Coronavirus

Neues von Corona oder warum das Coronaleugnen widerlegt ist

Das obige Bild zeigt die Mentalität und den geistigen Zustand der sogenannten Coronaleugner_innen (obwohl ich bis heute eigentlich nicht weiß, was diese Leute denn eigentlich wollen; aber vermutlich wissen sie es selbst nicht). Ich zitiere dazu Elfriede Hammerl vom Profil, 27. September 2020, Seite 38:

Aber nein, um [Gesellschaftskritik] geht es ihnen gar nicht. Es geht ihnen darum, dass sie keine! Masken! aufsetzen! wollen. Sie wollen keinen Abstand halten! Sie wollen sich nicht einschränken! Sie wollen Ihre Freiheit! Sie wollen sich die Freiheit nehmen, anderen ihre Nähe aufzuzwingen und anderen ihren eventuell viralen Atem ins Gesicht zu blasen. Ihre Freiheit soll schrankenlos sein. […] Weit hat es die Freiheit gebracht, mehr und mehr wird sie zum Synonym nicht für ein universales Menschenrecht, sondern zum Synonym für das Recht des Einzelnen, seine Bequemlichkeit egoistisch durchzusetzen. Ich! mag keine Maske vorm Gesicht! Ich! hasse es, anderen auszuweichen. Ich! will mir die Hände nicht waschen. Wie gehts weiter? Ich! lasse mich nicht hindern, betrunken Auto zu fahren? Ich! habe keine Lust, meinen Müll zur Tonne zu tragen, wenn ich ihn auch vors Haustor kippen kann? Ich! lasse mir das Tragen/Ziehen einer Waffe nicht verbieten?

Falls es wirklich darum geht: Liebe Leute, könnt Ihr bitte Abstand zu mir halten? Ich möchte Eure Nähe nicht. Und könnt Ihr bitte Euren Atem für Euch behalten? Ich möchte Eure Bazillen nicht einatmen. Wäre das ok?

Im ORF in ZIB1 gestern wurde berichtet, dass die Isolationsmaßnahmen und die Schutzmasken auf der Südhalbkugel der Erde dazu geführt haben, dass jetzt, am Ende der Wintersaison, dort um 90 % (!) weniger Menschen an der normalen Grippe gestorben sind, als sonst im Mittel. Na wenn das kein Grund ist, Abstand zu halten und zur Maske zu greifen. Wird wohl niemand bestreiten, auch wenn man aus irgendwelchen Gründen das Coronavirus für so absurd hält, dass diese Maßnahmen generell virale Infektionswege verhindern.

Laut Worldometer sehen die offiziellen Coronazahlen weltweit momentan so aus:

Also: 1 Million 36.360 Tote.

Insgesamt 35 Millionen 57.656 nachgewiesen Infizierte, von denen 26 Millionen 63.140 wieder genesen und 1 Million 36.360 gestorben sind, macht eine Sterberate von 4%.

Interessant ist, dass Coronaleugner Trump nun selbst Corona hat und in ein Spital überstellt wurde. Erinnert mich an den englischen Premier Johnson. Der war danach deutlich vernünftiger in Sachen Corona.

Interessant ist auch, dass Tschechien, die Slowakei und Israel wieder mit Lockdowns beginnen. Und dass Neuseeland durch den energischten aller Lockdowns das Coronavirus vollständig aus dem Land gebracht hat – es aber leider jetzt doch wieder kommt und man wieder mit allerschärfsten Isolationsmaßnahmen reagiert. Und die Bevölkerung trägts mit. Momentan gabs dort 1849 gemeldete Infektionen und 25 Tote, also 5 Tote und 200.000 Tests pro Million Bürger_innen.

Ein Blick auf Schweden und Norwegen. Sehr vergleichbare Länder in Kultur und Klima, und Bevölkerungsdichte. Doch die Regierungen hatten sehr verschiedene Strategien. Norwegen hatte einen strengen Lockdown, Schweden dagegen agierte sehr spät und setzte einen freiwilligen Lockdown um. Was sagen die Statistiken, die von diesen Ländern geliefert werden?

Schweden: 94.283 Infizierte und 5895 Tote, also etwa doppelt so viel wie bei 9/11, macht 583 Tote pro Million Bürger_innen, was im internationalen Vergleich sehr hoch ist (Schweden hat nach Belgien und Spanien den Spitzenwert in Europa). Schweden hat bis dato 165.000 Menschen pro Million Bürger_innen getestet.

Norwegen: 14.328 Infizierte und 275 Tote, macht 51 Tote pro Million Bürger_innen, also weniger als 1/10 von Schweden. Norwegen hat etwa 200.000 Menschen pro Million Bürger_innen getestet. Also mehr Tests, aber um das 7-fache weniger Infizierte als Schweden.

Das New Scientist hat die Situation in Schweden analysiert:

Ergebnis: Der freiwillige Lockdown in Schweden (staatlich verboten waren z.B. lediglich Treffen mit mehr als 50 Personen) hat die Aktivitäten der Menschen etwa gleich eingeschränkt wie in Dänemark, das einen verordneten Lockdown hatte. Der Verkehr ist z.B. auf 40 % zurück gegangen. Doch aufgrund der späten Reaktion sind die Infektionen in Schweden viel stärker gestiegen als in den benachbarten Ländern, und viel langsamer zurück gegangen. Und wie hoch war der wirtschaftliche Rückgang im Vergleich zu anderen Ländern? In Schweden ist das BIP um 8,6 % zurück gegangen, mit einem Durchschnitt von 11,9 % in der EU. Allerdings gibt es eine Reihe von Ländern in Europa, bei denen das BIP trotz staatlich verordnetem Lockdown viel weniger eingebrochen ist.

Unterm Strich war also die Reaktion in Schweden viel schlechter als in anderen Ländern, insbesondere in Norwegen. Eben weil man dort zu spät erkannt hat, wie wichtig die soziale Isolation ist.

Jetzt ist übrigens ein Tierschützer aus VGT-Kreisen an Corona erkrankt, ebenso wie seine Partnerin. Er wurde gerade ins Krankenhaus überstellt. Er sagt, er hatte schon Grippe, aber so schwer wie bei Corona war da nie der Verlauf. Er ist 35 Jahre alt und sehr fit und gesund. Ich kenne übrigens keinen einzigen Menschen nach Jahrzehnten Kontakt mit Grippe, der je wegen Grippe im Spital war. Die Botschaft des VGT-Tierschützers: nehmt bitte Corona ernst.

Übrigens: Der Staat hat gerade dem VGT das Geld für die Kurzarbeit zahlreicher Angestellter überwiesen und damit erstmals dem VGT etwas gespendet. Und meine Sonderfreistellung zur Kinderbetreuung hat der Staat zu einem Drittel mitfinanziert. Und zusätzlich hat mir der Staat gerade 360 Euro für meine Tochter überwiesen, ungefragt und unbeantragt, als Coronazuschuss. Also wenn wer das Coronavirus erfunden hat, dann sehr zum Schaden der Regierung und zum finanziellen Vorteil von VGT und mir.

PS: Meiner Tochter gehts in der Coronazeit auch sehr gut. In der Isolation hat sie ihre Eltern den ganzen Tag und momentan lauft ihr Kindergarten einfach völlig normal weiter, ohne irgendwelche extra Auflagen, die sie belasten könnten, abseits von Desinfektion und Händewaschen. Kein Kind in Österreich muss eine Maske tragen. Obwohl meine Tochter das Maske Tragen lustig findet, und immer wieder von sich aus eine aufsetzt. Sollte sich das als vorteilhaft erweisen, wären wir sowohl zu strikteren als auch zu weniger strikten Maßnahmen bereit, ohne irgendein Problem.

PPS: Die Menschen auf den Anti-Regierungsdemos in Belarus sind übrigens sehr froh über die Schutzmasken, wie sie mir geschrieben haben. Der Staat will ihnen das Maskentragen verbieten, um sie zu terrorisieren, zu verhaften und zu verfolgen. Aufgrund von Corona haben sie eine gute Ausrede, auf den Demos anonym zu bleiben.

Die Gefahr durch das Coronavirus

Ich denke wir sitzen bei Corona alle im selben Boot: wir wollen keine gefährliche Krankheit riskieren, wir wollen aber auch keine möglicherweise sinnlosen Maßnahmen wie Lockdowns und sonstige Einschränkungen mitmachen. Klar ist, dass sich 99,99 % der Menschen bzgl. einer Einschätzung der Gefahr an die Expert_innen halten müssen, weil sie selbst keine sind. Aber an welche? Wie erkennt man die? Ich möchte hier 2 Beispiele von Aussagen von Medizinern zitieren, die direkt die Covid-19 Erkrankungen erleben und mich deshalb sehr beeindruckt haben. Beide Personen dürften real existieren, tatsächlich als Ärzte ständig mit Covid-19 Erkrankten in Berührung gekommen sein und definitiv nicht Teil einer Verschwörung sein, die uns irgendetwas vorgaukeln will.

Ramin Nikzad ist Arzt bei der Allgemeinmedizinischen Akutversorgung (AMA) des AKH in Wien. Er schrieb am 21. August 2020 folgenden Text (siehe https://www.facebook.com/wu.shu.99/posts/10157359355662466):

GRAUSTUFEN
Zu Beginn der Pandemie hatten wir so einen Schwarzweißblick auf Corona, auch wir Mediziner, so wie wir Menschen allgemein dazu neigen, neuartige Phänomene mit einem Schwarzweißblick zu betrachten.
Wir dachten: COVID-19 verläuft bei 90 Prozent der Infizierten entweder asymptomatisch, mit leichten Symptomen oder mit schweren Symptomen, aber ungefährlich.
Die restlichen 10 Prozent brauchen stationäre Behandlung, 5 Prozent sogar intensivmedizinische, und rund 1 Prozent verstirbt dennoch.
Unser Schwarzweißblick auf Sars-CoV-2 war: Für 9 von 10 ist es ein grippaler Infekt. Für 10 Prozent bedrohlich bis lebensbedrohlich.
Bei überlasteten Intensivstationen versterben also bis zu 5 Prozent und nicht 1 Prozent aller COVID-19-PatientInnen, da sie nicht mehr adäquat behandelt werden können, wie die herzzerreißenden Zahlen und Berichte aus Bergamo zeigen.
Im März und April 2020 hatte ich mir sogar insgeheim noch gedacht: „…Ich hätt‘ s am liebsten, dann hätt‘ ichs hinter mir und könnt’ entspannt meine Eltern treffen und entspannter zur Arbeit gehen…“
Heute denke ich: „Oh bitte nicht! Ich will es nicht kriegen! Niemals! Ich will gesund bleiben, bis es eine Impfung gibt!“
Denn in diesem ersten Halbjahr der Coronaviruspandemie hat sich unsere Sicht auf diese entsetzliche Seuche von diesem Schwarzweißblick zu einer Horrorshow in Graustufen gewandelt.
Wir wissen heute, dass COVID-19 keine Atemwegserkrankung, sondern eine Multiorganerkrankung ist.
Sie befällt die Lunge ebenso wie das Gehirn, das Herz, die Nieren, den Magen-Darmtrakt und das Gefäßsystem.
Wir auf der AMA im AKH sehen zum Beispiel mehr COVID-positive PatientInnen mit Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall, oder ganz einfach nur bleierner Müdigkeit und Appetitlosigkeit, als den „klassischen“ fieberhaften Husten mit Kurzatmigkeit.
Die KollegInnen aus dem stationären und intensivmedizinischen Bereich berichten dementsprechend, dass bei weitem nicht alle COVID-19-PatientInnen von Lungenversagen bedroht sind oder letztlich daran versterben.
Viele kämpfen mit und versterben an Herzversagen, an Nierenversagen, oder thromboembolischen Ereignissen, also Blutgerinnseln, die sich aufgrund der Gefäßentzündung bilden, die Sars-CoV-2 auslösen kann.
Ich werde nie die 27-jährige Patientin vergessen, die völlig gesund und sportlich mit hohem Fieber kam, COVID-positiv getestet wurde, aufgrund einer schlechten Sauerstoffsättigung im Blut stationär aufgenommen wurde, zwei Tage darauf beatmungspflichtig wurde und auf der Intensivstation multiple Blutgerinnsel in ihren Handgefäßen entwickelte.
Ein Monat nach ihrer Entlassung kam sie über unsere AMA zur stationären Aufnahme an der Plastischen Chirurgie des AKH, da ihr die gesamte rechte Hand aufgrund dieser Blutgerinnsel schließlich abgestorben war und ihr die rechte Hand nun operativ entfernt werden musste.
Ich werde nie diese tote, kohlschwarze und regungslose Hand dieser jungen Frau vergessen.
Im Zuge dieser sechs Monate der Pandemie haben wir diese Grauschattierungen nach und nach gesehen, erkannt und in die wissenschaftliche Literatur zu COVID-19 aufgenommen.
Und tagtäglich fügen wir neue Graustufen hinzu:
Es zeigt sich dieser Tage zum Beispiel immer deutlicher, dass diese Folgeschäden nicht nur die Schwererkrankten betreffen, sondern auch die Leichterkrankten.
Anthony Fauci hat diese Woche sehr eindrücklich beschrieben, wie COVID-PatientInnen, die nur einige Tage leichte Symptome hatten, nach 3 bis 6 Monaten immer noch eine verminderte Lungenfunktion, eine verminderte Herzfunktion, Nierenfunktion oder auch eine beeinträchtigte Gedächtnis- und Merkfähigkeit hätten.
Und wir wissen heute noch nicht, wie lange diese Organschäden bestehen werden.
Meine Take-Home-Message ist:
Aus ethischer und epidemiologischer Sicht sollte jeder, egal wie alt und egal wie vorerkrankt, das Physical Distancing einhalten und einen Mundnasenschutz tragen, um alle Mitmenschen zu schützen.
Aber es erscheint zunehmend auch medizinisch ratsam, das Physical Distancing und den MNS ernst zu nehmen, um sich selbst vor lebenslänglichen Leiden und einer womöglich verminderten Lebenserwartung durch das neuartige Coronavirus zu schützen, egal wie jung und egal wie gesund man ist.

Schon deutlich früher, am 7. April 2020, schrieb Prof. Paul Vogt, Schweizer Chirurg und Hochschullehrer, Folgendes über seine Erfahrungen mit Covid-19 (https://www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen#gsc.tab=0):

Handelt es sich hier nur um «eine gewöhnliche Grippe», die jedes Jahr vorüberzieht und gegen die wir üblicherweise «nichts» unternehmen – oder um eine gefährliche Pandemie, welche rigide Massnahmen benötigt?

Um diese Frage zu klären, muss man bestimmt keine Statistiker fragen, die noch nie einen Patienten gesehen haben. Die reine, statistische Beurteilung dieser Pandemie ist sowieso unmoralisch. Fragen muss man die Leute an der Front.

Keiner meiner Kollegen – und ich natürlich auch nicht – und niemand vom Pflegepersonal kann sich erinnern, dass in den letzten 30 oder 40 Jahren folgende Zustände herrschten, nämlich dass:

  • ganze Kliniken mit Patienten gefüllt sind, welche alle dieselbe Diagnose besitzen;
  • ganze Intensivstationen mit Patienten gefüllt sind, welche alle dieselbe Diagnose aufweisen;
  • 25% bis 30% der Pflegenden und der Ärzteschaft genau jene Krankheit auch erwerben, welche jene Patienten haben, die sie betreuen;
  • zu wenig Beatmungsgeräte zur Verfügung standen;
  • eine Patientenselektion durchgeführt werden musste, nicht aus medizinischen Gründen, sondern weil wegen der schieren Anzahl an Patienten schlicht das entsprechende Material gefehlt hat;
  • die schwerer erkrankten Patienten alle dasselbe – ein uniformes – Krankheitsbild aufgewiesen haben;
  • die Todesart jener, die auf der Intensivstationen verstorben sind, bei allen dieselbe ist;
  • Medikamente und medizinisches Material auszugehen drohen.

Aufgrund von 1-8) ist es klar, dass es sich um einen gefährlichen Virus handelt, der dieser Pandemie zugrunde liegt.

Die Behauptungen, eine «Influenza» sei genau gleich gefährlich und koste jedes Jahr gleich viele Opfer ist falsch. Zudem ist die Behauptung, man wisse nicht, wer «an» und wer «wegen» COVID-19 sterbe, ebenso aus der Luft gegriffen.

Vergleichen wir Influenza und COVID19: hat man das Gefühl, bei Influenza seien immer alle Patienten «wegen» Influenza gestorben und nie einer «mit»? Sind wir Mediziner im Rahmen der COVID-19-Pandemie nun alle plötzlich so verblödet, dass wir nicht mehr unterscheiden können, ob jemand «mit» oder «wegen» COVID-19 stirbt, wenn diese Patienten eine typische Klinik, typische Laborbefunde und ein typisches Lungen-CT aufweisen? Aha, bei der Diagnose «Influenza» waren natürlich alle immer hellwach und haben immer die ganze Diagnostik bemüht und waren immer sicher: nein, bei der Influenza sterben alle «wegen» und nur bei COVID-19 viele «mit».

Zudem: wenn es in einem Jahr in der Schweiz angeblich 1600 Influenza-Tote gab, so sprechen wir über 1600 Tote über 12 Monate – ohne präventive Massnahmen. Bei COVID-19 gab es jedoch 600 Tote in 1(!) Monat und das trotz massiver Gegenmassnahmen. Radikale Gegenmassnahmen können die Verbreitung von COVID-19 um 90% senken – man kann sich also vorstellen, welches Szenario ohne Gegenmassnahmen herrschen würde.

Zudem: in einem Monat wurden in der Schweiz >2200 Patienten wegen COVID-19 hospitalisiert und es wurden gleichzeitig bis zu 500 Patienten auf verschiedenen Intensivstationen hospitalisiert. Nie hat jemand von uns auch nur annähernd solche Zustände im Rahmen einer «Influenza» gesehen.

Im Rahmen einer «gewöhnlichen» Influenza erwerben ca. 8% der Betreuenden ebenfalls eine Influenza, aber niemand stirbt daran. Bei COVID-19 werden 25% bis 30% der Betreuenden infiziert und das ist mit einer signifikanten Mortalität verbunden. Dutzende von Ärzten und Pflegepersonen, die COVID-19 Patienten betreut haben, sind an derselben Infektion verstorben.

Zudem: suchen Sie einmal die harten Zahlen zu «Influenza»! Sie werden keine finden. Was sie finden, sind Schätzungen: ca. 1000 oder 1600 in der Schweiz; ca. 8000 in Italien; ca. 20’000 in Deutschland. Eine FDA-Studie (US Food and Drug Administration) hat untersucht, wie viele der 48’000 Influenza-Toten eines Jahres in den USA wirklich wegen klassischer Influenza-Pneumonie gestorben sind. Resultat: alle möglichen Krankheitsbilder wurden unter «Tod durch Pneumonie» subsummiert, so z.B. auch die Lungenentzündung eines Neugeborenen, der bei der Geburt Fruchtwasser in die Lunge aspiriert hat. Die Anzahl der effektiv «wegen Influenza verstorbenen» – Patienten sank in dieser Analyse dramatisch weit unter 10’000 ab.

[…]

Aufgrund des aktuellen Wissensstandes kann man insgesamt nicht von einer «gewöhnlichen Grippe» reden. Und deshalb ist die widerstandslose Durchseuchung der Gesellschaft auch kein Rezept. Ein Rezept, notabene, welches Grossbritannien, die Niederlande und Schweden versucht und nacheinander aufgegeben haben.

Und am 20. April 2020 ergänzte er:

27 führende Virologen aus 9 Ländern (USA, Europa, Australien) haben im «Lancet», einer renommierten, britischen Medizinzeitschrift einen Artikel verfasst («Statement in support of the scientists, public health professionals and medical professionals of China combatting COVID-19»). Weil die Aussage von Bedeutung ist, möchte ich sie hier zitieren:

«The rapid, open, and transparent sharing of data on this outbreak is now being threatened by rumours and misinformation around its origins. We stand together to strongly condemn conspiracy theories suggesting that COVID-19 does not have a natural origin. Scientists from multiple countries have published and analysed genomes of the causative agent, severe acute respiratory syndrome coronavirus 2 (SARS-CoV-2), and they overwhelmingly conclude that this coronavirus originated in wildlife, as have so many other emerging pathogens.»

Dr. Gunnar Jeremias, der Biowaffen-Experte in der «Interdisziplinären Forschungsgruppe zur Analyse biologischer Risiken an der Universität Hamburg» erteilt «Verschwörungstheoretikern eine Absage: „So etwas kann man im besten Labor der Welt nicht herstellen!”

[…]

In Deutschland verstarben zwischen 2001 und 2019 5575 Personen an serologisch bestätigter Influenza und/oder Influenza-Subtypen, also durchschnittlich 310 pro Jahr und das bei einer Bevölkerung von rund 82 Millionen (Robert-Koch-Institut: «Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2018/2019»). In der Schweiz fielen innerhalb von nur 45 Tagen 1368 Patienten COVID-19 zum Opfer – bei einer 10x kleineren Bevölkerung als sie Deutschland besitzt und trotz eines Lock-down, wenn auch eines inkompletten.

Am 21. August 2020 sprach der Infektiologe Franz Allerberger, Leiter einer Forschergruppe, die für das Österreichische Gesundheitsministerium die Ausbreitung der Corona-Pandemie beobachtet, im ORF auf ZIB2 (https://www.youtube.com/watch?v=qjsAy6cEGTk&fbclid=IwAR2aXCOeZAM9SV_dlTUXMGwCH0NkW-MhDrqInLRk4CouIdFyi-UCFCtBzNM). Er glaubt, dass die Infektionen viel weiter verbreitet sind (bis 300.000 allein in Österreich), als bisher angenommen, und dass daher die Sterberate 0,25 % der Infizierten ist, also vergleichsweise sehr gering. Aber er bestätigt, dass Covid-19, auch wenn es symptomlos verläuft, schwere Schäden an vielen Stellen im Körper hervorrufen kann, die sehr lange anhalten: „Ganz anders als bei der Grippe haben wir hier Dauerschäden, die Tage, Wochen, Monate und Jahre anhalten können.“ Das Tragen von Schutzmasken im Freien hält er für unnötig, und auch in Innenräumen sei eine Wirkung bisher nicht nachweisbar.

Hier haben wir also einen recht scharfen Kritiker der momentanen Maßnahmen, von dem aber niemand sagt, dass er ein Verschwörungstheoretiker ist. Da gehört offenbar viel mehr dazu. Beim Zusehen habe ich nicht den Eindruck, Allerberger ist ideologisch motiviert, sondern er argumentiert wissenschaftlich. Offenbar geht das also doch!

Ich finde Schutzmasken super

Mein persönlicher Zugang zu dieser Coronakrise war und ist, dass ich mich in wissenschaftlichen Magazinen wie dem New Scientist über die Fakten informiert habe und als Laie in diesem Fach das Feld den Expert_innen überlasse. Wie wichtig Isolationsmaßnahmen bei infektiösen Pandemien sein können, sieht man z.B. an der Spanischen Grippe, die in Städten mit Schutzmaskenpflicht und Isolationsmaßnahmen deutlich weniger gewütet hat. So etwas kann also durchaus Sinn machen.

Ich persönliche habe die Isolationsmaßnahmen nur positiv empfunden. Es war eine Zeit im Grünen, eine Zeit mit der Familie, eine ruhige Zeit ohne hektischen Job (ich war in bezahlter Sonderfreistellung zur Betreuung meiner Tochter), eine Möglichkeit, das sich aufbauende Burn Out doch noch abzuwenden. Es gab kaum Verkehr, keine Flugzeuge mehr im Himmel, keine Hektik auf den Straßen, die Tourismushotspots waren vollständig menschenleer, die Supermärkte in meiner Region ruhig. Großartig! Noch dazu hat der Staat erstmals in seiner Existenz dem VGT ein Geld gezahlt – für Kurzarbeit und Sonderfreistellung der Angestellten.

Auch die Maskenpflicht und die physische Distanz zu anderen Menschen habe ich als sehr positiv empfunden. Die Maskenpflicht insbesondere auch, weil sie es einem ermöglicht, wieder anonym durch die Straßen zu gehen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Und anonym auf Demos zu gehen, ein mir ganz wichtiger Punkt.

Mir ist es deshalb immer sehr seltsam vorgekommen, dass es einige Menschen gibt, die sich so sehr wegen den Isolationsmaßnahmen und der Maskenpflicht aufregen. Ja, sogar die Grundrechte seien dadurch in Gefahr. Seltsam deshalb, weil genau das Gegenteil der Fall ist: das Verhüllungsverbot auf öffentlichen Straßen hat unsere Grundrechte eingeschränkt, aber sicher nicht die Pflicht, wieder anonym zu werden. Das Verhüllungsverbot hat besonders uns in der Tierschutzarbeit getroffen. Plötzlich waren Aktionen verboten, bei denen Aktivist_innen mit Kückenmaske in eine großen Schredder steigen, um gegen die Tötung männlicher Kücken zu protestieren. Plötzlich wurden Demos untersagt, wenn jemand eine Tiermaske trug. Plötzlich wurde ein Tierschützer festgenommen, weil er mit Kuhmaske Flugblätter verteilte, die die Milchindustrie kritisierten.

Aber die verbotene Verhüllung hat noch weitere negative Auswirkungen. So haben es sich sämtliche Vertreter_innen der Tierindustrie zur Strategie gemacht, alle Tierschützer_innen zivilrechtlich zu klagen, deren Identität sie feststellen können. Deshalb fotografieren sie Aktivist_innen auf Demos vor Tierfabriken oder beim Filmen von Jagden. Solche Zivilklagen sind nicht legitim, wie ich öfter schon ausgeführt habe, weil sie den demokratischen Prozess behindern. Kein normaler Mensch setzt sich freiwillig einer Klage vor Gericht aus, dem Stress und den Kosten, auch wenn er völlig im Recht ist. Daher wollen Tierschützer_innen lieber bei solchen Aktivitäten anonym bleiben. Das konnten sie früher. Bis zum Verhüllungsverbot. Und jetzt mit der Schutzmaskenpflicht können sies wieder. Großartig!

Ich nehme es niemandem ab, ernsthaft um unsere Grundrechte besorgt zu sein, wenn er jetzt gegen die Schutzmasken protestiert, aber früher nicht gegen das Verhüllungsverbot. Nein. Ich fürchte solche Personen sind in Wahrheit ideologisch motiviert. Sie wittern eine Verschwörung hinter allen Maßnahmen, die mit Corona zu tun haben. Ein Beweis: die Plattform Rubikon verstieg sich zur Behauptung, der Staat habe die Maskenpflicht eingeführt, um die Bürger_innen leichter erschießen zu können, weil das der Polizei bei Masken tragenden Menschen psychologisch leichter fallen würde. Da greift jemand wirklich nach dem letzten Strohhalm, um seine Ideologie zu verteidigen. Natürlich wurde niemand erschossen. Aber die Wahrheit ist genau anders rum. Der Staat will, dass seine Bürger_innen keine Masken tragen dürfen, damit er sie immer und überall überwachen kann, damit er immer weiß, wer wann wohin geht, weil er den gläsernen Bürger und die gläserne Bürgerin viel besser kontrollieren und dominieren kann. Wer ständig überwacht wird, traut sich nicht mehr zu protestieren.

Klar ist, die Coronamaßnahmen laufen sämtlichen Vorhaben von Bundeskanzler Kurz und seiner ÖVP zuwider. Er wollte ein Nulldefizit und hat jetzt einen Schuldenberg. Er wollte nie dem VGT Geld geben, jetzt musste er. Er wollte die totale Überwachung und jetzt muss er anonyme Bürger_innen dulden. Niemand kann mir erzählen, dass irgendwelche Mächtigen die Coronakrise erfunden haben, weil sämtliche Coronamaßnahmen allen Interessen der Mächtigen entgegengesetzt sind. Auch die Maskenpflicht.

Corona-Isolation: 3 wunderschöne Monate im Wald!

Also für mich war die durch Corona erzwungene Isolation ein Segen. Ich durfte 3 wunderschöne Monate mit meiner Familie im Wald erleben. Das drohende Burn-out wurde verschoben. Wir haben nur noch rein biologische Zutaten selbst gekocht und daher viel gesünder gegessen. Plötzlich gabs nur noch gute Luft, kaum Autoverkehr, kein Lärm. Eine wohltuende Stille. Kein Kaufrausch mehr. Und keine Flugzeuge am Firmament. Durch eine Sonderfreistellung konnte ich die Karenzzeit mit meiner Tochter um einen Monat verlängern!

Jetzt bin zurück im 40 Stunden Job, seit einigen Tagen in Wien. Und es ist kaum auszuhalten. Nirgendwo etwas, das ich Wald nennen würde. Ein unglaublicher Lärm. Das fällt einem erst so richtig auf, wenn man aus dem stillen Wald kommt. Ein Rattern und Knattern, ein Geschrei, ein Autolärm ohne Ende. In der Nacht in unserer Waldhütte dagegen strahlen die Sterne am Himmel und der einzige Ton ist das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln.

In den U-Bahnen oder beim Einkauf ein dichtes Gedränge. Wie sehne ich mich da nach einem social distancing. Und nach dem Wald. In alle Richtungen keine Spur von Menschen.

Der Gestank ist kaum auszuhalten. Erst wenn die Nase die frische Luft gewöhnt ist, riecht man die Autoabgase. Und sie sind praktisch überall. Es gibt kein Entkommen. Im Wald dagegen versprüht jede grüne Nadel und jedes grüne Blatt ununterbrochen frischen, von Feinstaub gefilterten Sauerstoff in die Luft!

Und wo sind die farbigen Blumen, die ich jeden Tag angeschaut habe. Und die Rinde von den Bäumen, so rau und harzig duftend. Und die ungeheure Weite, wenn man von einer Erhöhung in die Landschaft schaut.

Ich habe das Gefühl, psychisch und physisch nicht mehr in der Lage zu sein, auch nur wenige Tage hintereinander in der Stadt verbringen zu können. Ich ersticke. Und wenn ich an mein Töchterchen denke, packt mich fast schon die Panik. Nur die wunderbare vegane Kindergruppe hält uns hier in der Stadt. Ansonsten würde mich dieser stinkende, lärmende Betondschungel nur mehr zu Kurzbesuchen wiedersehen!