WWII gelernt haben und es in der Praxis, nicht nur Theorie, gewaltfrei leben.“ Echte Menschenrechtler wie Schweizer, Singer, Tolstoy, Einstein, Coetzee setzen sich auch für Tierrechte ein, die zwei gehören zusammen wie Gandhi uns erklärt hat. Wenn sich Moral nur auf „deine Freunde oder deinesgleichen“ bezieht ist es nicht Moral. Wenn man behauptet, dass Massenmord in der Vergangenheit schlecht war und wir Massenmord deswegen auch in der Gegenwart aufhalten sollte, dann… was dann?

  7. Hugo says:

    @Veronika
    Sie schreiben:
    „Es geht aber um Menschen die schon zu Rassismus aufrufen und sich gegen Menschenrechte einsetzen. “
    Da nur Singer, J. M. Coetzee, Kaplan und PETA hier diskutiert werden, können sie nur diese Personen oder Organisation meinen? Wenn dem der Fall ist, finde ich Verleumdung, die aus potentieller Taktlosigkeit Rassismus macht, schlimmer als die Taktlosigkeit selbst. Also welchen Tierrechtler haben sie gemeint mit „Es geht aber um Menschen die schon zu Rassismus aufrufen und sich gegen Menschenrechte einsetzen?“
    PS: Obwohl für mich alle Tiere und Menschen, die unnötig getötet werden, als (ge)Opfer gelten – würde ich diesen Vergleich selbst nur sehr vorsichtig verwenden. Das bedeutet nicht, dass man Singer, Kaplan oder PETA aus einem Tierrechtskongress ausschliessen sollte oder sie als Rassisten darstellen sollte?

  8. Veronika says:

    Ich denke niemand verharmlost hier Massenmord. Es geht darum wie man in unserer Gesellschaft mit lebenden, leidenden Wesen umgeht. Ein normaler Mensch hat mit jedem leidenden Wesen Mitleid – egal ob mit einem Menschen, oder einem Tier. Wer dabei Unterschiede macht, ist meiner meiner Meinung nach ein Heuchler und tut nur so, als habe er Mitleid mit Menschen. Gerade die angeblich besonders moralischen Menschen, die Tiere nicht lieben können, zeigen ihr wahres Gesicht ja dann auch oft, wenn es um Menschen geht, die angeblich bestraft werden müssen. Da ist es dann auch meistens gleich mit dem Mitleid vorbei. Ich bin sicher da könnte man viele Beispiele dafür finden. Mitleid ist nicht teilbar.

  9. Hund says:

    Es ist skandalös, wie hier Massenmord verharmlost wird. Das zeigt nur, wie dekadent und unmenschlich scheinbar moralisch gesinnte Tierschützer sind.

    Eigentlich sollte man die StAA einschalten.

  10. Tina says:

    Hallo Martin,

    danke für deine Antwort. Hier liegt ein Missverständnis vor. Ich bin gegen die Nennung von Namen im Internet wenn die Personen dem nicht zugestimmt haben, egal WER den Namen nennt. Würde ich einen Blog von o.g. Personen lesen und die würden irgendwelche Namen nennen, würde ich denen dasselbe Feedback geben wie dir. Wobei ich finde dass du vielleicht schon unter den Begriff einer „Person von öffentlichem Interesse“ fällst falls es sowas gibt, immerhin kennen dich vermutlich die meisten ÖsterreicherInnen 😉 Wenn das für die beiden genannten Personen auch zutrifft, ok, ich kannte sie jedenfalls nicht. Jemanden zu beschimpfen ist natürlich nie ok, da stimme ich dir zu, ebenso wie Personen einfach mal „rechte Tendenzen“ zu unterstellen. (Wobei es unbestritten zu viele solcher Tendenzen in Österreich gibt)

    Wie auch immer, ich kann nur DIR Feedback geben, dass es für mich als Nicht-Eingeweihte (und solche lesen nun mal auch diesen Blog) keinen guten Eindruck macht, wenn Personen namentlich genannt werden und dass ich das als falsch empfinde. Was du mit dieser Rückmeldung anfängst ist alleine deine Sache 🙂

  11. Veronika says:

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Anscheinend haben sie gar nicht verstanden was ich gemeint habe. Zumindest schließe ich das aus ihrer absolut unpassenden,m 3 fach geposteten Antwort.

    Weder veranstalte ich Kongresse, noch nehme ich an solchen teil. Daher lade ich weder jemanden ein, noch aus. Mir persönlich ist es auch egal wer wen ausgrenzt, oder nicht, weil ich davon nicht betroffen bin. Ich sage nur was ich zu erkennen glaube – und sie können mir glauben – ich irre mich selten.

    Gerade gab es eine riesen Randale in Deutschland. Rechtsextremisten und Hooligans demonstrierten gegen den IS. Haben sie sicher davon gehört.

    Es ist richtig gegen den IS zu demonstrieren und es wäre auch richtig gegen den IS etwas zu unternehmen. Aber glauben sie ernsthaft, diese Leute wären eine Alternative? Wenn jetzt beispielsweise solche Leute sich als Tierschützer hervor tun – wären die eine Alternative zu denen die jetzt Tiere auf grausame Art und Weise halten? Oder wäre das nicht eher, den Teufel mit Beelzebub austreiben?

    Wenn ein Herr Singer etwas sagt, ist das anders als wenn ein Neonazi es sagt.

    So nebenbei bemerkt ist der Begriff des Holocaust, wenn man ihn wie sie das tun, als Tieropfer definiert, eigentlich eine Verharmlosung in Bezug auf die derzeitig übliche Tierhaltung. Er ist auch so definiert eine Verharmlosung in Bezug auf die Shoa. Man hat weder damals Menschen geopfert, noch opfert man heute Tiere.

    Man hat versucht ein Volk auszurotten.

    Was man den Tieren antut ist etwas anderes, denn man will sie ja nicht ausrotten, sondern ausnützen. Wir Menschen haben uns zu Parasiten entwickelt, das ist eine unleugbare Tatsache. Wir sind Parasiten und wir verhalten uns auch so. Menschen die Tiere, oder Menschen opfern, weil sie an religiösem Wahn leiden (oder an Dummheit), glauben ja sie würden damit etwas Gutes tun. In unserer Gesellschaft wird nur die Gier befriedigt. Niemand will damit Gutes tun.

  12. Hugo says:

    Hallo Veronika,
    Die Juden sagen zu dem was im WWII passiert ist Shoa. Niemand behauptet, es handle sich hierbei um technisch definierten Genocide, und es behauptet auch niemand, dass WWII noch nicht zu Ende ist.
    .
    Was behauptet wird ist, dass die Tiere unnötig geopfert werden (sprichwörtlich holocaust) und ihn Lagern leben (sprichwörtlich KZ auf Englisch) und über Transporte sterben müssen. Was ich meine ist also folgendes: http://en.wikipedia.org/wiki/Holocaust_(sacrifice)
    “A holocaust is a religious animal sacrifice that is completely consumed by fire.. and smoke.”
    Nochmals, das Wort holocaust hat sich seit tausenden von Jahren auf Tiere bezogen!
    .
    Tierfabriken auf Englisch http://en.wikipedia.org/wiki/Concentrated_Animal_Feeding_Operation
    .
    Es war der Jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der diesen Vergleich als erster gemacht hat, und wenn dann wird auch er normalerweise zitiert. Würden sie Isaac Bashevis Singer ausladen?

  13. Hugo says:

    Die Juden sagen zu dem was im WWII passiert ist Shoa. Niemand behauptet, es handle sich hierbei um technisch definierten Genocide, und es behauptet auch niemand, dass WWII noch nicht zu Ende ist.
    .
    Was behauptet wird ist, dass die Tiere unnötig geopfert werden (sprichwörtlich holocaust) und ihn Lagern leben (sprichwörtlich KZ auf Englisch) und über Transporte sterben müssen. Was ich meine ist also folgendes: http://en.wikipedia.org/wiki/Holocaust_(sacrifice)
    “A holocaust is a religious animal sacrifice that is completely consumed by fire.. and smoke.”
    Nochmals, das Wort holocaust hat sich seit tausenden von Jahren auf Tiere bezogen!
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    Tierfabriken auf Englisch http://en.wikipedia.org/wiki/Concentrated_Animal_Feeding_Operation
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    @Veronika

    Es war der Jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der diesen Vergleich als erster gemacht hat, und wenn dann wird auch er normalerweise zitiert. Würden sie Isaac Bashevis Singer ausladen?
    .
    Bitte zeigen sie mir wo Isaac Bashevis Singer oder Kaplan zu Rassismus aufgerufen und sich gegen Menschenrechte eingesetzt haben! Oder entschuldigen sie sich an dieser Stelle bei diesen Tierrechtsaktivisten, da es sich sonst um die Art von Verleumdung handelt, von der Martin hier schreibt.

  14. Hugo says:

    Die Juden sagen zu dem was im WWII passiert ist Shoa. Niemand behauptet, es handle sich hierbei um technisch definierten Genocide, und es behauptet auch niemand, dass WWII noch nicht zu Ende ist.
    .
    Was behauptet wird ist, dass die Tiere unnötig geopfert werden (sprichwörtlich holocaust) und ihn Lagern leben (sprichwörtlich KZ auf Englisch) und über Transporte sterben müssen. Was ich meine ist also folgendes: http://en.wikipedia.org/wiki/Holocaust_(sacrifice)
    „A holocaust is a religious animal sacrifice that is completely consumed by fire.. and smoke.“
    Nochmals, das Wort holocaust hat sich seit tausenden von Jahren auf Tiere bezogen!
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    Tierfabriken auf Englisch http://en.wikipedia.org/wiki/Concentrated_Animal_Feeding_Operation
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    Es war der Jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der diesen Vergleich als erster gemacht hat, und wenn dann wird auch er normalerweise zitiert. Würden sie Isaac Bashevis Singer ausladen?
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    Bitte zeigen sie mir wo Isaac Bashevis Singer oder Kaplan zu Rassismus aufgerufen und sich gegen Menschenrechte eingesetzt haben! Oder entschuldigen sie sich an dieser Stelle bei diesen Tierrechtsaktivisten, da es sich sonst um die Art von Verleumdung handelt, von der Martin hier schreibt.

  15. Veronika says:

    @Hugo Die Juden sagen nicht Holocaust sondern Shoa.

    Bei wikipedia steht folgende Erklärung:

    „Während der Judenvernichtung bezeichneten jüdische Zeitzeugen diese mit dem hebräischen Substantiv ‏שׁוֹאָה‎ Shoa („Sho’ah“, „Schoa(h)“). Dieses bezeichnet in der Bibel (Jes 10,3 EU) eine von Gott gesandte ausländische Bedrohung des Volkes Israel, übersetzt als ‚Unheil‘ oder ‚Heimsuchung‘. Davon ausgehend bezeichnet es allgemein für ganze Völker existenzbedrohende Geschichts- oder Naturereignisse, übersetzt etwa als ‚große Katastrophe‘, ‚Untergang‘ oder ‚Zerstörung‘“

    So gesehen ist etwas anderes gemeint als „Tieropfer“. KZ alleine dastehend, bedeutet nicht unbedingt Vernichtung eines Volkes. Ich denke wenn von „Konzentrationslager“ gesprochen wird ist das allegemeiner zu sehen. Tierfabriken sind Vernichtungslager für Tiere. Da kann man sicher von einem Tier-KZ sprechen.

    Was ich sagen will ist, dass man dann ausgrenzen sollte und müsste, wenn es jemandem nicht um die Tiere geht, nicht um Tierschutz, sondern sondern der Tierschutz nur vorgeschoben wird. Das sind ja dann keine Tierschützer. Das sind Menschen die nach Anerkennung streben und eine Diktatur errichten wollen. Wenn man auf solche Leute eingeht, sie auf diese Weise „salonfähig“ macht, wird man zu deren Steigbügelhalter. Was man für Leute in der Familie hatte ist eine andere Sache. Das kann man nicht ändern. Man muss aber nicht selbst so sein.

    Du schreibst: „Solange man sich für Tierrechte einsetzt und nicht gegen Menschenrechte aufruft und handelt (kein Rassismus, Sexismus, Anti- Säkularismus, etc.) sollte man den Tieren und seinen eigenen Nerven zuliebe nicht nur nicht-ausgrenzen, sondern zusammenhalten.“

    Das stimmt, das ist richtig. Es geht aber – so wie ich das verstanden habe – um Menschen die schon zu Rassismus aufrufen und sich gegen Menschenrechte einsetzen. Ob die dann wirklich so tierliebend sind wenn es darauf ankommt, wenn sie das Sagen haben, wage ich zu bezweifeln.

  16. Martin C. says:

    Die Vielfalt des Themenangebots bei diesem Tierrechtskongress war schon erstaunlich, es blieb oft nur die Qual der Wahl. Von den Ausgrenzungsversuchen gegenüber bestimmten Personen war vordergründig am Kongress nichts zu merken. Da ich jedoch bis vor kurzem noch zu den Empfängern des Newsletters der BAT gehörte, war mir die Angelegenheit dann doch nicht neu. Offensichtlich gibt es leider genügend ideologisch verwirrte Leute, deren Kampf in erster Linie den vermeintlich ideologischen Gegnern gilt und nicht dem Einsatz für Tierrechte über sämtliche weltanschauliche Unterschiede hinweg – d.h. aber nicht, dass es nicht auch hier Grenzen geben sollte, die sah ich bei diesem Kongress jedoch bei weitem nicht erreicht.

  17. Hugo says:

    Wenn sich zwei Dinge zu ähnlich sind, dann sieht das tierische Hirn die Unterschiede.
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    Solange man sich für Tierrechte einsetzt und nicht gegen Menschenrechte aufruft und handelt (kein Rassismus, Sexismus, Anti- Säkularismus, etc.) sollte man den Tieren und seinen eigenen Nerven zuliebe nicht nur nicht-ausgrenzen, sondern zusammenhalten.
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    Die breite Masse der Gesellschaft die wir überzeugen wollen, glaubt, dass der Sohn Gottes auf Wasser ging, es Engeln gibt, Horoskope echter als Wissenschaft sind… viele sind nationalistisch und rassistisch, zumindest hat fasst jede Familie sowas in ihrer Geschichte.
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    PETA, UL, 4 Pfoten, Kaplan, Werauchimmer.com sind alle gut! Danke Martin, dass du dich gegen unnötiger(!) Ausgrenzung so deutlich aussprichst.
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    PS: Das Wort Holocaust hat natürlich schon vor WWII existiert. Es bedeutet sprichwörtlich „Tieropfer“. Auf Englisch heisst Tierfabrik übrigens „concentrated livestock operation“, also sprichwörtlich KZ.
    Ich bin gegen Menschen und Tieropfer und das so zu sagen macht niemanden Anti-Semitisch sondern Anti-Holocaust. Ich persönlich verwende dies nicht als Argument, aber würde niemanden ausgrenzen, der dies einmal geäussert hat. Wir wollten nicht Windmühlen sondern reale Tierfabriken (Konzentrierte Tier Operationen) überwinden?

  18. Veronika says:

    @Balluch

    Ich habe mir jetzt im Internet die Argumente mancher Tierrechtsgruppen angesehen. Indymedia funktioniert leider nicht. Ob nur auf meinem PC, oder überhaupt nicht, weiß ich nicht, aber andere Seiten habe ich gefunden.

    Diese Kritik kann ich schon nachvollziehen. Vielleicht ist nur die Art und Weise wie sie zu den Kritisierten kommt, etwas missverständlich gemacht.

    Anscheinend passierthier daselbe was auch in der Esoterikszene und bei den neuen Naturreligionen passiert ist. Rechtsextreme Gruppen haben verusucht diese Szene zu unterwandern. Im Internet habe ich einige Seiten gefunden, auf denen man sich deutlich abgegrenzt hat um sich gegen eine Vereinnahmung zu wehren. Nebenbei gesagt, bin ich auch in dieser Hinsicht nicht organisiert, ich bin in jeder Hinsicht nur ich selbst, weil ich immer und zu allem eine eigene Meinung habe. Ich sehe mich weder als esoterisch, noch als „Hexe“, aber mich interessiert was diese Leute denken. 🙂

    Hier z.B. wird sehr gut erklärt worum es einigen Tierschutzgruppen, oder Tierrechtsgruppen geht. https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/tierrechts-news/conversations/messages/11472 Ich glaube wenn man das liest, Titel: Der braune Rand der Tierrechtsbewegung, wird schon klar worum es den Leuten wirklich geht. Wenn man Rechtsextremen die Möglichkeit gibt eine scheinbare Beziehung herzustellen, legitimiert man sie indirekt. Jemand der nicht weiß wer welche Meinung vertritt (wie ich bisher) wird denken, die rechtsextreme Gruppe sei genauso unpolitisch wie die anderen Tierrechtsgruppen. Aber das sind sie nicht. Auf diese Weise rekrutieren sie neue Anhänger. Vor allem unter jungen Menschen die noch unkritisch sind.

    Dasselbe gilt für Sekten die nicht demokratisch sind, sondern die Tierschutzarbeit nur für ihre Zwecke benützen um sich beliebt zu machen.

    Ich halte es für eine legitime Kritik, wenn jemand der diese Möglichkeit (dass es solchen Leuten nicht um Tierschutz geht, sondern dieser nur vorgeschoben wird) außer Acht lässt und Leuten ein Forum bietet, denen es nur darum geht, sich mehr oder weniger „als Tierrechtler zu verkleiden“. Ich weiß nicht wie ich das ausdrücken soll, aber ich hoffe es ist halbwegs verständlich.

    Kaplan wird nicht wegen seiner Tierrechtsarbeit kritisiert, sondern wegen seiner Naivität rechten Gruppierungen gegenüber.

    Als Außenstehende sehe ich das so, nach der Lektüre einiger Internetseiten. Vielleicht wäre es gut das einmal auszudiskutieren, auch indem klargestellt wird welche Gruppe, oder Sekte was genau in Wahrheit glaubt, oder anstrebt. Das betrifft oft nicht die „kleinen Gläubigen“, sondern die Organisation als Ganzes. Menschen lassen sich gerne manipulieren. Viele werden selbst nicht merken welches Gedankengut durch sie verbreitet wird. Die können das sehr ernst meinen, während die Leute die dahinter stehen ganz anders denken und sie nur instrumentalisieren.

  19. Martin Balluch says:

    @Tina:
    Zunächst sagst Du, Du kennst Dich in diesem Fall nicht aus, beziehst aber dann klar Position.

    Wenn Mackinger und Haschka andere namentlich erwähnen, dann ist das kein Problem?

    Sie haben ihren Text auf Indymedia gestellt und dort werde ich namentlich erwähnt und beschimpft. Das ist auch kein Problem? Und sag mir nicht, da können die ja nichts dafür. Schreibst Du auch Indymedia, dass Dir das nicht passt?

    Mackinger ist doch kein Unbekannter. Er hat z.B. unter seinem Namen ein Buch über den Tierschutzprozess herausgegeben, in dem ich auch vorsätzlich negativ erwähnt werde. Er hält Vorträge unter seinem Namen, in denen er mich ins rechte Eck stellt. Er spricht auch unter seinem Namen auf unserem Kongress. Und dass er Chef der BAT ist, ist seit dem Tierschutzprozess wohl der gesamten Welt bekannt.

    Für Haschka gilt das analog.

  20. Martin Balluch says:

    Das Ganze wiederholt sich jetzt schon seit über 10 Jahren. Wir organisieren einen offenen Kongress, Mackinger und seine KameradInnen kommen zu Besuch, halten auch selbst Vorträge, und danach ziehen sie über uns in ihren linken Netzwerken und in der deutschen Tierrechtsszene her und lassen kein einziges gutes Haar an der Veranstaltung. Und beim nächsten Kongress dürfen sie wieder reden und das Spiel beginnt von vorne.

    Das Problem an dem aktuellen Text von Mackinger und Haschka, den sie auch auf Indymedia gestellt und überall verbreitet haben, ist folgendes:

    Der Text erwähnt Helmut Kaplan mit Namen und enthält die Metabotschaft, Kaplan sei eine rechtsradikale Gefahr für die Gesellschaft, indem alle seine positiven Wirkungen, seine Rolle, seine Bücher, seine Meinungen und seine Reaktion auf solche Vorwürfe unerwähnt bleiben. Der Text ist das Gegenteil von balanciert und ausgeglichen, er ist einseitig. Wer das unreflektiert liest, meint, Kaplan ist rechtsradikal. Und genau das hat unser Gast aus der Schweiz auch geglaubt. Die Propaganda hat funktioniert.
    DER TEXT IST ALSO POPULISTISCHE HETZE.

    Der Text enthält sogenannte Marker, also sublime Hinweise, an ein gewisses Klientel, dass der VGT ausgegrenzt gehört. Die Polizei hat in der Tierschutzcausa den VGT ständig als „Tierrechtsverein“ bezeichnet, unser Tierschutz im Unterricht seien Tierrechte im Unterricht usw. Der Sinn: RichterInnen sollen darauf hingewiesen werden, dass es hier nicht um den guten Tierschutz sondern böse Radikale geht. Bei Mackinger und Haschka umgekehrt. Sie fügen wie zufällig „Tierschutzverein“ zum Namen VGT hinzu. In Österreich kennt uns jedeR, da ist das egal. Aber das ist ein Marker für die deutsche Tierrechtsszene, die uns nicht kennt, und für die „Tierschutz“ ein Reizwort ist. Die Metabotschaft ist, der VGT gehört zum Feind. Und das, obwohl der VGT ständig Vegane Sommerfeste durchführt, Vegane Kochbücher verbreitet, Tierrechtsbücher schreibt, Tierrechtsvorträge hält, einen Tierrechtsprozess für den Schimpansen Hiasl durchführt usw., aber das wird vorsätzlich ausgeblendet.
    DER TEXT IST EIN VERSUCH, DEN VGT ZU DESAVOUIEREN.

    Der Text enthält kein einziges positives Wort über den Tierrechtskongress, im Gegenteil, Rechtsradikale dürfen dort reden, ein Tierschutzverein organisiert einen Tierrechtskongress. Das Lindenblatt, es handle sich nicht um einen Boykottaufruf, kann die erwünschte Metabotschaft nicht überdecken: der Tierrechtskongress gehört sabotiert und verhindert. Diese Botschaft ist auch angekommen, wie die Kommentare auf Indymedia beweisen.
    DER TEXT IST EIN VERSUCH, DIE TIERRECHTSKONGRESSE ZU BEHINDERN.

    Der Text enthält auch die klare Botschaft an linke Netzwerke und ihre Peripherie, dass der VGT bedenklich rechts ist und damit auch namentlich ich. Das ist eine der Haupttätigkeiten von Mackinger und Haschka in den letzten 10 Jahren gewesen, den VGT und mich politisch ins rechte Eck zu drängen. Und auch da kommt die Botschaft an. Dass ein Florian Klenk vom Falter alle journalistischen Hebel bewegt hat, um uns im Rahmen des Tierschutzprozesses ins Gefängnis zu bekommen, ist eine direkte Konsequenz davon. Und in den Kommentaren auf Indymedia zu diesem Text werde ich namentlich genannt und beschimpft. In diesem Sinn ist der Text ein Aufruf zum Pogrom.
    DER TEXT IST ALSO POPULISTISCHE HETZE.

    Der einzige politische Fehler, den wir bei diesem Tierrechtskongress begangen haben, ist, Mackinger und Haschka nicht von der Teilnahme auszuschließen. Ich hoffe sehr, dass wir das bis zum nächsten Kongress nicht wieder vergessen werden.

  21. Veronika says:

    Ich gehöre keiner „Szene“ an und keiner Sekte. Aktive Tierschützerin bin ich auch nicht. Deshalb habe ich auch keinen Einblick und ich kenne auch keine Tierschützer, Tierrechtler, usw. persönlich. Also kann ich auch schwer beurteilen, wer da wen warum ausgrenzt, oder auch nicht. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Zerstrittenheit den Feinden des Tierschutzes sehr angenehm ist. Je verfeindeter, desto besser. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass diese Zerstrittenheit von Staatswegen nach Kräften gefördert wird. Gerade weil das in Deutschland offenbar sehr viel stärker ist als in Österreich, deutet es genau in diese Richtung.

    Was nun den Vergleich Shoa mit Massentierhaltung betrifft, halte ich diesen für legitim. Aus mehreren Gründen.

    Erstens weil nachweislich Menschen, die Tiere brutal behandeln, dasselbe auch bei Menschen tun. Das ist nur eine Frage der Möglichkeit. Ein gutes Beispiel ist die IS. Da sah man im Fernsehen einen jungen Mann der Propaganda für den IS machte – in einem Schlachthaus. Zuerst lehrt man ihn Tiere töten – dann Menschen.

    Im Tierversuch erprobt man auch Foltermethoden. Die man später an Menschen praktiziert. Die Nazis, die Japaner, die Amerikaner – sie haben alle auch Menschenversuche gemacht.

    Bei Massentierhaltung ist das nicht anders. Es werden Menschen genauso ausgebeutet wie Tiere. Auch hier ist es nur eine Frage der Möglichkeit. Dabei geht es um Profit in erster Linie – und um Machtausübung in zweiter Linie.

    Ich glaube an Wiedergeburt (aber nicht an UL). An Halbgötter die auf Erden wandeln und nach ihrem Tod leibhaftig in den Himmel auffahren, glaube ich nicht. Das Denken der Antike ist mir leider fremd. Aus meinem persönlichen Glauben heraus, betrachte ich Tiere nicht nur als gleichwertig und ebenbürtig, sondern als tatsächlich gleich. Vorausgesetzt es gibt Wiedergeburt – das Gegenteil wurde noch nicht bewiesen – ist es logisch anzunehmen, dass man sowohl als Mensch, als auch als Tier geboren werden kann. Das glaubt UL übrigens nicht – was unlogisch ist. Rein biologisch unterscheiden wir uns nicht von Tieren und in geistiger Hinsicht auch nicht. Ich habe Menschen gesehen, die geistig den meisten gesunden Tieren unterlegen waren.

    Es gibt auch viele Juden die an Wiedergeburt glauben. Dieser Glaube ist vielleicht etwas komplizierter als unsere Vorstellung davon, aber sie glauben auch, dass Menschen als Tiere wiedergeboren werden können. Wenn man das glaubt, kann man keinen Unterschied zwischen dem machen was einem Menschen angetan wird und dem was einem Tier angetan wird. Das verlangt sogar nach gleicher Sichtweise. Entweder man hat Mitleid, oder man ist unfähig Mitleid zu empfinden – egal ob Menschen oder Tiere betreffend.

    Nebenbei bemerkt, glaube ich nicht an ein Lohn/Strafe System.

  22. Tina says:

    Und das gilt nicht nur für das Anprangern von Taten sondern die namentliche Nennung im Internet generell, da diese Daten z.B. für Persönlichkeitsprofile ect. verwendet werden können. Da reichen schon die „anonymen“ Daten, da muss man nicht noch den Namen nachliefern – vor allem wenn die betroffene Person dem nicht zugestimmt hat.

  23. Tina says:

    „der vgt und der balluch distanzieren sich nämlich von sachbeschädigungen der alf und das ist verrat, sagte er. klang einleuchtend.“ Warum sollte man Tierrechte verraten, wenn man gegen Sachbeschädigung ist? Ich denke dann gäbe es sehr wenig „Tierrechtler“.

    “ ich war überrascht. warum sich über den vgt öffentlich so lauthals beschweren, wenn man selbst um nichts besser ist? nur eben anonym.“

    Beim VGT handelt es sich um einen Verein und nicht um eine private Person der es unabsehbaren Schaden für den Rest ihres Lebens einbringen kann, wenn man irgendwelche Verfehlungen mit vollem Namen frei zugänglich im Internet postet. Meines Erachtens nicht wirklich vergleichbar – aber wie auch immer, über die Zeit in der man einfach mal Gleiches mit Gleichem vergolten hat sollten wir auch schon hinweg sein. 😉 Das Anprangern (auch ein Relikt aus früheren Zeiten hoffe ich ;-)) von Personen im Internet mit namentlicher Nennung kann für diese so unabsehbare Folgen haben (die man vielleicht selbst gar nicht abschätzen kann) dass das meines Erachtens einfach ein NoGo ist.

  24. leo says:

    vor dem berühmten tierschützerprozess habe ich leo haschka gehört, wie er überall herumerzählte, dass der vgt tierrechte verraten würde. der vgt und der balluch distanzieren sich nämlich von sachbeschädigungen der alf und das ist verrat, sagte er. klang einleuchtend. bis ich dann eine kopie der einvernahme von leo haschka bei der polizei gezeigt bekam. seltsam, dass er überhaupt eine stellungnahme abgab. aber darin distanziert er sich selbst sehr vehement von der alf. ich war überrascht. warum sich über den vgt öffentlich so lauthals beschweren, wenn man selbst um nichts besser ist? nur eben anonym.

  25. quark says:

    Victor, kein Wunder, dass sich Herr Balluch mit Kaplan solidarisiert, steht er doch auf der Abschussliste der Basisgruppe Tierrechte selbst ganz oben.

  26. Adi says:

    Christof Mackinger ist jemand, der schon seit vielen Jahren Vereine, die nicht seinen Anforderungen von veganem Purismus und Abolitionismus genügen, attackiert. Der Witz dabei: Mackinger ist momentan selbst bei den Vier Pfoten angestellt. Hier ist ein Bild von ihm auf einem Vortrag für die Vier Pfoten, den er vor kurzem gehalten hat:
    http://www.tieranwalt.at/fxdata/tieranwalt/prod/temedia/imagegallery_image/0175-D5200-01_Mag-Felix-Hnat_Mag-Christof-Mackinger_Vienna-4Paws_sRGB.jpg

    Er ist der rechts mit dem Mikrophon, der Winzling mit der Glatze.

    Also selbst bei den Vier Pfoten angestellt sein, aber andere Vereine wie den VGT angreifen, weil sie zu wenig radikal sind. Kein Wunder, dass er lieber anonym bleiben will.

  27. Tina says:

    Weder habe ich eine Ahnung von diversen Anschuldigungen und deren Hintergründen noch kenne ich eine der genannten Personen, in jedem Fall allerdings halte ich es für sehr fragwürdig, Personen im Internet auf einer öffentlich zugänglichen Website ohne deren Zustimmung namentlich zu nennen. (Fand ich übrigends auch schon, als der VGT einen Polizisten namentlich erwähnte, auch wenn dessen Tat natürlich zu verurteilen ist aber dazu braucht man nicht seinen Namen ins Internet zu stellen – finde ich zumindest). Welchen Sinn soll eine solche Nennung des Namens haben? Man kann Personen in der Regel auf direktem Weg darauf hinweisen dass sie gemeint sind, wenn man das möchte und es für sie nicht ohnehin offensichtlich ist – und wenn es schon nicht möglich ist, einen Konflikt direkt unter sich zu regeln oder eben einfach mal zu ignorieren.

    Das schreib ich jetzt einfach mal als Aussenstehende und ohne jegliches Insider-Wissen, das für das Verständnis der Beiträge offenbar von nöten ist 😉

    Liebe Grüße

  28. Victor says:

    Lieber Herr Balluch, eines einmal vorweg: niemand soll Ihnen Ihre Solidarität mit Herrn Kaplan nehmen, und mit wem Sie sich solidarisieren ist auch alleine Ihre Sache. Dennoch frage mich, wo die Solidarität von Seiten Herrn Kaplans war, als Sie Herr Balluch und andere AktivistInnen des VGTs vor 5 Jahren in monatelang U-Haft genommen worden sind. Ich kann mich an keine einzige solidarische Aussage oder sonst einen öffentlich sichtbaren Akt der Solidarität (sei es ein offener Brief, sei es ein Aufruf zu oder eine Teilnahme an Demonstrationen udg.) erinnern. Mehr noch scheint sich Herr Kaplan damals bewusst von den verhafteten AktivistInnen distanziert zu haben. Und es gibt rein objektiv gesehen schon einen erheblichen Unterschied zwischen einem kritischen offenen Brief im Internet und der damaligen brutalen Verhaftung von TierschutzaktivistInnen. Meinen Sie nicht? Daher verstehe ich nicht, wieso es nun gerade für Sie solch eine Priorität hat, sich so explizit mit Herrn Kaplan zu solidarisieren. Her Kaplan ist doch kein Opfer irgendeiner Tat (weder in einem strafrechtlichen noch in einem moralischen Sinne – meiner Meinung nach), da der von Ihnen hier erwähnte (aber leider erst nachträglich von anderen hier verlinkte) Brief in keiner Weise fordert, Herrn Kaplan irgendwelche Menschenrechte oder die Meinungsfreiheit zu nehmen oder überhaupt gar zu Gewalt gegen Herrn Kaplan aufruft. Auf der anderen Seite, liest sich Ihr Kommentar aber so, als ob Sie den Kritikern von Herrn Kaplans Aussagen das Recht auf Kritik nehmen wollen (verkürzt: alles „Täter“, alles Verleumdungen, daher Solidarität mit Herrn Kaplan etc.).

    Zudem scheint ja auch die Kritik, wie manche hier schon geschrieben haben, nicht völlig aus der Luft gegriffen, sondern mit Belegen untermauert zu sein – im Gegensatz zu Ihrer, muss ich leider sagen. Ich bin nun weder ein Experte für Herr Kaplans Aktivitäten noch möchte ich für seine Kritiker sprechen – falls Herr Kaplan aber meint, dass etwas, was in den Brief steht (wie z.B. dass er Neonazis ein Interview zur Notwendigkeit des Begriffs des Tierholocaust gegeben hat und selbst nachträglich noch kein moralisches und politisches Problem darin sieht – zugleich aber ein Problem damit zu haben scheint, dass „die Tierrechtsbewegung von Links unterlaufen werden würde“ … welch eine Ironie, wenn man bedenkt, dass weite Teile der Tierrechtsbewegung immer schon aus dem eher linken politischen Spektrum kamen und aktuell wohl auch ein Großteil der VGT-AktvistInnen sich als politisch links-stehend verstehen würde) nicht stimmt, dann kann sich Herr Kaplan mit Worten dagegen wehren und es richtig stellen. Seltsamerweise lese ich aber keine Richtigstellungen, sondern nur die Gebetsmühlenartige Behauptung, dass das alles ja nicht stimme, er nicht verstanden werden würde, dass man ihn völlig grundlos ausgrenzen möchte, dass „unwichtige Leute/Gruppen“ quasi eine Menschenjagd veranstalten würden, und dass die anderen alles „Täter“, „Idioten“, mithin „Gesinnungs-/Meinungs-Terroristen“ und dergl. wären.

    Daher ist es mir schleierhaft, was Sie Herr Balluch dazu treibt, sich mit jemanden so explizit zu solidarisieren, der in jedem zweiten seiner Facebook-Beiträge quasi im Minutentakt Menschen (nicht selten sogar verstorbenen Menschen in Form eines Art Nachrufs) auf zumeist menschenverachtende Weise als „Mörder“, „Idioten“, „Perverse“, „Psychopaten“ oder „Verblödete“ bezeichnet? Meinen Sie nicht, dass solche Ansichten nicht nur mehr als entbehrlich, sondern auch äußerst problematisch sind? Gerade wenn jemand meint, sich nicht nur für Tierrechte, sondern auch für Menschenrechte und Demokratie zu engagieren? Und nein, Herr Balluch, Sie wissen ebenso ganz genau, dass nicht alles unter Meinungsfreiheit fällt – auch wenn die weder Ihnen noch den Herrn Kaplan jemand absprechen möchte. Herr Kaplan postet ja auch weiterhin fleißig und unbeeindruckt. Was mich im übrigen auch an das ständige Beschweren von Rechtsextremen und Rassisten erinnert, angeblich nichts mehr sagen zu dürfen und brutal von den AnhängerInnen der „politischen Korrektheit“ verfolgt zu werden, nur um im selben Atemzug dann doch zu sagen, wieso dieser oder jener Mensch kein Recht auf Leben – oder jedenfalls nicht hier bei uns – hätte. Und während dann doch die eigene Meinungsfreiheit stets unangetastet bleibt und gesagt wird, was man angeblich nicht sagen dürfte/könne, fordert man zugleich dazu auf, den Kritikern das Recht auf frei Meinung zu nehmen, weil ja alles angeblich nur erfundene, böswillige Behauptungen seien. Fällt Ihnen die verheerende Analogie hier auf Herr Balluch?

    Es mag zwar strafrechtlich gesehen „unproblematisch“ sein, aber moralisch dafür noch lange nicht, wenn Herr Kaplan z.B. stolz mit einem Foto der Wüste bebildert verkündet, dass man „Berufsfresser doch zum Verhungern nach Afrika schicken solle“ [1], oder ein Monat nach der Katastrophe von Fukushima mit bis zu 20.000 Toten behauptet, dass „die Japaner wieder Fit fürs Morden“ [2] wären, weil ein Walfangschiff aufs Meer ausgesetzt hat, oder etwa pauschal schreibt, dass „auch einmal gesagt werden dürfen müsse“, dass „unter den Opfern [gemeint sind jene des Tsunami] es bestimmt auch kaltherzige und unmoralische Menschen [gibt]. Und diese Menschen haben den MORALISCHEN Anspruch, daß ihnen geholfen wird, verwirkt – weil sie selber gegenüber fremdem Leiden gleichgültig und kaltherzig waren“ [3]. Also das hat nicht mehr nur nichts mit einer fehlenden Sensibilität gegenüber grundlegenden Menschenrechten zu tun, sondern verkehrt sich bereits in ihr Gegenteil. Dass dann Herr Kaplan nicht müde wird laufend zu betonen, dass Tierrechte die „konsequente und notwendige Fortsetzung der Menschenrechte“ wären [4] – nur um dann sich selbst laufend zu widersprechen und z.B. zu sagen, dass „jede Kombination von Tierrechten mit anderen ethischen / ideologischen / politischen Zielen unsinnig und schädlich ist“ [5], sich über Feminismus lächerlich zu machen und von einer „Linken Unterwanderung der Bewegung“ zu schreiben, macht das Ganze nicht gerade glaubwürdig, geschweige denn sympatisch. Mit Verlaub, aber ich erkenne hier nicht viel mehr als eine verbitterte Selbstinszenierung auf der Seit von Herrn Kaplan und verstehe vor diesem Hintergrund einfach nicht die angebliche Notwendigkeit der Forderung nach einer Solidarität mit ihm.

    [1] https://www.facebook.com/196299387801/photos/a.10150598232057802.468911.196299387801/10152398738702802/?type=1&theater

    [2]
    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=207990685888789&id=196299387801

    [3]
    http://www.tierrechte-kaplan.org/kompendium/a295.htm

    [4] https://www.facebook.com/196299387801/photos/a.10150598232057802.468911.196299387801/10152460280002802/?type=1&theater

    [5]
    https://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10152781525192802&id=196299387801

  29. quark says:

    Und war es nicht Balluch, der gegen einen Gutachter sogar prozessiert hatte, weil dieser behauptet hatte, bestimmte Texte, die nicht namentlich gekennzeichnet waren, wären von Balluch geschrieben worden?
    .
    Und was macht Balluch selbst?
    .
    Er liest einen nicht namentlich gekennzeichneten Text und setzt sich vor den Computer und behauptet: Ich weiß, wer das geschrieben hat, ich weiß, wo sich diese Leute aufgehalten haben – hier bitte, die Namen von Aktivist_innen, die ich nicht mag.
    .
    Auch „eine Lehre aus dem Tierschutzprozess“, Hr. Dr. Balluch?

  30. quark says:

    Zum Verständnis: Die Kritik an Kaplan betrifft Texte, die er unter seinem eigenen Klarnamen im Web gepostet hat und die noch immer online sind. Jede Person, die das möchte, kann diese Texte auf Kaplans Website und Facebook-Seite nachlesen und sich eine eigene Meinung bilden. Nichts vom Inhalt des Briefes war nicht zuvor öffentlich.
    .
    Balluch hingegen hat sich über einen Brief, der im Namen der Basisgruppe Tierrechte veröffentlicht wurde, geärgert und was tut er? Er stellt hier Namen ins Netz von zwei Personen, von denen er glaubt, dass sie etwas damit zu tun hätten – ohne es zu wissen, ohne vorher nachzufragen, ohne dass diese Leute ihren Namen sonst groß im Web veröffentlichen würden.
    .
    Nun woher kennt Balluch diese Namen? Vielleicht auch deshalb, weil das zwei Personen sind, die genau wie Balluch im 278a-Verfahren angeklagt waren. Zur Erinnerung: Das war das Verfahren, wo sich Balluch u.a. dagegen gewehrt hat, dass die Polizei genau dokumentiert, wer wann wo sich befindet, wo er Datenschutz und das Recht auf Privatsphäre großartig beschworen hat!
    .
    Erinnern wir uns an Danielle Durand? Die hat sich alle Namen notiert, die sie kriegen konnte, aus Ausweisen abgeschrieben, von Aktivist_innen erfragt. Skandal, die böse Polizei schnüffelt hinter uns her. Und heute: Balluch liefert Namen von Aktivist_innen in seinem Blog gleich selber!
    .
    Der VGT will keine Polizeiinformant_innen auf seinem Kongress? Wozu auch, sein Obmann erledigt die Spitzelarbeit gleich höchstpersönlich.

  31. Eva says:

    Warum ist es problematisch, die Namen von Personen zu nennen, die man kritisiert, weil sie andere Personen genannt und kritisiert haben? Ist das nicht gleich, hier wie dort Namen mit der Kritik zu verbinden? Warum sollten Leute, die andere mit Namen kritisieren, selbst davon verschont bleiben, dass ihnen dasselbe passiert? Verstehe ich gerade nicht.

  32. nmono says:

    löschen sie das kommentar mit den namen. das ist doch das allerletzte!

  33. Manfred H. says:

    Lieber Herr Balluch,
    sind sie jetzt völlig ausser Rand und Band? Was wollen sie mit der Stalking-mässigen Veröffentlichung von Namen bezwecken? Kritiker zum Schweigen zu bringen vielleicht?
    Haben siegar kein Gefühl für einen konstruktiven Diskurs? Was ist an dem Offenen Brief zu falsch, dass sie zu solch niederträchtigen Mitteln greifen?
    Wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen, als so bei Meinungsverschiedenheiten zu reagieren, dann ist das ein Armutszeugnis!

    M. Hueber

  34. Martin Balluch says:

    Die BAT ist mir herzlich egal, die ist zum Glück sehr unwichtig. Zu unserem Kongress kamen aus, sagen wir, 10 Ecken Forderungen nach Ausgrenzungen. Darauf beziehe ich mich.

    Abgesehen davon ist der Name „BAT“ doch nur ein Versteck für die TäterInnen, um in dieser Anonymität gehässig sein zu können. Sie nennen Leute beim Namen, um gegen sie zu hetzen, also sollten wir sie auch benennen: Christof Mackinger und Leo Haschka. Reden wir doch über diese Typen.

    Und Ihre Täter-Opfer Umkehr zieht nicht, wer. Der VGT hat gerade einen Kongress organisiert, auf dem Mackinger teilgenommen und Haschka sogar gesprochen hat. Umgekehrt, würden Mackinger und Haschka einen Kongress organisieren, wäre die Liste der Ausgegrenzten länger als die Liste der Vortragenden. Ich jedenfalls dürfte dort unter Androhung von Gewalt kein Wort sagen.

    Also, wer, wie stehen Sie dazu, und wie passt das zu Ihrem Text, dass Mackinger und Haschka auf einen Kongress dürfen, den ich organisiere, aber nicht umgekehrt. Wer will also gleichschalten und Andersdenkende ausschließen und wer nicht?

    Sollten Sie sich auf die Ansicht zurückziehen, dass Mackinger und Haschka mich (oder Kaplan und andere) niemals ausschließen würden, dann genügt ein kurzer Blick z.B. zu ähnlichen „Kongressen“ in Hamburg. Dort wurde sogar gefragt, mit welchem Verein man schon einmal aktiv war, bevor man zugelassen wurde.

  35. wer says:

    Ich nehmen an, dass deine letzten Postings sich auf den offenen brief der Basisgruppe Tierrechte beziehen. Warum erwähnst du diese nie?
    Hier ist deren brief zu lesen http://basisgruppe-tierrechte.org/
    und falls du das noch nicht getan hast, wäre es sicher kein fehler das ganze mal zu lesen. der brief ist wirklich differenziert und ausgewogen und wenn du gleich ’nazi!‘-vorwürfe ortest, dann ist das dein problem, weil in dem brief kommen sie nicht vor.

    du verwechselst in dem fall (und auch sonst oft übrigens) hetze mit kritik. und kritik muss noch möglich sein, sonst landen wir dort, wo du deine ‚tierschutzbewegung‘ gerne hättest: eine gleichgeschaltete gruppe von kommandoempfänger_innen, von der andersdenkende ausgeschlossen werden bzw. laut deiner definition nicht teil der bewegung seien bzw. totgeschwiegen werden. das sind deine mittel

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