Amt für Terrorbekämpfung gegen Tierschutz-Kreuzigungsaktion

Und schon wieder zeichnen sich unsere Ämter für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im Kampf gegen das Böse aus! Diesmal trat das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Steiermark an, um die Verfassung vor subversivem Tierschutzaktivismus zu schützen. Was war geschehen?

Am Karsamstag Anfang April 2012 sammelten sich 100 TierschützerInnen am Hauptplatz in Graz. Drei davon trugen Tiermasken – Rind, Schwein, Huhn – und sonst nur einen Lendenschurz. Diese drei schleppten dann mit den Begriffen „Ausbeutung“, „Profitgier“ und „Gewinn“ versehene Kreuze durch die Straßen, von einem Schlachter mit Peitsche angetrieben. An neuralgischen Punkten der Stadt – vor McDonalds, Kleider Bauer und Co – machte der Kreuzigungszug halt und die blutverschmierten Aktivisten mit Tiermasken hängten sich an die Kreuze, https://vgt.at/presse/news/2012/news20120410m_2.php.

Diese Aktionsform hat ihre theologische Begründung. Jesus ist nach christlicher Sicht Fleisch gewordener Gott. Er ist also nicht nur ein weißer Mann, und auch nicht nur Mensch, sondern, allgemeiner, ein Tier gewesen. Mit dem Sündenfall Adams entstand nach christlichem Glauben die Erbsünde, die die Menschen zu Fleischessern machte, aber nicht nur alle Menschen umfasst, wie die unschuldigen Neugeborenen, sondern auch alle Tiere, die sich seitdem gegenseitig töten. Erst da kamen nach christlicher Sicht Fleischessen, Gewalt und Tod in die Welt. Jesus Christus erlöst deshalb nicht nur die Menschen durch seine Selbstopferung, sondern auch alle Tiere, die nach Paulus (Röm 8,22) „mit Stöhnen und Klagen“ auf seine Wiederkunft warten. Im zukünftigen Paradies liegt ja das Lamm neben dem Wolf (Jes 11,6), d.h. es gibt auch unter Tieren keine Gewalt mehr. Tatsächlich ist laut Genesis in der Bibel eine rein vegane Ernährung für alle Menschen (und Tiere) vorgesehen (Gen 1,29), Menschen und Tiere haben einen gemeinsamen Lebensatem, d.h. eine Seele, (Gen 1,30 und Psalm 104, 29f), Gott segnet die Tiere (Gen 1,22) und er schließt mit ihnen ein Bündnis (Gen 9,9), d.h. sie sind bündnisfähig. Die Kreuzigungsaktion der TierschützerInnen erinnert ChristInnen also daran, dass ihr Gott auch als Tier für die Erlösung der Tiere gestorben ist. Eine Erlösung von Leiden, im Übrigen, das den Tieren jedenfalls hierzulande auch und gerade durch ChristInnen zugefügt wird.

Diese Art der Kreuzigungsaktion gibt es seit 2005. Am Karsamstag 2008 in Innsbruck schlug die Polizei das erste Mal zu. Mitten während der Aktion wurden die Kreuze beschlagnahmt. Im SOKO-Akt im Rahmen der Tierschutzcausa war der entsprechende Bericht mit dem Kommentar „Aktion mit militantem Hintergrund“ versehen. Im Folgejahr 2009 gab es in Innsbruck zwar keine Störung der Aktion durch die Polizei mehr, aber die Protagonisten wurden wegen §188 StGB „Herabwürdigung religiöser Lehren“ angezeigt. Das Verfahren kam aber nicht weit.

Am Karsamstag 2012 fand die Aktion das erste Mal in der Steiermark statt. Und dort hat jetzt das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eingegriffen. Durch seine Observationsarbeit konnten die drei Männer mit Tiermasken, Lendenschurz und Kreuz, sowie der Schlachter mit der Peitsche, identifiziert werden. Für den 30. Mai sind die vier nun zum Verhör an die Sicherheitsdirektion vorgeladen. Vorwurf: §188 StGB „Herabwürdigung religiöser Lehren“!

Und so kämpfen unsere Ämter für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung tapfer weiter den Kampf gegen die permanente Bedrohung unserer nationalen Sicherheit durch halbnackte TierschützerInnen und ihre Aktionen „mit militantem Hintergrund“! Mitte April hatten die VerfassungsschützerInnen durch ihr rasches Eingreifen und die Festnahme von 7 Nackten vor der kanadischen Botschaft bereits Schlimmstes verhindert: https://martinballuch.com/?p=1030. Wie lange dieses Kasperltheater wohl noch fortgeführt wird?

25 thoughts on “Amt für Terrorbekämpfung gegen Tierschutz-Kreuzigungsaktion

  1. Tierstimmen says:

    Sehr interessant! Vielen Dank für diesen Artikel.

  2. Andrea says:

    ad Julia: du findest es also völlig okay Leute vor den Kopf zu stoßen, sie zu schockieren, etc. außer wenn es um Religion bzw. religiöse Gefühle geht?! Was unterscheidet religiöse Gefühle von anderen Gefühlen? Die Religion, das große Tabu, dass auch im 21. Jahrhundert niemand anrühren darf? Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob sich alle Christinnen von der Aktion angegriffen gefühlt haben. Manche fanden es sicherlich treffend. Man könnte ja mal eine Umfrage machen und diese auswerten, das wäre dann auch sehr akademisch. 😉 Desweiteren kapiere ich auch nicht, warum du es okay findest, Leute mit toten Ferkeln zu verkraulen, aber nicht mit blutigen Masken, Kreuzen und nem Lendenschurz. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass sich die gesamte katholische Kirche angegriffen gefühlt hat. Im übrigen bin ich mir auch nicht sicher, ob die Kirche so ein toller Bündnispartner ist, den es sich zu Nutze zu machen gilt. Was tun sie denn großartig in Richtung Tierschutz? Oder geht es hier einzig um die Aufforderung Schönborns weniger Fleisch zu konsumieren?
    Eigentlich kapier ich die ganze Diskussion nicht. Ich glaube, es gibt hier einfach einige Überreaktionen von ein paar Leuten (inkl. Beamten), auf eine provokante Tierrechtsaktion (eine von vielen Aktionen). Und außerdem (bezogen auf einen Kommentar weiter oben) bin ich überzeugt davon, dass die Tiere „solche Tierrechtler“ wie Chris Moser sehr wohl brauchen!

  3. Administrator says:

    Aufgrund neuer Infos habe ich einen neuen Blogeintrag zu diesem Thema gestaltet:
    https://martinballuch.com/?p=1128

  4. Lisa says:

    Hallo nochmal,

    Ich habe die „Tote-Ferkel-Aktion“ eben deshalb als „gutes“ Gegenbeispiel genannt, weil es eben auch da viele Stimmen gab, die sich beschwerten, und denen das gar nicht zugesagt hat. Aber überlegen wir, warum diese sich beschwert haben, oder warum sie sich angegriffen gefühlt haben. Die meisten haben wohl gemeint: „Oh – wie eklig!“ -und von dem Gedanken ist es zum Gedanken: „Ja! Und sowas ISST du!“ nicht weit weg. Eine zielgerichtete Aktion, wenn ihr mich fragt. Ebenso die drastischen Bilder, die genau DAS Gefühl im Menschen beleidigen, welches Tierleid ermöglicht.
    In der Kreuzigungsaktion wird ausschliesslich ein Gefühl beleidigt, welches direkt mit dem Tierleid nichts zu tun hat.

  5. Miriam says:

    Es ist natürlich klar, dass Tierrechtler die Aktion anders sehen als überzeugte Gläbuige und demnach nicht unbedingt ihre eigenen Gefühle als Rechtfertigung heranziehen sollten. Die Frage ist aber – wie könnt im Gegenteil denn ihr sagen, dass eure Empfindung bzw. die Empfindung mancher Christen als Maß der Aktion dienen sollen?
    Natürlich sollte eine wirkungsvolle Aktion niemanden bzw. möglichst wenige beleidigen. Auch die Tote-Ferkel-Aktion hat Schweinezüchter bzw. Bauern aller Art aufs Härteste angegriffen und in ihrer Weltsicht gekränkt – warum sollten deren Gefühle außer Acht gelassen werden (zumal es sich hier um einen beabsichtigten Angriff handelt, im Falle der Kreuzigungsaktion jedoch eher um ein Missverständnis)? Zu jeder kritischen Aktion findet sich bestimmt ein guter Teil der Bevölkerung, der dadurch vor den Kopf gestoßen wird – trotzdem ist es gut so …

    Ich selbst würde mich als Gläubige bezeichnen, will meine Meinung jedoch nicht als Ausschlag anführen, weil ich ja auch tierrechtsfreundlich eingestellt bin. Dennoch muss ich sagen, dass meine fleischessenden Bekannten, soweit sie die Aktion mitbekommen haben, neutral bis durchaus positiv reagiert haben – auch die relativ Gläubigen.

    Ganz abgesehen davon kann ich immer noch nicht recht erkennen, was daran beleidigend ist. Dass der erste Anschein vielleicht manche Gläubige verletzt oder trifft, verstehe ich gut, aber gleichzeitig betont der VgT doch, dass es ihm nicht um irgendeine Kritik am Christentum, sondern um etwas völlig anderes geht.
    Empörte Christen können die Aktion also getrost als geschmacklos oder meinetwegen dumm abstempeln, Beleidigung ist sie (im Gegensatz zu der Ferkel-Aktion für Bauern) aber auf keinen Fall …

  6. julia says:

    Andrea, Du hast nicht verstanden, worum es mir geht:
    ich bin sehr *für* drastische Bilder, sofern die Aussage klar und unmißverständlich ist. Ich würde mich auch selbst mit Kunstblut beschmiert nackt in eine Plastikschale legen und finde auch Aktionen wie die mit den nackten Ferkeln sinnvoll, weil sie den Leuten zeigt, *was* sie da essen, und wie das Leben der Tiere wirklich ist.
    Da kann die Botschaft gar nicht drastisch genug sein.
    Es geht mir auch nicht um Geschmacksfragen – relgiöse Gefühle sind keine Frage der Ästhetik, sondern da geht es weit mehr.
    Was ich an der Kreuzigungs-Aktion kritisiere (vom Theologischen abgesehen, das ist eher eine akademische Diskussion, die auf einer anderen Ebene spielt), ist, dass sie absolut mißverständlich ist, unnötig und im besten Fall unwissentlich religiöse Gefühle verletzt.
    Sie stößt Leute vor den Kopf und bewirkt, dass die einfach dicht machen, statt sich für das Anliegen der Tiere – gerade aus der Mitte ihres Glaubens heraus – zu öffnen.
    SIe ist darum von vorn herein kontraproduktiv und sinnlos.

    Die Ferkelaktion regt zum Denken an, auch wenn sie drastisch ist. Die Kreuziguzngsaktion läßt allenfalls Ablehnung bei denen entstehen, die dadurch ihren Glauben lächerlich gemacht sehen.
    Leute zu verspotten (und darum geht es) ist nicht der richtige Weg, um sie zu überzeugen.
    Wenn diese Aktion aber nicht dazu geignet ist, Menschen für das Anliegen der Tiere zu gewinnen, sondern nur dazu, dass sich irgendwelche selbsternannten Gekreuzigten als Märtyrer fühlen (können sie ja jetzt auch, nachdem wunschgemäss der Staatsschutz auf sie aufmerksam geworden ist) dann ist sie einfach verfehlt – und zwar in jeder Hinsicht.
    Was ich absolut nicht verstehe, ist warum man so auf seinem Recht beharren muss Leute in ihren religiösen Gefühlen zu verletzen. Christen-Bashing mag modern sein, aber würdest Du mit ebenso viel Lust einen Mohammed oder Konfuzius als blutiges Schwein sehen?
    Oder eine Schwulen, eine Frau mit blutigem Schinken? Wärest Du nicht (wie ich auch) bei denen, die Toleranz für die Gefühle anderer einfordern, auch wenn man die nicht teilt?
    Die christlichen Kirchen sind derzeit diejenige gesellschaftliche Gruppe, die am ehesten für die Anliegen von Tier- und Umweltthemen ansprechbvar sind und sie sich zu eigen machen. Wenn man ausgerechnet die vor den Kopf zu stoßen müssen meint, zeigt das nur eins – bodenlose Dummheit, für die eigentlich jedes weitere vernünftige Argument zu schade ist.
    Allein schon dass sich manche Tierrechtler dazu hergeben, zeigt schon, dass es ihnen mehr um die Selbstdarstellung als um die Tiere geht.

  7. Andrea says:

    Weil vorhin die Tote-Ferkel-Aktion des VgT angesprochen wurde…auch diese Aktion ist nicht bei allen Menschen gut angekommen und wurde zum Teil als zu „drastisch“ empfunden. Ich persönlich fand sie natürlich erstklassig! Man kann es also nie allen recht machen!

    Natürlich muss eine Bandbreite an Aktionen seitens der Tierrechtler/Tierschützer gesetzt werden, um die Menschen zu erreichen. Und das wird es ja auch! Ja, wir brauchen z. B. Alternativen zum Fleischkonsum, deswegen bietet man Infos zu veganer Ernährung an etc. Es gibt z. B. vom VgT österreichweit Infostände, Stammtische etc. Ofmals wird es kritisiert, wenn man „zu krasse Bilder“ zeigt. Tja, Leute, aber das ist die Realität und in der leben wir nun mal. Ich halte es da mit Ingeborg Bachmann: „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“

    Nein, natürlich soll es nicht Ziel sein die Menschen zu verschrecken und zu verkraulen aber es kann auch nicht Ziel sein, dass man ihnen nur Honig ums Maul schmiert. Es geht halt einfach auch ums Wachrütteln und ja, das schockiert auch manchmal. Die meisten Menschen wurden ja auch nicht als Tierrechtler geboren. Irgendwas hat sie wachgerüttelt, bewegt und zum Nachdenken angeregt. Das ansprechende Element ist sicherlich für jeden Menschen etwas anderes, und das ist auch völlig legitim! Versteht mich nicht falsch, ich bin auch nicht dafür, dass es immer brutale Bilder und provokante Aktionen sein müssen, aber ich finde, sie gehören halt auch dazu und haben eine Berechtigung!

    Im Übrigen täte mich dann noch interessieren, was eurer Meinung nach der optimale Weg wäre, die Menschen zum Umdenken zu bewegen! Sollen wir ihnen die nächsten 100 Jahre nette Broschüren in die Hand drücken und das Beste hoffen?

  8. julia says:

    Andrea (und Martin9, „umgehängt“ haben sich andere Leute die Schweine- etc. -köpfe, und „aufgehängt“ am Kreuz haben sie sich selbst damit (was auch zeigt, um wen es ihnen wirklich geht). Ich habe weder denen noch irgend jemand anderem was an- oder umgehängt.

    Wenn jemand sich, ob aus Unwissen oder Intoleranz, bemüßigt fühlt, Symbole in unpassender Weise zu behandeln, die mir oder irgend jemand anderem was bedeuten, dann muss er damit rechnen, dass ich das nicht begrüße – auch wenn er Anliegen vertritt, die ich teile.

    Denn wenn es nicht als Beleidigung des christlichen Glaubens gedacht war, dann ist es schlicht Dummheit, und wenn doch, was will man mit einer bewußten Beleidigung erreichen? – aber dann kann frau letzten Endes nur spöttisch die Achseln zucken, wenn der Verfassungsschutz auf den Platz tritt und sich seinerseits lächerlich macht. Wirklich ein possierliches Land, Österreich, mit lauter
    Leuten, die Räuber und Gendarm spielen und darüber vergessen, worum es eigentlich geht.

    Ich finde es bedauerlich, wenn andere Tierrechtler derart dämlich sind, unnötig potentielle Sympathisanten, die sich in den christlichen Kirchen finden könnten (s. Herrn Schönborn!) zu verärgern, und ich finde es ebenso bedauerlich, wenn andere Gläubige sich dadurch provozieren lassen und finden, mit den Tierrechtlern sei nicht zu reden.

    Dem Anliegen der Tiere ist damit nicht gedient. Sondern nur dem irgendwelcher Halbstarker, die nicht etwa auf das Leid der Tiere aufmerksam machen, sondern vor allem bewußt provozieren und sich selbst zum Märytrer machen wollen. Hat ja offenbar schon was zu tun mt der Lust an der Selbsterhöhung und dem Märtyrertum am Kreuz, wenn man sowas macht.

    Damit bringtt man – wie die Reaktionen nicht nur des Verfassungsschutzes zeigen – weniger das Leid der Tiere ins Gespräch. Sondern vor allem sich selber.

    Und auf diese Art von Tierrechtlern können die Tiere getrost verzichten!

  9. Lisa says:

    Hallo Andrea!

    Ganz unbewusst hast du bestätigt, was julia und ich versuchen zu erklären.
    DU bist Tierrechlerin (jetzt schon – du musst zum Nachdenken nicht mehr bewogen werden) IN DIR löst es das aus, was du gerne bei anderen ausgelöst gesehen hättest. Sei dir dessen bewusst, dass das (mit dieser Aktion) nicht geklappt hat.
    Andere Aktionen (vornehmlich die, die auch vom VGT organisiert wurden) fand ich zu diesem Zweck viel geeigneter. Als Beispiel möchte ich die Aktion nennen, wo der VGT mit den toten Ferkeln am Stephansplatz(?) gestanden hat, oder als Herr Balluch sich in einen Kastenstand sperren ließ. Das rüttelt auch auf – und ist direkter in der Nachricht, die es zu verstehen gilt.
    Also, geht es euch darum, dass ihr als „eingeschworene Gruppe der Tierrechtler“ euch gegenseitig auf die Schultern klopft und versteht (was ja vorher auch so war) muss ich sagen: Gut gemacht! Genau dafür ist eine solche Aktion gut. Ging es darum diejenigen, die Fleisch essen zum Nachdenken zu bringen, so hat diese Aktion da sicher nichts dazu beigetragen. Andrea, denk dran: ihr wollt auch die Leute „die sich angegriffen“ fühlen zum Nachdenken über den Fleischkonsum bewegen, und mit dieser Aktion schafft ihr das bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil, werden die von euch gewünschten Überlegungen vom „angegriffen sein“ komplett verdrängt, und es wird genau das Gegenteil erreicht.
    Ich denke schon, dass die Veranstalter solcher Aktionen sich überlegen sollten welche Ziele sie eigentlich verfolgen, und sich dann überlegen, wie diese gut zu erreichen sind, und nicht nur „irgendwas reißerisches“ auf die Beine stellen. Das „häng ich ihnen um“, dass sie hier komplett versagt haben. (Ausser, es ging wirlich nur um eine Aktion zum Selbstzweck. Also: Eine Aktion von Tierrechtlern FÜR Tierrechtler – denn dafür war’s wohl ganz gut geeignet.)

  10. Andrea says:

    Ich glaube nicht, dass es jetzt Sinnmacht den Bibeltext zu zerlegen. Vielmehr sollte man sich überlegen, was diese Kreuzigungszüge für Tierrechte in einem selbst auslösen. Sicherlich ist es für jede Person anders, kommt ganz darauf an wo der Fokus liegt. Als Tierrechtlerin finde ich es natürlich auch nicht abwertend gegenüber der Religion. Ich empfinde es als anklagend gegenüber der Fleischindustrie und der Blindheit und Ignoranz der Menscheit! Es soll natürlich provozieren und aufrütteln! Nicht jede Aktion im Tierschutz ist aber provokant und schockierend. Sehr vieles ist einfach schlicht und ergreifend Information und das Aufzeigen von Alternativen – das ist ein sehr wichtiger Punkt, um Menschen zu erreichen! ABER ab und zu müssen auch mal Aktionen stattfinden, die die schöne Fassade der Industrie zum brökeln bringt und zeigt was wirklich passiert und wie groß das Unrecht ist, dass Tieren in unserer Gesellschaft widerfährt!

    Wenn gewisse Menschen, ChristInnen oder nicht, das anders interpretieren oder sich angegriffen fühlen, dann sei das ihnen überlassen. Dies den VeranstalterInnen umzuhängen, finde ich zu einfach!

  11. Administrator says:

    @ Marina:
    Im Text steht doch auch Gen 1,29 als Referenz zur veganen Ernährung. Lesen Sie einen anderen Text?

  12. Administrator says:

    @ Marina:
    Es geht um Psalm 104 Vers 29f, wie im Text steht.

  13. Marina says:

    Lieber Herr Balluch,

    ihr Engagement und Ausführung der biblischen Texte betreffs vegane Ernährung und des Aufkommens der Sünde möchte ich eines korrigieren:
    Lt Genesis 2, 7 blies Gott dem Menchen den odem ein und er wurde eine Seele, er „hatte nicht ein“, er „wurde eine“. Das ist ein unterschied, da ja viele glauben, die Seele des Menschen sei unsterblich und etwas, das nach dem Tod weiterlebt oder wegfliegt, jedoch geht der Odem Gottes nach dem Tod an ihn zurück und der Mensch wird nur noch zu Erde und Staub.
    In Genesis 1 beginnt der Text über vegane Ernährung schon ab Vers 29, nicht erst ab 30.
    Und Psalm 29f erwähnt leider nichts von Gottes Odem oder von veganer Ernährung. Da haben Sie sich vll. vertippt.
    Soll keine Kritik sein, nur eine Anmerkung.
    Ich selber bin gläubig und lebe vegan und setze mich für Tiere ein im Rahmen meiner Möglichkeiten und unterstütze jegliche Form der Beseitigung von Tierqual.

    Viel Glück und Kraft bei ihren weiteren Vorhaben im Tierschutz… LG Marina

  14. julia says:

    Bea, Du hast Recht: Es hat *nichts* mit Religion zu tun, was der Mensch den Tieren antut. Man kann die Religion nicht dafür verantwortich machen, was der Mensch tut. Und theologische Argumentationen muss weder jeder verstehen wollen noch sich damit befassen. Die Aktion und Martins Überlegungen bewegen sich aber auf dem Terrain – wenn auch on thin ice.

    Was den Begriff „unmenschlich“ betrifft, den Du verwendest, – was wäre denn dann „menschlich“?
    Tun nicht Menschen Menschen und Tieren Dinge an, die Tiere nie tun würden?

    Wenn „unmenschlich“ wie von Dir verwendet zu etwas sehr negativem wird, dann hast Du offenbar ein sehr hohes Bild vom Menschen. Dann überlege bitte mal, woher das kommt …
    Der neuzeitliche „Humanismus“ (der mit dem ursprünglichen eines Erasmus & Co. nichts zu tun hat) beruft sich auf ein Ideal vom Menschen als hohes und edles Wesen, verantwortungsbewußt, selbstbestimmt, edel und gut, womit er sich vom Tier abgrenzt; „tierisch“ ist ebenso wie „unmenschlich“ ein Schimpfwort.

    Nur leider hält die ach so selbständig denkende Menschheit dieses Ideal nicht durch – menschliches Handeln ist allzu oft unmenschlich.

    Ein bisschen Orientierung an anderen als „menschlichen“ Idealen kann da jedenfalls nicht schaden. Von historischer Bildung über Hexen und Inquisition ganz zu schweigen.

  15. julia says:

    „Kanonische Lehre im Christentum“ zu schreiben zeugt von solidem Halbwissen. Es kann höchstens für die katholische Kirche gesprochen werden – und die ist nur eine unter vielen, auch wenn sie das selbst gern anders hätte.
    Dass Frauen keine Seele haben sollen, ist eine Idee, die erst im frühneuzeitlichen (!) Katholizismus aufkam – sie ist keinesfalls kanonisch (auch nicht im katholischen Christentum) und weder mittelalterlich noch von der Reformation mitgetragen.
    Was den Straftatbestand der „Herabwürdigung religiöser Symbole“ erfüllt, hat weder ein einzelner katholischer Theologe noch ein Tierrechtler (noch eine protestantische Theologin) zu besagen, sondern allein die entsprechende Strafgesetzregelung und die sie interpretierende Justiz.
    Und genau wie Lisa, die meinen Beitrag im Gegensatz zu Dir verstanden hat, unterstreicht: Es geht bei jeder Aktion nicht darum, was die Aktivisten ausdrücken wollten. Es geht darum, welche Botschaft ankommt. Und die ist in diesem Fall höchstens bei Leuten, die ohnehin a) tierfreundlich, und b) kirchenkritisch sind, positiv. Alle anderen Kirchenkritischen finden die ganze Aktion höchstens lächerlich, weil ihnen der Mann am Kreuz für ihr Leben ebenso egal ist wie das Leiden des Schweins im Schlachthaus – sie finden beides gleich blöd, oder unangenehm. Gläubige Christen hingegen werden in erster Linie empfinden, dass die Gleichsetzung des sterbenden Gottessohnes mit jedem anderen Leiden, sei es das eines Menschen oder eines Tiers, unangemessen ist, oder sie sogar als Verspottung empfinden. Theologisch ist sie zudem aufgrund der Unvergleichbarkeit und Einzigartigkeit des Leidens Christi unhaltbar. (Wissenschaftlich gesehen ist für diesen zentralen Punkt christlicher Theologie die katholische Kirche vielleicht weniger kompetent, nachdem im ach so katholischen Österrreich der höchste Feiertag des Kirchenjahrs, der Karfreitag, ja nicht mal ein staatlicher Feiertag ist.)
    Es geht nicht darum, ob Jesus ein schwarzer oder weißer Mann war (der historische Jesus war wohl jedenfalls weder noch, sondern Orientale), eine Frau oder ein Schwein. Es geht darum, dass das Leiden Jesu mit keinem anderen vergleichbar ist.
    Vom Demonstrieren verstehe ich weniger als ihr: aber wenn erreicht werden soll, dass Menschen ins Nachdenken kommen, sich mit Euren Ideen befassen und erkennen, was ihr alltäglicher Konsum den Tieren antut, dann kann man nur sagen: Setzen, sechs.
    Und wenn diese Aktion doch nur provozieren will, dann ist dem Tierrechtsgedanken jedenfalls eher im Wege, denn sie bewirkt sicher, dass bei vielen Leute die Klappe einfach runter geht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bei solchen grenzüberschreitenden Aktionen Provozieren wichtiger wird als Leute zum Nachdenken zu bringen, die Lust an der Provokation, vielleicht sogar zum eigenen Märtyrertum, zum Selbstzweck wird: Egal, ob die Leute ins Nachdenken kommen oder nicht, Hauptsache, der Verfassungsschutz kommt.
    Anstöße geben ist eben nicht Anstoß erregen.

  16. Bea says:

    Taten statt Worte. Hier trifft das in aller Deutlichkeit zu – das Bild rührt mich zu Tränen. Im Gegensatz zu gewissen klugen Kommentaren – die sind so langweilig, dass man sie gar nicht wirklich lesen mag… und was den Arbeitsgeber der Ordnungshüter anbelangt, da wird man den Verdacht nicht los, dass die Wahrheit als Bedrohung empfunden wird… War damals mit den Hexen auch so, ganz zu schweigen von der Inquisition… Es wurden Menschen bestialisch vernichtet, nur weil sie selber entschieden, wie sie (vor)leben und was sie denken wollten… Anders halt, als der Rest der menschlichen Welt, für die Essen und Trinken die 3 schönsten Dinge waren… übertragbar auf die heutige Zivilisation!
    …hat es überhaupt mit Religion zu tun, wenn man sich mal bewusst wird, was der Mensch dem Tier antut – zu seiner Befriedigung und seinem Vergnügen? Wenn die Aktivitäten in einem Schlachthaus nicht einfach nur hässlich, barbarisch, primitiv, unmenschlich und kriminell sind, dann sag mir doch einer was den nun wirklich der reine Horror ist…

  17. Administrator says:

    @ Julia und Lisa:
    Natürlich ist es NICHT kanonische Lehre im Christentum, dass nichtmenschliche Tiere eine Seele haben. Bis vor nicht allzu langer Zeit hatten Frauen in der katholischen Kirche auch noch keine. Vielmehr ist es eine Strömung innerhalb der christlichen Kirchen, auf diese Weise – Tierbefreiungstheologie! – die Bibel zu lesen. Ich habe davon geschrieben:
    https://martinballuch.com/?p=930

    Mit Dr. Wolfgang Kimmel, Dissertation „Gott der Tiere“ und katholischer Priester in Wien, habe ich eine Radiosendung gemacht: http://o94.at/radio/sendung/tierrechtsradio/1065934/ Wolfgang Kimmel hat in der Sendung genau diese Kreuzigungsaktion positiv bewertet. Er sagte, das Verbot der Herabwürdigung religiöser Lehren ist wichtig, aber hier nicht anwendbar.

    Im Rahmen der Frauenbewegung wurde Jesus als Frau dargestellt. Die Bürgerrechtsbewegung gegen Rassismus in den USA hat Jesus als Mann mit schwarzer Hautfarbe dargestellt. Immer wurde argumentiert, dass Jesus (wenn überhaupt) weißer Mann war ist irrelevant. Jesus war in Essenz genauso ein Mann anderer Hautfarbe und Frau. In logischer Folge macht jetzt die Tierbefreiungsbewegung das Gleiche. Wenn es bei der Bügerrechtsbewegung und der Frauenbewegung nicht Herabwürdigung religiöser Lehren war, dann kann es das bei der Tierbefreiungsbewegung auch nicht sein. Oder wir argumentieren speziesistisch.

    Diese Kreuzigungsaktionen sind übrigens keine Aktionen des VGT oder von mir. Aber ich solidarisiere mich mit ihnen.

    PS: Ich habe oben das Foto einer Skulptur eingefügt, die dasselbe Thema verfolgt. Wenn so etwas von Tierrechtsseite kommt, dann kann es ja nicht herabwürdigend gemeint sein, weil für TierrechtlerInnen sind weder Schweine minderwertig noch ist das Wort „Schwein“ beleidigend.

  18. Lisa says:

    Lieber Martin,

    ich hoffe, du hast dir den Kommentar von julia gut durchgelesen, ich habe tagelang überlegt wie ich diese Gedankengänge ausdrücken soll, ohne dass es gläubigen Christen (zu denen ich ich selber übrigens nicht wirklich zähle) als Dummheit ausgelegt wird.
    Sie hat aber vor allem einen logischen Denkfehler der Demonstranten klargestellt: Das Schwein am Kreuz wird ausschliesslich als Verhöhnung des Christentums gesehen werden; der Gedanke: „Das Schwein ist auch für euch gestorben“ ist für einen Fleischesser und Christen beim Anblick eines gekreuzigten Schweins doch sehr viel weiter weg als: „Euer Jesus ist ein Schwein“. So gesehen war dies eine Aktion zum Selbstzweck; ihr sprecht damit nur diejenigen an, die ohnehin schon vegetarisch leben UND mit dem Christentum nichts am Hut haben; alle anderen schütteln darüber nur den Kopf und finden es blasphemisch – was es ja auch ist (von aussen betrachtet, denn ich bin weder Vegetarier noch besonders gläubig). Ein Umdenken werdet ihr damit leider nicht bezwecken; lediglich noch stärkerer Widerstand von denen, die ihre Religion (meiner Meinung nach zurecht! Egal wie’s hier jetzt gedreht und gewendet wird!) durch den Kakao gezogen sehen. Wer auch immer mit dieser reißerischen Idee zu dieser Aktion gekommen ist, hat, wie ich finde, hier ordentlich daneben gegriffen. Dass ihr da mit dem Vorwurf „Herabwürdigung Religiöser Lehren“ zu kämpfen habt, sollte euch eigentlich nicht besonders wundern, denn genau das ist es auch; ich will euch zugestehen, dass ihr es nicht absichtlich so gemeint habt, aber dass es von den meisten so aufgefasst wird, wundert zumindestens mich überhaupt nicht. Gut- jetzt könntet ihr sagen: Religion ist Opium für’s Volk, und die Herabwürdigung der Religion eigentlich eine tolle Sache an sich – aber DANN STEHT AUCH DAZU! Oder ihr sagt, Nein, Herabwürdigung der Religion ist nicht ok, dann lasst es aber auch, und redet euch nicht nachher irgendwie raus, sondern steht dazu!

    Im Übrigen (ganz ohne Anspruch auf Richtigkeit) habe ich die Bibel so verstanden, dass wir erst nach der Sintflut Tiere geschlachtet und gegessen haben; aber vielleicht war das ein Missverständnis.

  19. Andrea says:

    Ganz ehrlich: die Leute fühlen sich eh von allem und jedem vor den Kopf gestoßen. Nix darf man machen, sagen tun! Ich fühl mich auch oft vor den Kopf gestoßen (da brauch ich nur die Fleischtheke beim Billa passieren oder an einem „Grillhendel-Schmaus“ Schild vorbei fahren, wo ein glückliches Huhn freudig seinem Tod am Spieß entgegen lächelt).
    Schade auch, wenn es unter den ChristInnen (was ja nicht gleichbedeutend mit KatholikInnen ist) niemand mehr gibt, der frei denken kann und mal hinterfragt an was für Symbole er oder sie glaubt. Jesus am Kreuz steht u. a. für unschuldig verurteilt, gequält, gedemütigt, gefoltert und qualvoll gestorben. Das macht m. E. eine eindeutige Parallele dazu auf, was mit den Tieren heutzutage passiert!

  20. julia says:

    Nein, für diese Aktionsform kann es keine theologischen Begründungen geben. Und das mit der Erbsünde stimmt so auch nicht (davon sind Tiere ausgenommen, sonst müßten sie auch getauft werden und könnten in den Himmel kommen – in der frühen Neuzeit war gerade das Nichtvorhandensein der Erbsünde bei Tieren ein Argument dafür, dass sie keine Seele und also auch kein Empfinden hätten).
    Auch wenn es mich Deine Bibelfestigkeit natürlich freut und ich Dir darin zustimme, dass Christen, von den Schriften des AT und NT her gesehen, aufgrund der Schöpfungsgemeinschaft mit allem, was lebt, eine Verantwortung für die Schöpfung haben, die das Töten und Quälen von Tieren (ebenso wie das von anderen Menschen) ausschließt.
    Die Erlösungsbedürftigkeit (und damit auch die Seele) von Mensch und Tier ist gut paulinisch. Und das stellvertretende Leiden Christi hat diese Erlösung erst ermöglicht. Aber: Es ist enzigartig, unvergleichlich, nicht wiederholbar und nicht nachahmbar.
    In ihrer Wirkung stellt sich diese Aktion, statt – wie beabsicht – die Leidensgemeinschaft des stellvertretenden Leiden Christi mit dem unfreiwilligen Leiden der Kreatur zu betonen, vermutlich aus Unwissenheit in eine lange (in der Antike beginnende) Tradition des Christenspotts, die das Leiden Christi zu etwas Lächerlichem herabwürdigt, indem eben nicht mehr Christus am Kreuz hängt, der dies aus freiem Willen auf sich nahm, sondern ein Tier, das dort unfreiwillig und allein aus niedrigen Motiven der Menschen hängt. Zweitausend Jahre alter Spott: Ihr betet nicht einen Gottessohn an, dessen Leiden die Welt erlöst, sondern einen Esel, nach dessen Leiden kein Hahn kräht (so eine antike römische Karikatur). Das eine Leiden kann man nicht mit dem anderen vergleichen.
    Anstatt dass diese Aktion solchen Christen, die bisher nie über ihren Fleischkonsum nachdachten, nahebringt, wieviel Leid sie damit verursachen, und dass dieses Leiden nicht im Sinn ihres Glaubens ist, werden sie sich vielmehr verspottet fühlen (Christen-Bashing ist schließlich in), im besten Fall aber kritisiert, so als ob ihr Glaube Unsinn oder sogar selbst Verursacher von Leid sei.
    Nachdem gerade von katholischer Seite kürzlich die unerwartete Anregung an die Gläubigen kam, dass Katholiken um der Schöpfung willen den Fleischkonsum halbieren sollte, kann so eine Aktion die Leute nur unnötig vor den Kopf stoßen. Natürlich ist es absolut lächerlich, wenn dafür der Staatsschutz kommt (den hätte man ja mal fragen können, ob er die Religion nicht nur in Schutz nimmt, sondern auch dem Vorschlag Schönborns zum Teilzeitvegetarismus folgt -?), und dem Staatsschutz geht es auch sicher nicht um den Schutz des Glaubens und der Gläubigen vor Verunglimpfung, sondern denen ist einfach jedes Argument gegen Tierrechtler und -schützer recht. Aber man muss meiner Meinung nach schon ziemlich dumm sein, wenn man nicht nur gleichzeitig unnötig eine in Österreich wohl nicht unbedeutende Bevölkerungsgruppe vor den Kopf stößt, statt sie ins Boot zu holen, und gleichzeitig dem Verfassungsschutz noch eine Steilvorlage liefert. Die werden jetzt irgendwo ins Fäustchen lachen und kichern, Veganismus/Vegetarismus mache eben doch dumm. Das hoffe ich schon aus egostischen Gründen nicht – aber denken vorm Demonstrieren wäre sicher besser.

  21. Magdalena says:

    Sicher fühlen sich da die lieben ChristInnen und anderen selbstverständlich Fleisch Essenden provoziert, soweit sie an die gottgegebene Herrschaft über die Tiere und deren Seelenlosigkeit glauben… Interessant finde ich die Herleitung eines veganen Lebensstils aus der Genesis, sehr subversiv. Bravo.

  22. Rübler says:

    die” kristen” brauchen immer noch Kreuzzüge.Und wenn die großen aus sind, machen wir kleinere. Da kann uns nichts passieren , wir demonstrieren unseren Einfluss, Macht und begeilen uns.Wir schützen die anderen davor,sie denken zu lassen,daß Tiermord nicht richtig sei . Amen
    PS: Sonst fahren wir nicht sicher in den Himmel..Sölchene Aktionen geben Pluspunkte bei der Wolkenverteilung(würde Franz Fesl sagen)

  23. Andrea says:

    Ich möchte mich dem Kommentar von Martin C. gänzlich anschließen!

  24. marmelade says:

    Was sollen diese Agenten sonst machen?
    Die Banken observieren?
    Dieses Vorgehen ist nicht nur in AT so, sondern auch in China, Syrien oder Nordkorea und anderen Schurkenstaten üblich.
    Hoffe das Die aktivisten weitermachen.

  25. Martin C. says:

    Offensichtlich leiden die Leute der Stasi aufgrund fehlender realer Bedrohungen unter latenter Unterbeschäftigung. Aus deren Sicht auch irgendwie verständlich, wenn dann imaginäre Staatsfeinde die zahlreichen, im Prinzip überflüssigen, Posten erhalten müssen.

    Aber solange es keine ernsthafte Bedrohung gibt, könnten die überzähligen Leute doch ohne Weiteres für sinnvollere Tätigkeiten eingesetzt werden (z.B. Schwerpunktkontrollen von Tiertransportern) und würden so obendrein auch dem Steuerzahler nicht durch unnütze, teure und noch dazu rechtsstaatlich fragwürdige Observationen im Geldbörsl hängen.

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