Ich wurde Corona geimpft – keine Nebenwirkungen

Das Bild oben stammt von der Statistik Austria. Gezeigt wird die Häufigkeit verschiedener Todesursachen in Österreich zwischen 2015 und 2020. Man sieht, dass die Herz-Kreislauf Erkrankungen mit Spitzen im Winter mit Abstand für die meisten Sterbefälle sorgen. Danach kommt ca. halb so oft Krebs und dann lange nichts, bis ganz unten irgendwo auch die Grippe zu sehen ist. Covidtote traten zunächst bei der ersten Welle auf, die ja durch einen harten Lockdown, der auch befolgt wurde, abgefangen werden konnte. Vor dem zweiten Lockdown hat man in Österreich lange gewartet. Die Folge ist, wie zu sehen, dass Covid19 die häufigste Todesursache Österreichs wurde, sogar häufiger als die Herz-Kreislauf Erkrankungen. Durch die folgenden Maßnahmen wie Lockdown und Maskenpflicht wurde diese Todesrate wieder abgefangen.

In den USA hat Corona viel mehr grassiert. Die Todesraten waren gewaltig, viele tausend pro Tag. Weltweit sind die Raten der Neuinfektionen und der Todesfälle aufgrund von Corona ständig gestiegen. Doch heute ist das nicht mehr so. Seit einiger Zeit sinken die Zahlen und in den USA besonders.

Was ist neu? Es wird geimpft. In den USA bereits seit Dezember 2020. Das New Scientist vom 13. Februar 2021 berichtet davon, dass vor 2 Wochen bereits 130 Millionen Menschen weltweit geimpft worden waren. Auch in Österreich ist ein Ergebnis zu spüren. Der ORF hat gestern Statistiken gezeigt, nach denen die Erkrankungen bei den älteren Menschen hierzulande stetig sinken obwohl die Neuinfektionen wieder ansteigen.

Das New Scientist vom 13. Februar 2021 handelt schwerpunktmäßig von der Coronaimpfung. Da ist die Rede davon, dass bei der AstraZeneca-Impfung 5 % überhaupt nicht immun werden, der Rest ist die ersten 3 Wochen gar nicht geschützt und danach die Tage 22-90 zu 76 %. Anschließend braucht es die zweite Impfung. Um die Immunwirkung zu erhöhen, wird empfohlen vor der Impfung Sport zu betreiben und danach viel zu schlafen, sich keinem Stress auszusetzen und soziale Kontakte zu pflegen. Nebenwirkungen würden 50 % verspüren, wobei bei 20 % sogar für 3 Tage hohes Fieber auftreten kann. Im Übrigen stehen laut New Scientist 7 weitere neue Impfseren vor der Zulassung.

Ich habe mich auch Online zur Impfung angemeldet und erhielt überraschend vor einigen Tagen einen Termin. Der Ablauf war sehr geordnet und ruhig, obwohl 1000 Menschen gleichzeitig dort waren. Man füllt ein Formular aus und wird dann durch 3 Stationen geschleust, einmal ein Gespräch über das Formular, dann eine Beratung durch Ärzt:innen und dann die Impfung selbst, gefolgt von einem Ruheraum – mit Sesseln im 3 m Abstand. Das Ganze wurde sehr professionell gehandhabt.

Die Ärztin, mit der ich sprach, hat mir Nebenwirkungen angekündigt, die nach 3 Stunden beginnen könnten, aber maximal 3 Tage dauern würden. Doch nichts dergleichen geschah. Ich bin offenbar einer jener glücklichen Prozent, die überhaupt keine Nebenwirkungen haben. Vielleicht ist das auch auf meine Körpermasse zurück zu führen. Soweit ich beobachten konnte, bekamen alle die gleiche Impfdosis, egal ob 40 oder 140 kg schwer.

Die Personen, mit denen ich zusammen geimpft wurde, waren alle sehr jung. Aufgrund der Coronadistanz habe ich mit niemandem gesprochen, aber es dürfte sich um Polizei, Feuerwehr, Pflegepersonal, Lehrer:innen und Kindergärtner:innen gehandelt haben, wie ich verschiedenen kleinen Hinweisen entnahm. Ich war jedenfalls so ziemlich der Älteste vorort. Ich falle auch in eine der offiziellen Kategorien der für die Impfung zu Priorisierenden, weshalb ich so einen frühen Impftermin erhielt.

Im New Scientist ist auch ein Ausstiegsszenario aus der Corona-Pandemie angedacht. Es gibt 4 Coronaviren, die heute bei Menschen nur einen leichten Schnupfen verursachen. Eines davon war Ende des 19. Jahrhunderts als Russische Grippe virulent und tödlich. Doch letztlich hat sich eine Mutation davon durchgesetzt, die relativ harmlos ist, aber dafür weiter existiert.

Es werde nicht gelingen, so New Scientist, dieses neue Coronavirus durch die Impfung auszurotten. Coronaviren haben einen Selbstschutz gegen Mutationen, doch wenn sie sehr unter Druck geraten, wie gegenwärtig in der Pandemie, dann mutieren sie doch. Deshalb sei, so New Scientist, von Virolog:innen erwartet worden, dass sich dann lauter Mutationen einstellen, wie das momentan geschieht. Manche davon sind ansteckender, manche tödlicher, manche aber auch weniger gefährlich. Evolutionär erfolgreich, so New Scientist, sei ein Virus dann, wenn seine Wirt:innen es zwar verbreiten, selbst aber nur wenig bis gar nichts davon spüren, wie eben einen leichten Schnupfen. Deshalb, so meint der Kommentator des New Scientist, würde sich auch bei diesem Coronavirus früher oder später die harmloseste Variante evolutionär durchsetzen und es würde nur eines von vielen Schnupfenviren werden. Doch wie lange das dauert, wurde offen gelassen.

22 thoughts on “Ich wurde Corona geimpft – keine Nebenwirkungen

  1. Janine K. says:

    „Ich halte Impfungen für eine absolut fantastische Idee, weil sie prophylaktisch wirken, das Immunsystem stärken und nicht Symptombehandlung nach dem Ausbrechen einer Krankheit sind.“

    Wenn ich richtig informiert bin arbeitet Herr Hess mit seinen grausamen Putenversuchen an der Vetmeduni auch an einer Impfung gegen die Schwarzkopfkrankheit…..warum haben Sie sich hier so fürchterlich darüber aufgeregt und eine Kampange gegen ihn gestartet? Nun nutzen Sie selber eine Impfung, die ebenfalls mit grausamen Tierversuchen erforscht wurde! Dürfen Puten nicht geimpft werden? Ist das nicht ziemliche Heuchelei??? Ich persönlich finde es entsetztlich wie viele Tiere nun zum Zecke der Erforschung der Coronaimpfstoffe weltweit ihr Leben lassen mussten. Vektorimpfstoffe sind auch nicht vegan! Ich kann nicht auf der einen Seite auf Teufel komm raus gegen Tierversuche wettern und dann seelenruhig Impfungen beführworten, weil es ja evtl. Vorteile für mich persönlich bringen könnte…….Ein Fähnlein im Winde. Für mich sind Sie ab sofort unglaubwürdig was Ihr Aktionismus gegen Tierversuche angeht!!!

  2. Martin Balluch says:

    @Janine K.
    Ich fürchte Sie haben ideologisch etwas gegen Impfungen und versuchen dann erst Gründe dagegen zu finden, die Sie vorschieben.

    Also analysieren wir das einmal ganz rational und sine ira:

    – Impfungen an sich, schreibe ich, sind eine fantastische Idee. Impfungen an sich haben nichts mit Tierversuchen zu tun. Selbst wenn heute Tierversuche dafür verwendet werden, dann ist das ja ganz offensichtlich nicht zwingend der Fall. Also, ja, rational gesehen können Impfungen eine großartige Idee sein, auch wenn Tierversuche abzulehnen sind.

    – Beispiel Hess: da gings darum, der Putenindustrie zu helfen, weniger Verluste zu machen, und nicht um Tierleid zu vermeiden. Hess hat mich genau wegen dieser Aussage geklagt und auf allen Ebenen verloren. Also ist sogar das Gericht der Meinung, diese Aussage stimmt.

    – Wie in meinem Blog und vor allem bei Ärzte gegen Tierversuche in Deutschland dargelegt, hat man gerade bei der Entwicklung dieser Impfstoffe Alternativmethoden, wie Organachsen auf einem Chip, verwendet, sonst wäre die Entwicklung nicht so schnell möglich gewesen. Dass man dann aufgrund veralteter Gesetze die Verträglichkeit der gefundenen Impfstoffe auch durch Tierversuche testet, ist natürlich tragisch. Aber verschiedene – VEGANE – Getränke wurden auch an Tieren tragischer Weise auf Verträglichkeit getestet und ich habe noch nie gehört, dass anständige Menschen deshalb diese Getränke nicht mehr trinken sollten. Selbst Wasser hat man an Tieren auf Verträglichkeit getestet, und alle homöopathischen Mittel auch, und andere sogenannte alternative Heilmethoden. Man hat Flugzeuge mit invasiven, grausamen Menschenversuchen getestet, an denen diese Menschen grauslich zugrunde gegangen sind, und trotzdem fliegen auch vegane Menschen mit dem Flugzeug.

    – Ich sage meine Meinung ohne jede Rücksicht darauf, was irgendwer danach von mir hält. Das ist mir nämlich herzlich egal. Mein Ziel ist nicht, beliebt zu sein. Mit diesem Blog will ich meine Meinung äußern, ohne Rücksicht auf Verluste. Auch wenn sich aufgrund von meiner Kritik an Almen z.B. viele Leute aufregen.

  3. Alex Winter says:

    Also wenn homöopathische Mittel an Tieren getestet wurden, dann ist diesen Tieren sicher jegliche Nebenwirkungen erspart geblieben… Und wenn vegane Getränke eh auch an Tieren getestet wurden, warum sollte man dann noch vegan sein? Also irgendwie ergibt diese Art von Argumentation keinen Sinn. Denn eigentlich achten Veganer darauf, alles tierversuchsfrei zu kaufen. Aber wenn sogar Wasser an Tieren getestet wurde, warum dann überhaupt noch aufs vegan Logo achten? Erklären Sie uns das doch einmal. Oder geht es nicht eher darum, dass es eine gewisse Frist gibt, nach der bei einem Produkt keine Tierversuche mehr gemacht wurden, z.B. 25 Jahre? Das kann man aber bei dieser Impfung nun wirklich nicht behaupten. Also wer sich z.B. um veganen Wein bemüht, aber Corona Impfungen als vegan bezeichnet weil sie ja theoretisch „nicht an Tieren getestet werden hätten müssen“ aber praktisch doch…naja…ohne Worte…Da gehts jetzt wirklich nur ums eigne Wohlbefinden, tut mir leid, aber nur weil diese Krankheit gerade Sie betrifft, weil Sie sich davor fürchten, sagen sie das. Wenn es etwas wäre das nur „die anderen“ haben, wie z.B. Krebs, (sicher sowiso selber schuld, zu viele tierische Produkte gegessen, also null Mitleid..) dann wäre das eine ganz andere Geschichte. Diese Therapien wären dann nicht „vegan“ und die Tierversuche strikt abzulehnen, nicht wahr?

  4. Martin Balluch says:

    @Alex Winter
    Kennen Sie die Definition von „vegan“? So viel, wie in der gegebenen Gesellschaft möglich auf Tierprodukte und Produkte, für die Tiere ausgebeutet wurden, verzichten. So viel wie möglich, steht da.
    Es gibt ein Tierversuchsverbot für Kosmetika. Leider darf man aber die Inhaltsstoffe dieser Kosmetika weiterhin in anderem Zusammenhang an Tieren testen. Was laufend geschieht.
    Wie steht es mit tierfreien Produkten, die in einem Warenhaus lagern, in dem Rattengift ausgelegt worden ist? Vegan oder nicht?
    Oder die alte Diskussion: sehr viele biologische pflanzliche Produkte wurden mit tierlicher Gülle gedüngt. Vegan oder nicht?
    Impfungen müssen weder an Tieren getestet werden, noch können sie nur durch Tierversuche entwickelt werden. Unser Ziel muss sein, die Gesellschaft dorthin zu bewegen. Wenn Sie den Anspruch haben, ohne allen Produkten zu leben, die jemals an Tieren getestet wurden, dann haben Sie eine ganz schöne Aufgabe. Wie gesagt, ich fürchte das geht nicht. Da gehts ja nicht um das konkrete Produkt, das sie in der Hand haben, sondern ein Analoges, das irgendwann einmal getestet wurde.
    Bei LD50 Tests sterben 50 % der verwendeten Tiere an der Abgabe des Mittels, und der Rest wird danach getötet. Auch homöopathische Mittel haben eine lethale Dosis, wie alles andere auch.
    Hier in diesem Blog habe ich mehrmals Artikel zu dem Thema geschrieben, und auch eine Diskussion im New Scientist über die Frage wiedergegeben, ob man heute Informationen benutzen darf, die durch invasive Menschenversuche z.B. im Dritten Reich erhalten wurden. Die Menschenrechtler:innen sagen ja. Würden sich diese Menschenrechtler:innen in einem Nazideutschland, das seine Impfpräparate an Häftlingen testet, nicht mehr impfen lassen? Blöd wären sie.
    Und da gehts, wie gesagt, nicht nur ums Impfen. Da gehts auch um Nahrungsmittel und um hoch fliegende Flugzeuge. Da wurde die Wirkung des Unterdrucks auf Häftlinge getestet.
    Aber wenn Sie vegan zu sein so interpretieren, dass Sie keine Medikamente zu sich nehmen wollen, dann tun Sie das doch. Ich würde das aber an Ihrer Stelle von anderen Menschen nicht erwarten. Dieser Vorwurf kommt bei jeder Tierversuchsdiskussion von seiten der Tierversuchsindustrie. Na das wäre denen schon recht, wenn die Tierrechtsseite jede medizinische Hilfe verweigert. Blöd werden wir sein.

  5. Alex Winter says:

    So wie Sie das beschreiben gibt es es dann eigentlich überhaupt nichts Veganes. Wozu also überhaupt vegane Produkte kaufen? Wozu ein Vegan Gütesiegel? Was sagt dann das Gütesiegel aus, bzw die unterschiedlichen Gütesiegeln? Das mit der Blume bestätigt, dass an diesem Produkt keine Tierversuche gemacht wurden. Sie würden aber jetzt nicht ernsthaft der Corona Impfung das Veganblumenlogo geben, oder? Hab ich irgendwo gesagt dass man als Veganer keine Medikamente nehmen darf und sich nicht impfen lassen soll? Nein. Aber ich finde es skurril wenn vegane Tierrechtler eine Corona Impfung als „vegan“ bezeichnen weil „theoretisch keine Tierversuche notwendig wären“ und weil „Wasser ja auch an Tieren getestet wird.“ Die Impfung ist genauso wenig vegan wie jedes andere Medikament, denn es sind Tierversuche gemacht worden. Und zwar aktiv und nicht an einzelnen Inhaltsstoffen sondern am Produkt selber. Und zwar jetzt, nicht in irgendeiner vergangenen düsteren Zeit in der es auch Menschenversuche gab. Sie sagen ja auch nicht ich kaufe jetzt Milchschokolade weil theoretisch könnte man sie auch mit Sojamilch machen, also ist sie eh vegan…

  6. Janine K. says:

    @ Martin Balluch

    „– Impfungen an sich, schreibe ich, sind eine fantastische Idee. Impfungen an sich haben nichts mit Tierversuchen zu tun. Selbst wenn heute Tierversuche dafür verwendet werden, dann ist das ja ganz offensichtlich nicht zwingend der Fall.“

    Also analysieren wir das einmal ganz rational und sine ira:

    – 99% aller verfügbaren Impfstoffe enthalten mind. ein tierisches Bestandteil oder auch menschliche Embronalzellen:

    VERO Zellinien: Normale Nierenzellen von Grünen Meerkatzen-Affen, kultiviert mit Blut von ungeborenen Kälbern (Föten). Zum Beispiel für Polioantigene (Kinderlähmung).
    Hühnerembryonen: Befruchtete und bebrütete Eier werden vor allem für Grippeimpfstoffe verwendet (ein Embryo pro Impfdosis).
    Fel Bovis: Gereinigte Rindergalle.
    Ovalbumin: Protein im Eiklar von Vogeleiern.
    MRC-5-Zellinie: Stammen aus den Lungenzellen eines 14 Wochen alten männlichen Fötus der im Jahre 1966 abgetrieben wurde. Als Nährmedium wird zumindest von manchen Impfstofherstellern Kälberblutserum verwendet.
    Dazu kommt noch Gelantie, Nierenzellen von Affen oder Laktose.

    – wer mit diesen Impfstoffen impft ,unterstützt zwangläufig Tierleid, schon allein rein durch die Inhaltsstoffe.
    Dazu kommen noch unzählige qualvolle Tierversuche bis zur Zulassung. Auch bei mrna Impfstoff sieht man auf eine zwanzig jährige Tierversuchsforschung zurück, die unzähligen Tieren das Leben gekostet hat.

    Wenn Sie nun ernsthaft Tierversuche von homeop. Globulis und Tierversuche bei Impfstoffen miteinander vergleichen dann vergleichen Sie Äpfel mit Birnen!

    Impfungen sind eine reine Gesundheitsprophylaxe um Ängste vor einer Krankheit zu minimieren und haben keinerlei Berechtigung dafür Tierleid durch Inhaltsstoffe oder Tierversuche zu verursachen. Wer dennoch impft muss sich zumindest eingestehen, das er aktiv damit enormes Tierleid unterstützt. Alles andere ist Schönrederei!

  7. Martin Balluch says:

    @Janine K.

    Sie schreiben Impfungen seine „reine Gesundheitsprophylaxe um Ängste vor einer Krankheit zu minimieren“. Eine seltsame Sicht der Dinge. Sie meinen es ginge nur um Ängste? Sind die Pocken durch Impfungen ausgestorben, weil die Leute keine Angst mehr vor ihnen hatten?

    Deshalb meine Frage zu Ihrem ideologischen Hintergrund: Halten Sie Impfungen im Grundsatz (es mag schlechte Impfungen geben) für eine gute Idee oder nicht? Sind Sie der Ansicht, dass es sehr gut wirkende Impfungen gibt, wie z.B. gegen Pocken oder Polio oder Tollwut, die diese Krankheiten ausgerottet oder zumindest stark reduziert haben oder nicht?

    Weiters schreiben Sie: MRC-5-Zellliinie stamme von den Lungenzellen eines abgetriebenen menschlichen Fötus.
    Frage an Sie: meinen Sie, dass ein anständiger menschenrechtlich orientierter Mensch diese Zelllinie keinesfalls verwenden darf? Und, was ist Ihre Erfahrung: wird das trotzdem verwendet? Gibt es Menschenrechtsorganisationen, die vehement fordern, dass diese Zelllinie nicht verwendet werden darf und gibt es Organisationen, die ihre Mitglieder dazu anhalten, diese Zelllinie zu boykottieren? Wenn nein, wie erklären Sie sich das?

    Sind Ihnen die zahlreichen invasiven medizinischen Versuche an Menschen bekannt, die durchaus zu wissenschaftlich relevanten Ergebnissen geführt haben, die heute noch in der Medizin verwendet werden? Sind Sie der Meinung, man sollte so tun, als wüsste man nicht, dass es diese Ergebnisse gibt?

    Und: Sagen wir Sie und andere Menschenrechtsaktivist:innen leben in einer Diktatur, die gewisse Minderheiten in der Gesellschaft für die medizinische Forschung verwendet. Sagen wir, alle Medikamente, die man in dieser Gesellschaft bekommen kann, sind durch solche Versuche an Menschen entwickelt und getestet worden. Was wäre Ihr Vorschlag: würden Sie und diese Menschenrechtsaktivist:innen lieber sterben, als solche Medikamente verwenden? Sind Sie der Ansicht, in so einer Situation ist man ethisch verpflichtet, lieber zu sterben oder auch nur an Krankheiten zu leiden, anstatt zu den Medikamenten zu greifen? Es gab viele Diktaturen, nicht zuletzt das Dritte Reich, mit derartigen Versuchen. An medizinischen Kongressen wurden die Ergebnisse dieser Menschenversuche ganz normal vorgestellt. Auch in den USA gab es solche Menschenversuche, ebenfalls in China. Meine Frage: haben Menschenrechtsorganisationen oder -aktivist:innen in solchen Staaten und in solchen Situationen jemals Medikamente verweigert, die von einer Forschung mit invasiven Versuchen an Menschen stammen, wenn es keine Alternativen gibt? Wenn nein, wie erklären Sie sich das?

    Wissen Sie, was mein Eindruck ist: Sie haben ideologisch etwas gegen Impfungen, oder vielleicht auch nur Impfungen gegen Corona, und greifen nach jedem Strohhalm, um dagegen argumentieren zu können. Liege ich richtig?

  8. Janine K. says:

    @ Martin Balluch
    Interessant finde ich, dass Sie auf die eigentlich Kernaussage von mir überhaupt nicht eingehen. Wer impft unterstütz damit zwangsläufig Tierleid! Entweder durch Tierversuche und/oder durch die Inhaltstoffe. Es gibt z.b. keine Masernimpfung ohne Hühnerembryonen/Zellen. Ob man persönlich impfen als Prophylaxe nun positiv oder negativ findet ist in dieser Diskussion irrelavant. Man muss nur so eherlich sein und dann auch sagen, ja – ich impfe und bin mir bewusst, dass ich dadurch Tierleid in Kauf nehme! Impfen beführworten und gleichzeitig der glühende Tierrechtler, Veganer und absolute Tierversuchsgegner sein, ist hier halt ein Widerspruch. Entweder man ist so eherlich und sagt dann, ja ich impfe und bin mir bewusst, dass ich dadurch Tierleid unterstütze oder man impft halt nicht.
    Warum äußern Sie sich nicht dazu, sondern weichen immer auf andere Themen aus? Ich glaube nicht, dass ich es bin, die hier nach Strohhalmen greift.

  9. Martin Balluch says:

    @Janine K.
    Ich stelle fest: Sie wollen Ihre Einstellung zu Impfungen nicht offen legen. Sie meinen, das sei irrelevant. Ich denke umgekehrt, die jeweilige Einstellung ist das Entscheidende in dieser Diskussion.

    Ich sage es daher ganz kurz und deutlich, sodass es in keinem Textwust untergeht, noch einmal:
    Die glühendsten Verfechter:innen von Menschenrechten haben in der Vergangenheit und werden in der Zukunft ohne zu zögern zu Medikamenten/Impfungen greifen, auch wenn diese invasiv durch Gewalt an Menschen entwickelt worden sind, sofern 2 Bedingungen erfüllt sind:
    – Die Medikamente/Impfungen sind sehr wichtig [hier haben wir die Meinung zu Impfungen]
    – Es gibt keine Alternativen

    Ich halte diese Einstellung für vernünftig und richtig, und auf Tierrechte unmittelbar anwendbar. Nicht von ungefähr heißt es bei der Definition von Veganismus, dass Tierleid „nach Möglichkeit“ vermieden werden muss.

  10. Andreas says:

    Servus Martin!
    Da wir beide gleich alt sind erlaube mir das „Du“. Ich bin wieder mal durch Zufall auf Deiner Seite gelandet und bin wie immer beindruckt wie gut und logisch deine Beiträge geschrieben und recherchiert sind. Für mich bist Du einer der seltenen Helden bei denen das Herz und der Verstand am rechten Fleck sind. Ehre wem Ehre gebührt! Ich entschuldige mich für das scheinbare Pathos.

    A.C.

  11. ichwillaucheineimpfung says:

    Bitte nicht falsch verstehen, ich freue mich über jeden Menschen der geimpft wurde – ergo weniger Infektionen = endlich wieder normales Leben!!

    Aber ich frage mich, warum ein noch nicht über 65 Jähriger bevorzugt wurde!

    Warum wurden Sie bevorzugt? Weil Sie medial präsent sind oder weil sie gute Beziehungen haben? Klingt fast wie… wenn Sie was besseres wären? So zusagen ein Adeliger oder Politbevorzugter oder sonst was.

    Wo ist die Gleichberechtigung?

    Und dann frage ich mich, ob ein „extremer“ Tierschützer eigentlich Produkte annehmen (impfen) soll, die auf Tierversuchen basieren? Oder glauben Sie die Tierchen haben das alles freiwillig gemacht, damit Sie sich weiterhin für die Artgenossen einsetzen können und sich nicht mit Corona anstecken können?

    Oder handelt es sich bei diesem Artikel um eine Fake Meldung, nur um Werbung für die Impfung zu machen?

  12. Martin Balluch says:

    @ichwillaucheineimpfung

    Es freut mich, dass Sie auch eine Impfung wollen. Ich kenne Ihre Umstände ja nicht, aber es wird sicher nicht lange dauern, hoffe ich.
    Zu Ihrer Frage: AstraZeneca darf in Österreich noch nicht bei über 65 jährigen geimpft werden. Daraus resultiert vermutlich die bisherige Zurückhaltung in dieser Altersgruppe. Meine Eltern haben aber jetzt alle Impftermine in den nächsten Tagen bekommen. Ich vermute mit Pfizer.

    Wieso glauben Sie, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muss, mit meiner Impfung? Wie Sie sagen, werde ich als „extremer Tierschützer“ gesehen und daher wird mich sicher niemand bevorzugt behandeln, so viel steht fest. Nein, keine Beziehungen, nein, keine Bestechung, nein, nicht politbevorzugt. Wie ich geschrieben habe: ich falle unter eine der Kategorien, die bevorzugt geimpft werden, aber selbstverständlich sage ich nicht welche, weil das ist meine Privatsache. Wie Sie wissen und gelesen haben, werden ja tausende jeden Tag geimpft, und mit mir zusammen waren das tausende Menschen zwischen 20-40. Die sind ja auch nicht „unfair“ bevorzugt, sondern fallen in eine der Kategorien, die vorgezogen werden. Wenn Sie meinen, diese Kategorien sind unfair, dann müssen Sie sich damit an die Politik wenden. Damit habe ich nichts zu tun.

    Zur ewig gleichen Aussage mit Tierversuchen. Würden Sie das auch sagen, wenn ich Coca Cola trinke, oder Red Bull, oder Kombucha? Wurden alle an Tieren getestet. Ich habe in diesem Blog bereits sehr häufig dazu Stellung genommen. Gerade die Coronaimpfung ist ein gutes Gegenbeispiel: sie wurde mit tierversuchsfreien Alternativen entwickelt.

  13. ichwillaucheineimpfung says:

    Wurden Sie mit Astra Zeneca geimpft?

    Wenn Sie nicht bevorzugt wurden, dürften Sie zu einer der „Risiko“ Gruppen gehören… also sind vielleicht Vegane Ernähung seit 30 Jahren auch nicht das optimale… aber lassen wir das Thema – es ist ja privat 🙂

    Aber nichts desto trotz widerstrebt mir der Gedanke „radikaler“ Tierschützer zu sein – aber zum eigenen Wohl dann doch auf Produkte zurückzugreifen, die auf Basis von Tierversuchen produziert werden!
    Und auf der anderen Seite prangern Sie die Tierversuche auf diversen Universitäten an!

    Das ist reine Augenauswischerei!

    Ich sage ja auch nicht: ich bin veganer weil mir die Tiere so leid tun, aber das Fleisch schmeckt soo gut, jetzt gönn ich mir ein Schnitzel!

  14. Martin Balluch says:

    @ichwillaucheineimpfung
    Wie wärs mit Lehrer:innen, Polizist:innen, Krankenpfleger:innen, Feuerwehrmenschen usw. Die werden auch alle prioritär geimpft. In dem Text steht das doch sogar sehr deutlich drin. Haben Sie das überlesen, vergessen – oder wollten Sie es ignorieren, um diesem blöden Veganismus endlich wieder eins auswischen zu können. Ist das nicht ein bisserl kindisch, bei einem ernsten Thema?

    Zu jedem Stück Fleisch töte ich ein Tier. Wenn ich also eines kaufe, MUSSTE ein Tier dafür sterben, anders gehts nicht. Tierversuchsfreie Kosmetika sind solche, an denen ab einem Stichtag keine Tierversuche mehr durchgeführt werden. Super, allerdings muss man bei unserer Gesellschaft damit rechnen, dass sie für alles und jedes Tierversuche durchführt. So wurde eben alles irgendwann irgendwie an Tieren getestet. Und 70 % der Inhaltsstoffe von tierversuchsfreien Kosmetika wurden andernorts an Tieren getestet, d.h. als Inhaltsstoffe anderer Produkte. Wenn Sie meinen Blog lesen, werden Sie finden, dass es viele verschiedene Medikamente und Produkte gibt, die an Menschen getestet und entwickelt wurden. Sie benutzen diese und halten sich für jemanden, der für Menschenrechte ist.

    Für die Produktion der Impfchargen werden keine Tiere benutzt.

  15. ichwillaucheineimpfung says:

    Ihr Vergleich mit „Menschenrechte“ usw. hinkt ein wenig.

    Normalerweise können sich Tiere nicht aussuchen, ob Sie sich für Tierversuchezur Verügung stellen 🙂

    Menschen hingegen melden sich freiwillig für Studienzwecke!

    Jeder Mensch kann selbst beurteilen, welche Produkte er konsumiert! Aber wenn ich schon die Moralkeule (mit Recht! – Danke!) für den Tierschutz schwinge, dann muss ich auch nach dieser Moral leben!

    Fazit: Tierschutz ist vollkommen in Ordnung und dankenswerter Weise gibt es viele die sich einsetzen und auch viel bewegen! Aber dieses Beispiel zeigt schön, dass eben keiner unfehlbar ist und daher sollte man immer auch den Respekt gegenüber anders denkenden Menschen haben. Vielen Menschen ist ja gar nicht bewusst, wie das Schnitzel auf den Teller kommt! So wie der Strom aus der Steckdose und das Soja auch Südamerika, oder? welche Zusatzstoffe haben diese Veganen Fertigprodukte?

    Hoffentlich lassen sich so viele Menschen wie möglich in Österreich impfen, damit wir endlich wieder ein normales Leben führen können…

  16. Martin Balluch says:

    @ichwillaucheineimpfung

    Achtung, Missverständnis. Wenn ich von Menschenversuchen spreche, dann nicht von Versuchen an Menschen, die zustimmen und freiwillig mitmachen. Ich spreche von Versuchen an Menschen, die dazu gezwungen wurden oder die gar nicht davon wussten, dass sie Versuchsobjekte waren.

    Das meine ich zum Beispiel, und viele mehr:

    https://martinballuch.com/james-sims-menschenversuche-1845/
    https://martinballuch.com/und-doch-die-wissenschaft-verwendet-daten-von-brutalen-menschenversuchen-ohne-zustimmung-der-betroffenen/
    https://martinballuch.com/medizinische-versuche-an-menschen-resultate-werden-genutzt/

  17. Maria says:

    Danke! Und ich konsumierte neulich zusätzlich ein paar Tiere über meinen Verdauungstrakt, sowie über meine reine Haut (zugelassene Tierversuchskosmetik, natürlich gewissenhaft geprüft) und, und….. auch keine Nebenwirkungen! (Schön, denn da offenbaren sich doch viel mehr Gemeinsamkeit, als zu diesen Laboräffchen. Je mehr desto besser, denn dann dürfen diese Tiere alle Spritzerl, für alle erdenklichen Mutationen, für uns durchtesten)

  18. Martin Balluch says:

    @Maria
    Eine Frage: ärgert es Sie nur bei der Corona-Impfung, wenn man sie als Veganer und Tierrechtler verwendet? Oder auch bei Homöopathie, die auch an Tieren getestet wurde? Und bei (destilliertem) Wasser, oder bei Coca Cola, Kombucha und Red Bull, die alle an Tieren getestet wurden. So wie z.B. auch die Mars Schokoriegel. Und Aspirin. Wie halten Sie es denn damit?

    Interessant finde ich, dass gerade die Corona Impfung an tierversuchsfreien Alternativen entwickelt wurde, jedenfalls weitgehender als alle Impfungen bisher, und dass sie sogar vegan in der Zusammensetzung sind. Das ist doch toll, oder?

    Fliegen Sie mit einem Flugzeug ab und zu? Wurde an Menschen getestet. Na wenn man das ernst nimmt, müsste man ja vor sehr vielen Erkenntnissen und technologischen Entwicklungen die Augen verschließen und so tun, als gäbe es sie nicht.

    Unabhängig von Tierversuchen: Ich halte Impfungen für eine absolut fantastische Idee, weil sie prophylaktisch wirken, das Immunsystem stärken und nicht Symptombehandlung nach dem Ausbrechen einer Krankheit sind. Ich nutze alle Impfungen, die irgendwie sinnvoll sind, und habe meinen Kindern alle Impfungen geben lassen, die angeboten werden.

  19. Alfons says:

    Ist nicht gesagt, dass die Pocken nur durch die Impfpflicht ausgerottet wurden. Könnte auch die Hygiene gewesen sein. Früher hatten die Leute nur eine Kleidung, und die Unterwäsche wurde auch zum Abwischen nach dem Stuhlgang verwendet etc. Gewaschen wenn überhaupt wurde in dreckigem Wasser. Zeitweise war die Luft durch Kohleverbrennung extrem verpestet, die frisch Verstorbenen blieben eine zeitlang in engem Kontakt mit den Lebenden, und Abfälle lagen vor der Tür, überall war Kot und Urin und Flöhe, Insekten und Kleintiere gab es damals auch noch. Die Leute wissen leider kaum was über den Nutzen und die Geschichte der Hygiene. Und stur ist man auch. Sah man ja bei der Adaption bzw. Verweigerung der entscheidenden Coronamaßnahmen Händewaschen, Masken tragen, Social Distancing.

  20. Martin Balluch says:

    @Alfons
    Also gängige Meinung ist, dass die Pocken durch die Impfung ausgerottet wurden. Argument dafür ist, dass es ja wahnsinnig viele Orte auf der Welt gibt, wie z.B. Slums, die viel an Hygiene zu wünschen übrig lassen, wo ja, wenn Sie recht haben, die Pocken noch grassieren müssten. Die Pocken wurden ja weltweit ausgerottet, und nicht nur im (saubereren) Mitteleuropa.

  21. Martin Balluch says:

    @frank
    Sie müssen in die naturwissenschaftliche Frage, ob eine gewisse Impfung hilft oder nicht, und die ethische Frage, ob man etwas, das durch Tierversuche entwickelt wurde, oder dessen Verträglichkeit auch durch Tierversuche ermittelt wurde, trennen.

    In einem liegen Sie eindeutig falsch: Impfungen können durchaus helfen, so wurden die Pocken, die sehr vielen Menschen das Leben gekostet haben, durch Impfen ausgerottet. Auch die Kinderlähmung gibt es bei uns praktisch nicht mehr usw. Die Corona-Impfungen (es gibt ja viele) scheinen laut Statistiken auch bereits eine Wirkung zu zeigen. Ob einem das ethisch gefällt oder nicht, man muss das für eine sinnvolle Diskussion anerkennen. Wenn Sie andere Fakten kennen, dann zitieren Sie diese bitte, damit ich Sie mir ansehen kann.

    Zur ethischen Frage habe ich in diesem Blog bereits einige Artikel geschrieben. Faktum ist, dass viele wissenschaftliche Erkenntnisse, die heute verwendet werden, durch Menschenversuche zustande gekommen sind, und es kommt niemand auf die Idee, so zu tun, als wüsste man nichts von diesen Erkenntnissen, weil sie unethisch erreicht wurden. Wissen an sich ist nicht davon abhängig, wie es zustande kam.

    Hier finden Sie einige meiner Artikel, die schon viele Jahre zurück reichen:
    https://martinballuch.com/category/tierschutz/tierversuche-tierschutz/

  22. frank says:

    Und das als (selbsternannter) Tierrechtler.
    Ein (selbsternannter) Tierrechtler der sich zur Propagandamarionette der Pharma- und Tierversuchsindustrie, wie auch der Pandemieerfinder und -profiteure macht und nicht genügend Verstand besitzt, zu begreifen, dass noch nie Jemand durch eine Impfung vor einer Krankheit geschützt wurde, dass Impfungen nichts anderes als Lug und Trug und vor allem: Verbrechen an Tieren darstellen.
    Pfui Teufel!

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